post-title The Botticelli Renaissance | Gemäldegalerie Kulturforum | 24.09.2015-24.01.2016

The Botticelli Renaissance | Gemäldegalerie Kulturforum | 24.09.2015-24.01.2016

The Botticelli Renaissance | Gemäldegalerie Kulturforum | 24.09.2015-24.01.2016

The Botticelli Renaissance | Gemäldegalerie Kulturforum | 24.09.2015-24.01.2016

bis 24.01. | #0209ARTatBerlin | The Botticelli Renaissance wird ab dem 24. September 2015 in der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin und vom 5. März bis 3. Juli 2016 im Victoria and Albert Museum, London gezeigt. Es ist eine Ausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Victoria and Albert Museum, London.

Der Florentiner Maler Sandro Botticelli (1445-1510) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Renaissance. Sein Werk wurde vielfach reproduziert.

Oft sind jene Abbildungen durch Verfremdungen und „Modernisierungen“ geprägt, die inzwischen eigene, von den Originalen getrennte, Wege gehen. Sie können so weit von den Werken Botticellis wegführen, dass der Name des Künstlers heute jedermann bekannt ist und beispielsweise für Mode und Lifestyle stehen kann, ohne dass überhaupt von seiner Malerei die Rede ist. Produkte werden nach ihm benannt, Selbststilisierungen in der Populärkultur folgen seinen Mustern und einzelne seiner Figuren – allen voran die „Venus“ – sind Teil eines universalen Bildgedächtnisses geworden. Unsere scheinbare Vertrautheit mit seinem Werk ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Sandro Botticelli war nach seinem Tod zunächst in Vergessenheit geraten. Erst um 1800 wurde er wiederentdeckt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war die englische Präraffelitenbewegung und ihre Bewunderung für Botticelli ein maßgeblicher Faktor für den Beginn dieser faszinierenden Renaissance, die immer mehr Künstler und ein stetig wachsendes Publikum in ihren Bann zog.

Seither ist Botticellis Schaffen sehr unterschiedlich interpretiert worden und wirft eine Vielzahl von Fragen auf: Wie erlangte der Maler den Status universaler Berühmtheit? Wie wurde er zur Pop-Ikone? Warum gelten seine Werke als zeitlos und in einer Weise „europäisch“, dass sie sogar auf Euromünzen erscheinen? Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass Botticelli – wie kaum ein zweiter Altmeister – die Kunst der Moderne und der Gegenwart inspiriert.

Die Ausstellung präsentiert diese bewegende Geschichte der wechselnden Aneignungen und Neubewertungen bis in die Gegenwart. Erstmals wird das Werk Sandro Botticellis – mit mehr als 40 Originalen – in einer Ausstellung in Bezug gesetzt zu seinen Interpretationen und Paraphrasen. Insgesamt werden über 130 Objekte zu sehen sein, darunter zahlreiche Meisterwerke der europäischen Kunst und großartige Leihgaben aus den bedeutenden Sammlungen der Welt, zum Beispiel
von Dante Gabriele Rossetti, Edward Burne-Jones, René Magritte, Elsa Schiaparelli, Andy Warhol und Bill Viola. Neben Gemälden präsentiert die Ausstellung Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Videos sowie Objekte
aus Mode und Design.

Die Kooperation zwischen der Gemäldegalerie und dem Victoria and Albert Museum gestaltet maßgeblich das Erscheinungsbild der Ausstellung. Berlin besitzt bereits seit den ersten Jahren der Wiederentdeckung Botticellis am Anfang des 19. Jahrhunderts eine imposante Anzahl an Werken des Meisters. In der 1830 eröffneten  Gemäldegalerie der damals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin befand sich der damals größte Bestand an Botticelli-Gemälden
jenseits der alten Wirkungsstätte des Meisters – Florenz. Auf diese Weise bestimmte die Gemäldegalerie die „Botticelli-Renaissance“ der folgenden Jahrzehnte wesentlich mit – eine entscheidende Voraussetzung für Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, das Ausstellungsvorhaben in der Gemäldegalerie zu realisieren: „Die
Berliner Botticelli-Sammlung ist mit 8 Gemälden und 86 Zeichnungen die bedeutendste außerhalb Italiens. Wo, wenn nicht in der Gemäldegalerie, sollte man sich in einer großen Ausstellung diesem Künstler und seiner Rezeption widmen?“

Die Botticelli-Originale der Staatlichen Museen zu Berlin ergänzen sich hervorragend mit den erstklassigen Beständen des Victoria and Albert Museums an Werken präraffaelitischer Maler sowie des viktorianischen Kunsthandwerks. Martin Roth, Direktor des Victoria and Albert Museum: „Wir freuen uns über die partnerschaftliche Zusammenarbeit an dieser innovativen Neuuntersuchung von Botticelli, das nur durch die gemeinsame Nutzung der Quellen, der Kreativität und der Fachkenntnis
beider Partner möglich ist. Neben der exzellenten RenaissanceSammlung der Gemäldegalerie besitzt das V&A ebenfalls eine herausragende Kunst- und Designsammlung, die das Werk des Künstlers in einen größeren Kontext stellt und ein tieferes Verständnis Botticellis als Design-Phänomen der Gegenwart ermöglicht.“

Eintrittskarten sowie Gruppenführungen können online erworben werden unter www.smb.museum/botticelli/tickets-und-fuehrungen. Die Ausstellung wird gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, die LOTTO-Stiftung Berlin sowie dem Kaiser Friedrich-Museums-Verein. Das Italienische Kulturinstitut Berlin unterstützt die Produktion des Ausstellungskatalogs und kooperiert mit den Staatlichen Museen zu Berlin bei der Konzeption und Durchführung des Begleitprogramms der
Ausstellung.

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 24. September 2015 bis Sonntag, 24. Januar 2016

Zur Gemäldegalerie

 

Das abgebildete Gemälde „Maria mit dem Kind und Singenden Engeln“ von Sandro Botticelli finden Sie zusammen mit interessanten Erläuterungen hier in unserer Rubrik Meisterwerke.

Botticelli Renaissance – Gemäldegalerie – Ausstellung in Berlin ART@Berlin

 

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