post-title Tamara Kvesitadze | The Passage | Galerie Kornfeld | 11.09.-31.10.2020

Tamara Kvesitadze | The Passage | Galerie Kornfeld | 11.09.-31.10.2020

Tamara Kvesitadze | The Passage | Galerie Kornfeld | 11.09.-31.10.2020

Tamara Kvesitadze | The Passage | Galerie Kornfeld | 11.09.-31.10.2020

bis 31.10. | #2824ARTatBerlin | Galerie Kornfeld präsentiert ab 11. September 2020 die Ausstellung The Passage mit einer raumfüllenden Arbeit der georgischen Künstlerin Tamara Kvesitadze.

Entstanden in der Dunkelheit von Quarantäne und Selbstisolation führt die neue Installation der renommierten georgischen Künstlerin Tamara Kvesitadze die Betrachter auf eine schmerzliche Reise, die sowohl beklemmend als auch hoffnungsvoll ist.

Schwärme schwarzer Vögel, unheimlich und gespenstisch, streifen in scheinbarem Chaos umher und werden doch von einer unsichtbaren Kraft kontrolliert, die sie wie Beutetiere in die Falle eines menschlichen Kopfes treibt, der sie verschlingt. Was sind diese Vögel – Alpträume, marternde Zweifel, wirre Gedanken, Liebesleid, Verlustschmerz oder Halluzinationen? Wer ist diese Person – Künstler*in, Wahnsinnige*r, Dichter*in, Politiker*in oder überhaupt jemand, der auf dem Planeten Erde zu Hause ist?

Es handelt sich hier um „The Passage“ – ein neues Werk der bedeutenden georgischen Künstlerin Tamara Kvesitadze, das sie geschaffen hat, als die Welt unter Quarantäne gestellt wurde. Kvesitadze ist für ihre kinetischen Skulpturen bekannt, die Kunst und Technik miteinander verbinden. Doch diesmal bewegt sich die Installation nicht; die Geschichte entfaltet sich, während sich die Betrachter durch sie hindurch bewegen.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Tamara Kwesitadze 2020 - Rendering - 1
Rendering für die Ausstellung „The Passage“, 2020

Mit Hilfe von Licht und Schatten zieht der 16 Meter lange und 2 Meter breite Raum die Betrachter unmittelbar in seinen Bann. Die Vögel – modelliert, gezeichnet und vom Schatten reflektiert – scheinen überall zu sein. Eingezwängt in ihr aggressives Gedränge kann man sie beinahe schreien hören. Aber vielleicht handelt es sich gar nicht um einen Ausdruck von Aggression, sondern von Angst – wenn die Vögel sich dem Menschen nähern, verengen sich die Mauern und treiben den Schwarm direkt in die Falle. Ohne die Möglichkeit auszuweichen, fallen sie den Schöpfungen des menschlichen Geistes zum Opfer, der diesen auf Gegenseitigkeit beruhenden Prozess ebenfalls nicht zu kontrollieren scheint. Das Menschliche hier ist fixiert und gleicht einer Funktion, deren einziger Zweck darin besteht, die ankommende Kraft zu absorbieren und umzuwandeln, ohne Wahl. Das Resultat ist dennoch ermutigend. Nachdem sie die enge Öffnung passiert hat, verliert die dunkle Masse – was auch immer sie repräsentiert – ihre bedrohliche Energie und kommt verwandelt als eine Vielzahl ephemerer, zarter Nestlinge wieder zum Vorschein. Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet verliert der Betrachter die dunkle Masse vor dem Kopf sogar aus den Augen, die auf diese Weise den Charakter einer unguten Erinnerung annimmt.

Die Idee zu diesem Werk sei ihr während der Quarantäne gekommen, die kürzlich aufgrund des Coronavirus verhängt wurde: „Die Covid-Krise hat eine Art Dunkelheit entfacht, und ich wollte zum Ausdruck bringen, was ich durchgemacht habe, um ein Kunstwerk zu schaffen, das aus dieser Dunkelheit entstehen konnte“, so Tamara Kvesitadze.  „In einer früheren Version sollten die Vögel auf einem blauen Hintergrund fliegen, aber dann ist diese Düsternis wie aus dem Nichts aufgetaucht. Diese schwere, schwarz-weiße Palette ist sehr real. Ich habe das Projekt beendet, als die Quarantäne aufgehoben wurde“.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie Kornfeld - Tamara Kwesitadze 2020 - Rendering - 2
Rendering für die Ausstellung „The Passage“, 2020

Die wahre Bedeutung des Werks bleibt eine Frage der Interpretation, aber seine Botschaft ist universell. „Wir alle haben vor etwas Angst“, sagt Kvesitadze. „Gleichwohl müssen wir alle unsere Ängste verarbeiten, sie aufnehmen und verbrennen. Ich wünschte, es wäre weniger schmerzhaft, weniger beängstigend: wenn in dieser Arbeit die Dunkelheit kommt, bricht am Ende Licht hervor.“

Tamara Kvesitadze wurde 1968 in Tiflis geboren. Für ihre kinetischen Skulpturen erhielt sie international Anerkennung und machte die Bewegung zur Essenz ihres Schaffens. Vertreten von der in Berlin ansässigen Galerie Kornfeld, wurde ihr Werk bereits im Rahmen vieler internationaler Kunstmessen, sowie in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem bei der Biennale von Venedig 2007 und 2011. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen in Frankreich, den USA, Deutschland, Großbritannien, Vietnam, China und Georgien. 2018 war Tamara Kvesitadze eine der wenigen internationalen Künstlerinnen, die virtuell auf Google Arts and Culture ausstellte, einer Online-Plattform mit Inhalten aus einigen der weltweit führenden Museen und Archive. 2019 wurde sie von der Sendung „In the Studio“ des BBC World Service porträtiert, die den Entstehungsprozess der Skulptur „Sigh for the Wuxi Resort“ in China dokumentierte.

Soft Opening: Freitag, 11. September 2020, 12:00 – 20:00 Uhr

Ausstellungsdaten:  Samstag, 12. September bis Samstag, 31. Oktober 2020

Öffnungszeiten Gallery Weekend: Samstag, 12. September + Sonntag, 13. September 2020, jeweils 12:00 – 19:00 Uhr

Zur Galerie

 

 

Ausstellung Tamara Kwesitadze – Galerie Kornfeld | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

This error message is only visible to WordPress admins

Error: Hashtag limit of 30 unique hashtags per week has been reached.

If you need to display more than 30 hashtag feeds on your site, consider connecting an additional business account from a separate Instagram and Facebook account.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meisterwerke in Berlin

Viele beeindruckende Meisterwerke der Kunst aller Epochen können Sie in den Berliner Museen besuchen. Aber wo genau findet man Werke von Albrecht Dürer, Claude Monet, Vincent van Gogh, Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens oder die weltberühmte Nofretete? Wir stellen Ihnen die beeindruckendsten Meisterwerke der Kunst in Berlin vor. Und leiten Sie mit nur einem Klick zu dem entsprechenden Museum. Damit Sie Ihr Lieblingsmeisterwerk dort ganz persönlich live erleben und in Augenschein nehmen können.

Lädt…
X
 
Send this to a friend