Im Kupferstichkabinett im Kulturforum Berlin präsentiert die Ausstellung „Bosporus Beats. Blicke auf Istanbul von 1500 bis 1800“ noch bis zum 31. Mai 2026 eine facettenreiche Bildgeschichte zwischen Europa und dem Osmanischen Reich.
Im Mittelpunkt steht Istanbul, die lebendige Metropole am Bosporus, die seit ihrer Gründung als Byzantion im 7. Jahrhundert v. Chr. und später unter dem Namen Konstantinopel ein kultureller und politischer Knotenpunkt zwischen Kontinenten war. Die Ausstellung versammelt Werke europäischer Künstler vom 15. bis 18. Jahrhundert, die von Begegnungen, Neugier, Faszination, aber auch von Konflikten und Projektionen zeugen. Anhand von Zeichnungen, Druckgrafiken und historischen Bilddokumenten werden Perspektiven auf das Osmanische Reich sichtbar, die zwischen Bewunderung, Stereotypisierung und politischer Propaganda oszillieren. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese historischen Bildwelten kritisch zu hinterfragen und über Fragen kollektiver Identität, kultureller Wahrnehmung und des „westlichen Blicks“ neu nachzudenken. …
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Abb. oben: Melchior Lorck, Süleymaniye Moschee von Nordost gesehen, um 1570, Holzschnitt auf Papier, 19,4 x 53,5 cm Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett/Dietmar Katz
