post-title William N. Copley | Works on Paper | Galerie Max Hetzler | 16.09.-29.10.2022

William N. Copley | Works on Paper | Galerie Max Hetzler | 16.09.-29.10.2022

William N. Copley | Works on Paper | Galerie Max Hetzler | 16.09.-29.10.2022

William N. Copley | Works on Paper | Galerie Max Hetzler | 16.09.-29.10.2022

bis 29.10. | #3622ARTatBerlin | Galerie Max Hetzler präsentiert ab 16. September 2022 in der  Bleibtreustraße 15/16 die Ausstellung „Works on Paper“ des Künstlers Toby Ziegler.

Die Galerie Max Hetzler präsentiert Works on Paper, die zweite Einzelausstellung von William N. Copley in der Galerie in der Bleibtreustraße 15/16 in Berlin.

William N. Copley (1919-1996), der heute für seinen einzigartigen Beitrag zur Nachkriegskunst gefeiert wird, gelangte durch seine Freundschaften mit Künstlern vom europäischen Surrealismus bis zur amerikanischen Pop Art zu seiner eigenen Praxis. Der Künstler überbrückte die Kluft, blieb aber seinem eigenen, individuellen Stil treu, der weitgehend autodidaktisch war. Er verwendete flache Farben, strenge Konturen und stark vereinfachte Formen, um Gemälde zu schaffen, die reich an Symbolik, Anziehungskraft und Allegorie sind. Er war nicht nur Maler, sondern auch Schriftsteller, Galerist, Sammler, Verleger und Kunstmäzen. Seine lebhaften Werke sind voll von verspielten, barocken Mustern und visuellen Wortspielen, die Politik, Sex und Satire unter der Signatur CPLY vereinen.

Die Themen und das Vokabular von Copley bleiben in seinem gesamten Werk gleich. Die Reise des Künstlers durch das Leben, das Sammeln von Erfahrungen, fügte den flachen Formen immer mehr Volumen hinzu, stärkte seine Linie und machte die Werke einfacher und direkter. Themen wie Liebe und Erotik sind allgegenwärtig, und die offene Darstellung von Begehren und Sexualität in einer unterdrückten Zeit macht die Bilder psychologisch und gesellschaftlich befreiend. Im Laufe der Zeit tauchen immer wieder Bilder mit einer männlichen Hauptfigur auf, wobei die Kombination aus bekleidetem Mann und nackter Frau oft auf Fragen der Macht zwischen den Geschlechtern anspielt. In der Sprache des Surrealismus gezeichnet, haben die Protagonisten in Copleys Werken keine Gesichter, was ihre Handlungen zu allgemeinen Liebesgesten macht. Selten gibt es eine wirkliche Verbindung zwischen den Figuren; sie sind vor allem Studien des Lebens und Zeichen für psychologische Zustände. Es gibt wiederkehrende materielle Faszinationen wie Spitze und Knöpfe, die auch als Sprache für Weiblichkeit und Männlichkeit dienen und Figuren wie die Prostituierte und den Soldaten darstellen, die stellvertretend für weibliche und männliche Charaktere gelesen werden können. Ein weiteres wichtiges Element im Werk des Künstlers ist der Humor, genauer gesagt Copleys Liebe zur Lächerlichkeit als Mittel der Störung. Er nutzte ihn, um große Themen mit einem sehr spielerischen, zurückhaltenden Ausdruck aufzugreifen. Am deutlichsten wird dies in seinen Arbeiten auf Papier, die sich auf Linien, Muster und Wiederholungen stützen. Auf diese Weise forderte der Künstler die Gesellschaft heraus und untersuchte moralische Normen, indem er in seinem Werk Liebe, Tod, Politik, Sexualität, Patriotismus und Kapitalismus thematisierte.

In der Galerie Max Hetzler sind Arbeiten in Bleistift, Tusche und Kohle zu sehen, die zwei Werkgruppen des Künstlers repräsentieren. Auf der einen Seite steht die idealisierte, oft klassische Frauengestalt im Mittelpunkt und zeigt Beispiele für Copleys Beschäftigung mit der Frau als einer der Hauptfiguren in seinem Werk. Die zweite Gruppe von Werken ist eher narrativ und zeigt die weibliche Figur in einer Reihe von Szenarien, die verschiedene Machtdynamiken untersuchen, von denen viele eine dominante männliche Figur beinhalten. Dazu gehören Bilder wie die 1991 entstandene Version des Gemäldes I Give Aid and Comfort von 1986, das im selben Jahr auch im New Museum in New York gezeigt wurde. Andere, wie die frühen Tuschezeichnungen aus den 1960er Jahren, weisen alle klassischen CPLY-Elemente wie Ornamente und gemusterte Hintergründe auf. Die Kompositionen ähneln Filmstills und machen den Betrachter zu einem mitschuldigen Beobachter der Szenen, während die klischeehaften Bilder der erotischen Fotografie in einer verallgemeinernden und oft unmissverständlich humorvollen Weise aufgegriffen werden. Die Konzentration der Ausstellung auf die meist schwarz-weißen Arbeiten auf Papier ermöglicht einen intimen Einblick in die thematischen und stilistischen Obsessionen des Künstlers und gibt einen sehr persönlichen Einblick in sein Werk aus vier Jahrzehnten.

Der Maler, Schriftsteller, Galerist, Sammler, Verleger und Kunstmäzen William N. Copley (1919-1996) lebte und arbeitete u. a. in Paris, New York und Roxbury (Connecticut). Copleys Werke wurden in renommierten Institutionen auf der ganzen Welt ausgestellt, darunter das Institute of Contemporary Art, Miami (2018); The Menil Collection, Houston, auf Wanderschaft zur Fondazione Prada, Mailand (2016-2017); Museum Frieder Burda, Baden-Baden, auf Wanderschaft zum Max Ernst Museum Brühl, Hannover (2012); Bonnefantemuseum, Maastricht (2001); Contemporain, Sigean; Herning Kunstmuseum; Forum of Contemporary Art, St. Louis (alle 1999); Ulmer Museum, Ulm (1997); Kerstner-Gesellschaft, Hannover (1995); The New Museum, New York (1986); Künstlerwerkstatt Lothringerstraße, München (1981); Kunsthalle Bern, die ins Centre Pompidou, Paris, reist; Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven; Badischer Kunstverein, Karksruhe (1980); New York Cultural Center (1974); Stedelijk Museum, Amsterdam (1966); und Institute of Contemporary Arts, London (1961), unter anderem.

Copleys Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen weltweit, darunter das Art Institute of Chicago, das Centre Pompidou, Paris, die Fondazione Prada, das Israel Museum, Jerusalem, das Los Angeles County Museum of Art, das Moderna Museet, Stockholm, das Museum of Contemporary Art Chicago; The Museum of Modern Art, New York; Museum Ludwig, Köln; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Wien; Philadelphia Museum of Art; Power Institute, Sydney; Städel Museum, Frankfurt; Stedelijk Museum, Amsterdam; Tate, London; und das Whitney Museum of American Art, New York, um nur einige zu nennen.

Vernissage: Freitag, 16. September 2022, ab 18:00 – 20:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 16. September bis Samstag, 29. Oktober 2022

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Bildunterschrift Titelbild: William N. Copley, Ohne Titel, 1991, Marker und Weißzeichnung auf Papier, 59,7 x 45,7 cm, 23 1/2 x 18 Zoll.

Ausstellung William N. Copley – Galerie Max Hetzler | Contemporary Art – Zeitgenössische Kunst in Berlin – Ausstellungen Berlin Galerien – ART at Berlin

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