post-title Anna Tunikova | Sur la table | nüüd.berlin gallery | 08.04.-21.05.2022

Anna Tunikova | Sur la table | nüüd.berlin gallery | 08.04.-21.05.2022

Anna Tunikova | Sur la table | nüüd.berlin gallery | 08.04.-21.05.2022

Anna Tunikova | Sur la table | nüüd.berlin gallery | 08.04.-21.05.2022

bis 21.05. | #3383ARTatBerlin | nüüd.berlin gallery präsentiert ab 8. April 2022 die Ausstellung Sur la table mit Gemälden der Künstlerin Anna Tunikova, die ihren Ausgangspunkt in archaischen Formen finden.

Die großformatigen Bilder von Anna Tunikova greifen Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände in archetypischen Mustern auf. Tische, Stühle, eine Feuerstelle, einfaches Geschirr und Essbesteck bilden auf monochrom erdfarbenen Hintergründen die Sujets der Malflächen.


Anna Tunikova, Dinner, 2021, Öl auf Leinwand, 160 x 120 cm

Ein Tisch, der eher den abstrakten Begriff „Tisch“ vorstellt, ist nicht überbordend gedeckt, sondern nur Standfläche für eine einzelne Tasse („Sur la table“). Diese oder ein einzelner Stuhl („Chair“) oder Hocker („Midnight“) wirken trotz ihrer Schlichtheit steinern und massiv. Gleichzeitig scheinen die leichte Pinselführung und einfachen Striche der Gemälde ein Produktdesign von steinzeitlichen Werkzeugen zu sein und spiegeln so die Wurzeln der Künstlerin im Grafikdesign wider.

Wie findet man Fokussierung in einer diffusen Welt, wie Ruhe in Zeiten der Unruhe? Für die Auseinandersetzung mit einer beschleunigten Gegenwart, in der Konsum und Informationsflut herrschen, greift die Künstlerin auf eine ursprünglich erdachte und mythische Vergangenheit zurück. Sie erschafft Farbwelten von Ocker bis Umbra und zelebriert in ihren Ölgemälden Formen und Muster, die an Felszeichnungen, an abstrakte Zeichen und Linien in der Höhlenmalerei erinnern.


Anna Tunikova, Nr. 1, 2020, Öl auf Leinwand, 160 x 120 cm

Die Höhlenkunst, auf die sich die Künstlerin in ihrer Ausdrucksform bezieht, ist die früheste Kunst des Homo sapiens und das älteste Zeugnis für die menschliche Verwendung von Pigmenten und Bindemitteln. Anna Tunikova versteht es, mit einem reduzierten Formenangebot und naturnahen Farbtönen den Betrachter in einem meditativen Zustand zu versetzen. In diesem Spannungsfeld der Zeiten eröffnet sich dem Publikum das Gesuchte: Ruhe und Fokus.

ART at Berlin - Courtesy of nueued berlin gallery - Anna-Tunikova-Fire 2021
Anna Tunikova, Fire, 2021, Öl auf Leinwand, 160 x 120 cm

Anna Tunikova wurde 1994 in St. Petersburg geboren. Sie ist in Schleswig-Holstein zur Schule gegangen und hat ein abgeschlossenes Studium in Kommunikationsdesign. Die Künstlerin kommt aus einem familiär kreativen Umfeld. Tunikova experimentierte zunächst in Airbrush mit knalligen Farben und malte figurative Bilder, merkte jedoch bald, dass diese Bilder nicht das ausdrückten, was sie damals selbst empfand: Entgegen der Überflut an Eindrücken, der wir ohnehin tagtäglich ausgesetzt sind, sehnte sie sich nach Ruhe und Einfachheit. Anna Tunikova lebt und arbeitet in Berlin.

Mit Bestürzung und großer Sorge verfolgt die in Russland geborene Künstlerin den Krieg in der Ukraine und setzt sich wie viele andere russische Kulturschaffende dafür ein, Solidarität zu zeigen und den Menschen in der Ukraine zu helfen. Derzeit arbeitet Anna Tunikova an einem Ölgemälde in den abgedunkelten ukrainischen Farben Gelb und Blau, dessen Erlös zu 100% an ukrainische Geflüchtete gehen wird. (Preis: 4.400,- €)

Vernissage: Donnerstag, 7. April 2022, 18:00 Uhr.  Die Künstlerin ist anwesend.

Ausstellungsdaten: Freitag, 8. April bis Samstag, 21. Mai 2022

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Titelbild: Anna Tunikova, Sur la table, 2020, Öl auf Leinwand, 90 x 90 cm

Ausstellung Anna Tunikova – nüüd.berlin gallery | Zeitgenössische Kunst | Contemporary Art | Ausstellungen Galerien Berlin | ART at Berlin

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