post-title Rithika Merchants + Rachel Garrard | In Orbit | Kristin Hjellegjerde Gallery Berlin | 05.06.-03.07.2021

Rithika Merchants + Rachel Garrard | In Orbit | Kristin Hjellegjerde Gallery Berlin | 05.06.-03.07.2021

Rithika Merchants + Rachel Garrard | In Orbit | Kristin Hjellegjerde Gallery Berlin | 05.06.-03.07.2021

Rithika Merchants + Rachel Garrard | In Orbit | Kristin Hjellegjerde Gallery Berlin | 05.06.-03.07.2021

bis 03.07. | #3052ARTatBerlin | Kristin Hjellegjerde Berlin präsentiert ab 5. Juni 2021 die Ausstellung In Orbit mit Arbeiten der indischen Künstlerin Rithika Merchants und der britischen Künstlerin Rachel Garrard.

Verschlungene, mythische Szenen, bevölkert von geflügelten Frauen und mystischen Symbolen, erscheinen üppig und lebendig neben subtilen, geometrischen Formen, gemalt in erdigen, verblassten Farbtönen auf strukturiertem Leinen. Die neueste Duo-Ausstellung in der Galerie Kristin Hjellegjerde in Berlin mit dem Titel „In Orbit“ bringt die Arbeiten der indischen Künstlerin Rithika Merchant, die sich mit alten, kulturell und geografisch grenzüberschreitenden Geschichten und Symbolen beschäftigt, mit den eher abstrakten Formen der britischen Künstlerin Rachel Garrard zusammen, die versucht, verschiedene Bereiche des Bewusstseins zu erfassen.

Rithika Merchants neueste Werkserie dreht sich um die Figur der gefiederten – geflügelten Frauen und die imaginären Luftperspektiven der Landschaften, die sie während ihres Fluges sehen könnten. Frauen aus der Luft sind wiederkehrende Charaktere in mythologischen Geschichten auf der ganzen Welt, wenn auch in unterschiedlichen Gestalten, und typischerweise repräsentieren sie eine kraftvolle und befreite Art von Weiblichkeit. In dem Gemälde „Peri leaving Paradise“ greift Merchant speziell auf geflügelte Geister zurück, die als Peris bekannt sind und ihren Ursprung in der persischen Mythologie haben. Den Erzählungen zufolge wurde den Geistern aufgrund ihres schelmischen Wesens der Zutritt zum Paradies verwehrt und sie wurden manchmal von bösen Wesen in eiserne Käfige gesperrt. Die Künstlerin kehrt diese Erzählung jedoch um, indem sie den freudigen Tanz des Geistes beim Rückzug aus einer Szene darstellt, die auf den ersten Blick paradiesisch erscheint, aber die kleinen Feuerausbrüche unter zarten, blühenden Blumen deuten auf eine unheimlichere Realität hin. Auf diese Weise impliziert das Gemälde eine Freiheit, die jenseits der Grenzen konventioneller Perspektiven existiert.

Rachel Garrard ist in ähnlicher Weise daran interessiert, mit Farbe und Materialität zu experimentieren, um eine tiefere, visuelle Erfahrung hervorzurufen. Für Garrard ist der künstlerische Prozess ein Prozess der Transformation, der mit der Herstellung ihrer eigenen Pigmente aus natürlichen Materialien beginnt, die sie auf ihren Reisen rund um den Globus sammelt. Darunter Asche aus einer Temazcal-Zeremonie in Mexiko, pulverisierter Quarzkristall, Pflanzen, Samen, Muscheln und farbige Erde von ihren Wanderungen durch die Anden, Europa und Mittelamerika. Anschließend trägt sie dünne Schichten von Pigmenten auf die Leinenoberfläche auf, die sie nach und nach aufbaut, um den Anschein von Tiefe und Schatten innerhalb von genau umrissenen geometrischen Formen zu erzeugen. „Obwohl die Pigmente eine irdische Qualität haben, kommt meine Inspiration aus dem Ephemeren und Unsichtbaren“, erklärt sie. „Ich sehe abstrakte Kunst als eine Möglichkeit, in einer Sprache zu sprechen, die über die materielle Form hinausgeht.“

ART at Berlin - Courtesy Kristin Hjellegjerde Gallery - Rithika Merchant
Rithika Merchant, Panorama I (Terrain), 2021, Mischtechnik-Collage mit Gouache, Aquarell, Link und Marker auf Papier, 70x100cm, 27 1/2 x 39 3/8 in.

Durch umfangreiche Untersuchungen der zeitgenössischen Wissenschaft, der grundlegenden Elemente der Natur, der Mathematik hinter der Ästhetik und des Energiepotenzials im materiellen Objekt hat die Künstlerin eine eigene symbolische Sprache entwickelt, die darauf abzielt, subjektive Erfahrungen mit dem Kosmischen und Universellen zu verbinden. „Ich verstehe mich selbst und die Welt um mich herum durch diese symbolischen Bilder, die als Landkarten der inneren Territorien der Psyche angesehen werden können“, sagt sie. Die subtilen Töne und abstrakten Formen rufen beim Betrachter eine emotionale Reaktion hervor und laden ihn ein, in eine Art meditativen Zustand einzutreten, der den Zugang zu verschiedenen Bereichen des Bewusstseins ermöglicht. Interessanterweise zeigen viele der Werke verblasste, mehrfarbige, spitze Formen, die ein Gefühl des Fortschreitens oder der Reise zu suggerieren scheinen und das Auge in eine bestimmte Richtung lenken. In dem Gemälde mit dem Titel „Open“ zum Beispiel, scheinen diese Formen neben einem leuchtenden Weiß nach oben zu zeigen und suggerieren einen ätherischen Raum oder vielleicht die Erleuchtung. Wie alle Gemälde von Garrard lädt auch dieses Werk zu einer tiefen, konzentrierten Betrachtung ein.

Während Garrards und Merchants visuelle Sprachen eindeutig auffällig sind, teilen sie ein starkes Interesse am Metaphysischen, und als solche bieten ihre Arbeiten fesselnde Erkundungen der Fähigkeit der Kunst, den Betrachter nicht nur über das Bild selbst, sondern auch über konventionelle Wege des Sehens und der Auseinandersetzung mit der Welt hinaus zu transportieren.

Vernissage: Samstag, 5. Juni 2021, 12:00 – 18:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 5. Juni – Samstag, 3. Juli 2021

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