post-title Nadja Lana + Sebastian Klug | Don’t Look Now. A Voyeuristic View | GalleryNo 10 | 08.04.-20.05.2022

Nadja Lana + Sebastian Klug | Don’t Look Now. A Voyeuristic View | GalleryNo 10 | 08.04.-20.05.2022

Nadja Lana + Sebastian Klug | Don’t Look Now. A Voyeuristic View | GalleryNo 10 | 08.04.-20.05.2022

Nadja Lana + Sebastian Klug | Don’t Look Now. A Voyeuristic View | GalleryNo 10 | 08.04.-20.05.2022

bis 20.05. | #3404ARTatBerlin | GalleryNo 10 präsentiert ab 8. April 2022 die Ausstellung  “Don’t Look Now. A Voyeuristic View” der Künstler:innen Nadja Lana und Sebastian Klug.

Die Galerie zeigt neue Gemälde und Zeichnungen von Nadja Lana sowie gewobene Photographie von Sebastian Klug. Beide Künstler beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Thema Voyeurismus.

Nadja Lana nutzt eine dünne Schicht Acrylfarbe, sowie Kohle und Sprühfarbe um ihre Figuren zu kreieren, die einander überlagern und manchmal beinahe unsichtbar bleiben. Wir sehen als Betrachter private Szenen und werden zu Voyeuren von Orgien ekstatischer Körper ohne genau zu wissen, wo ein Körper endet und der nächste beginnt. Tiermasken – manchmal karikaturistisch, manchmal realistisch und präzise gestalten und verbergen die Gesichter und tragen zur sexuellen Spannung der Subjekte bei. Unser Auge wird zur Mitte der Bilder gezogen, wo es zur Sache geht. Hier drehen und winden sich Körper in gegenseitiger Überlagerung und Penetration, gelegentlich unterbrochen von Farbflächen oder architektonischen Elementen. An den Bildrändern finden sich große unbemalte Stellen, die die Leinwand frei geben, die zur Rohheit der Bilder beitragen und gleichzeitig von der intensiven Farbigkeit der zentralen Szene wegführen.

Art at Berlin - courtesy of Gallery No10 - Nadja Lana - Ave Ceasar-Lapithes
Nadja Lana, Ave Ceasar/Lapithes, 2021, 150 x 130 cm

Nadja’s Gemälde nimmt mit Pferden und Minotaurenmasken Bezug auf die griechische Mythologie und deutet auf den menschlichen Kampf zwischen tierischen Neigungen und zivilisiertem Verhalten hinein bei ihr immer wieder auftretendes Thema.

Sebastian Klugs Serie „Blues“ basiert auf schwarz-weiss Photographien der 1940er bis 1960er Jahre. Die auf Berliner Flohmärkten oder verlassenen Gartenhäuschen gefunden Bilder erzählen die intimen Geschichten gewöhnlicher Leute, die in einer anderen Zeit unsere Nachbarn hätten sein können. Sebastian ist fasziniert von diesen Einblicken in die Privatleben Fremder und interpretiert sie zu Geschichten und Geheimnissen um, die wir in unserer Vorstellung zu sehen glauben.

Art at Berlin - courtesy of Gallery No10 - Sebastian Klug - Mann im Feld
Sebastian Klug, Mann im Feld, 2018, 80 x 60 cm

Sein Bild „Kaffee“ zeigt ein Paar im Sonntagsgewand am Kaffeetisch. Einander abgewandt, lassen die beiden Spannungen erkennen. Eine dritte Person trägt zu der Trennung der ersten beiden bei, indem sie zwischen ihnen stehend serviert. Wir wissen über diese Menschen nichts – ihre Geschichte ist seit langem vergessen. Doch durch unsere voyeuristische Beobachtung entsteht nun eine neue und vielleicht aufregendere neue.

Als ersten Schritt photographiert Sebastian die gefunden Bilder mit einem Handy beim Licht der Abenddämmerung. Dadurch bekommt das entstehende Bild eine bläuliches, schimmerndes Störelement. Danach schneidet er das neue Bild in Streifen und webt es als neues, einzigartiges Objekt wieder zusammen. Die unscharfen gefundenen Objekte erzählen eine Geschichte ihrer Zeit und umgeben ihre melancholischen Figuren mit einer nebelartigen Atmosphäre, die andere Erfahrungskanäle erschließt als das direkte Sehen.

ART at Berlin - courtesy of Gallery No10 - Nadja Lana - Ähzezupp
Nadja Lana, Ähzezupp, 2021, 155 x 185 cm

Nadja Lana wurde in Wuppertal geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf, wo sie unter Professor EG studiert. Im Herbst 2020 eröffnete sie ihre eigene Ateliergalerie in Düsseldorf. Ausstellungen im Rheinland und in Berlin

Sebastian Klug studierte Architektur an der Universität Cottbus und Fotografie an der neuen Schule für Fotografie in Berlin. Seine Arbeiten waren Teil zahlreicher Solo- und Gruppenausstellungen in ganz Europa, den USA und der Türkei. Klug lebt und arbeitet in Berlin.

Vernissage: Freitag, 8. April 2022, 18:00 – 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 8. April – Freitag, 20. Mai 2022

Sonderöffnung zum Gallery Weekend Berlin: Donnerstag und Freitag 13 – 18 Uhr; Samstag 12 – 16 Uhr – Meet the Kuratorin Suzy Royal; Sonntag 12 – 16 Uhr – Meet the Kunstler Sebastian Klug

Zur Galerie

 

 

Bildunterschrift Titel: Sebastian Klug, Kaffee, 2018, 115 x 150 cm

Ausstellung Nadja Lana + Sebastian Klug – GalleryNo 10 | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

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