post-title Richard Drews | PAPILLON | Galerie Schindler | 04.06.–11.07.2026

Richard Drews | PAPILLON | Galerie Schindler | 04.06.–11.07.2026

Richard Drews | PAPILLON | Galerie Schindler | 04.06.–11.07.2026

Richard Drews | PAPILLON | Galerie Schindler | 04.06.–11.07.2026

bis 11.07. | #5083ARTatBerlin | Galerie Schindler präsentiert ab Donnerstag , 4. Juni 2026 die Ausstellung PAPILLON des Künstlers Richard Drews.

Richard Drews (*1997 in Leipzig) ist ein zeitgenössischer deutscher Maler, dessen eindringliche, leuchtende Ölarbeiten die feinen Schnittstellen von menschlicher Emotion, Vergänglichkeit und Transformation erforschen. Durch eine von häufigen Umzügen geprägte Kindheit entwickelte Drews schon früh ein feines Gespür für das Flüchtige von Umgebungen, Erinnerungen und Identitäten. Diese prägende, nomadische Erfahrung führte ihn später zu einer globalen Erkundung von Raum und Kultur: Er lebte und arbeitete in internationalen Metropolen wie Tokio, London und Paris, bevor er vor über zehn Jahren sein festes Atelier in Berlin bezog.

ART at Berlin-Galerie Schindler-Richard Drews 1

Richard Drews, Der Morgen, 50×60 cm, Öl auf Leinwand, 2026

Als Autodidakt ist Drews’ künstlerische Praxis frei von den starren Zwängen akademischer Institutionen. Seit sieben Jahren widmet er sich intensiv dem Erlernen der komplexen Chemie und der historischen Faszination der Ölmalerei auf Leinwand. Seine Position als Quereinsteiger erweist sich dabei als tiefgreifende Stärke: Sie erlaubt ihm einen unbefangenen, intuitiven Umgang mit dem Material, bei dem er traditionelles Handwerk mit einer zutiefst modernen, existenziellen künstlerischen Stimme verbindet. Nach seiner viel beachteten Teilnahme an der Winter-Gruppenausstellung DIVERSE der Galerie Schindler gehört Drews zu den spannendsten neuen zeitgenössischen Positionen der Galerie.

ART at Berlin-Galerie Schindler-Richard Drews 2

Richard Drews, Fliegen oder Fallen, 150×90 cm, Öl auf Leinwand, 2025

Künstlerische Praxis & Technik
Im Zentrum von Drews’ Schaffen steht eine zeitgenössische, sehr persönliche Neuinterpretation der historischen Lasurtechnik – einer anspruchsvollen und zeitintensiven Methode, die traditionell von den Alten Meistern meisterhaft beherrscht wurde. Statt auf die unmittelbare Wirkung deckender Alla-Prima-Malerei zu setzen, baut Drews seine Kompositionen in einem akribischen, fast meditativen Prozess der Schichtung auf.

ART at Berlin-Galerie Schindler-Richard Drews 3

Richard Drews, Kopf oder Zahl, 110×130 cm, Öl auf Leinwand, 2026

Jedes Werk besteht aus vier bis zehn einzelnen Schichten hauchdünner, transparenter Ölfarbe. Durch diesen schichtweisen Farbauftrag reift das Kunstwerk langsam über einen längeren Zeitraum. Die visuelle Magie von Drews‘ Arbeiten basiert nicht auf oberflächlichen Pigmenten, sondern darauf, dass das Licht durch diese multiplen, transparenten Farbhäute dringt und vom Leinwandgrund reflektiert wird. Das Ergebnis ist ein markantes ästhetisches Markenzeichen: eine außergewöhnliche innere Leuchtkraft, eine fast unendliche Farbtiefe und eine plastische, räumliche Dimension, die sich je nach Blickwinkel des Betrachters und wechselndem Lichteinfall dynamisch verändert.

ART at Berlin-Galerie Schindler-Richard Drews 4

Richard Drews, Rosa Wolke, 50×70 cm, Öl auf Leinwand, 2025

Konzeptuelles Statement & Philosophie
Drews’ technische Hingabe an Transparenz und Schichtung spiegelt seine tiefe philosophische Faszination für die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz wider. Zentriert um das Motiv des Schmetterlings, wirken seine Leinwände wie ein poetisches, auf das moderne Leben übertragenes Memento Mori.

Für Drews dient die radikale Metamorphose der Raupe zum Schmetterling als treffende Allegorie für das Menschsein. Wachstum und Erneuerung sind untrennbar mit Abschied und Verlust verbunden; um uns weiterzuentwickeln, müssen wir den schmerzhaften Prozess durchlaufen, Teile unseres alten Selbst loszulassen. Seine Bilder fangen diese Brüche auf – nicht als Momente des Scheiterns, sondern als notwendige, formende Spuren, die uns erst ausmachen.

ART at Berlin-Galerie Schindler-Richard Drews 5

Richard Drews, Verwoben, 170×120 cm, Öl auf Leinwand, 2026

Das Bewusstsein um die eigene Sterblichkeit und das Vergehen alles Irdischen ist in Drews’ Universum kein Akt des Nihilismus, sondern vielmehr der Katalysator für eine radikale Gegenwärtigkeit. Seine Gemälde fordern den Betrachter auf, sich der Kostbarkeit unserer begrenzten Zeit zu stellen, Veränderungen anzunehmen und die Chance zu ergreifen, in diesem einen Leben bedingungslos zu lieben, zu fühlen und zu wachsen. Durch das intensive Leuchten seiner vielschichtigen Arbeiten erinnert uns Drews an die wunderschöne Dringlichkeit des Lebens: den Moment bewusst zu leben und zu ergreifen – bevor er vorbeifliegt.

Vernissage: Donnerstag, 4. Juni 2026, 19:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 4. Juni – Samstag, 11. Juli 2026

Zur Galerie

 

 

Bildunterschrift Titelbild: Richard Drews I DIE WÄCHTERIN I ÖL AUF LEINWAND I 170 x 180cm I 2026

Ausstellung Richard Drews – Galerie Schindler | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Potsdam Berlin Galerien | ART at Berlin

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