post-title Noa Eshkol | a village, flowers and homages | neugerriemschneider | 01.05.-07.08.2021

Noa Eshkol | a village, flowers and homages | neugerriemschneider | 01.05.-07.08.2021

Noa Eshkol | a village, flowers and homages | neugerriemschneider | 01.05.-07.08.2021

Noa Eshkol | a village, flowers and homages | neugerriemschneider | 01.05.-07.08.2021

bis 07.08. | #3078ARTatBerlin | neugerriemschneider präsentiert derzeit die Ausstellung a village, flowers and homages der Künstlerin Noa Eshkol (1924-2007). Es ist die vierte Einzelausstellung der Künstlerin bei neugerriemschneider.

Im Zentrum der Präsentation stehen acht nur selten gezeigte Wandteppiche der israelischen Künstlerin, Choreografin, Tänzerin und Professorin, die zwischen den 1970er und 1990er Jahren geschaffen wurden und zentrale Themen in Eshkols Praxis vereinen: Pflanzen- und Blumendarstellungen, Dorf- und Landschaftsansichten sowie Hommagen an die Kunstgeschichte.

ART at Berlin - neugerriemschneider - Noa Eshkol ne21_press_03 - Foto Jens Ziehe
Noa Eshkol, On the Way to the Village (Homage to Derain), 1979
Wool, cotton, rayon, acrylic, polyester, wool gabardine, cotton velvet, crêpe de Chine, 237 x 143 cm
© The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel
Courtesy The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel, and neugerriemschneider, Berlin, Photo by Jens Ziehe

Noa Eshkol, die seit Jahren auch für ihre farbintensiven, von ihr selbst als „wall carpets“ bezeichneten Textilarbeiten bekannt ist, begann ihre künstlerische Karriere in den 1950er Jahren als Choreografin und Bewegungstheoretikerin. Sie entwickelte die wegweisende Eshkol-Wachman Movement Notation, mit deren Hilfe körperliche Bewegungen erfasst und analysiert werden können, und gründete 1954 die Noa Eshkol Chamber Dance Group mit Sitz im israelischen Holon. Die Mitglieder dieser Tanzgruppe probten nicht nur gemeinsam, sondern lebten auch zusammen und formten eine Gemeinschaft, die auf kollektivem Austausch und Disziplin beruhte. In den frühen 1970er Jahren arbeitete die Künstlerin erstmals mit Textilien, die sie zu faszinierenden Kompositionen arrangierte und von den Mitgliedern der Chamber Dance Group aufnähen ließ. Eshkol folgte dabei strengen, übergreifenden Regeln: Jeder Wandteppich sollte ausschließlich aus gefundenen oder geschenkten Stofffragmenten bestehen, die in ihrem ursprünglichen Zustand belassen und weder beschnitten noch verändert wurden.

ART at Berlin - neugerriemschneider - Noa Eshkol ne21_press_01 - Foto Jens Ziehe
Noa Eshkol, Village with a grouse, 1979, Wool, cotton, 184 x 145 cm
© The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel
Courtesy The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel, and neugerriemschneider, Berlin, Photo by Jens Ziehe

In ihrem Zuhause im israelischen Holon pflegte Noa Eshkol einen weitläufigen Garten mit Farnen, Kakteen sowie verschiedenen Baum- und Blumenarten, dessen vegetabile Formen von Anfang an in ihren Textilassemblagen in Erscheinung traten. Prägend waren auch die Eindrücke von Landschaften und deren einzigartiger Farbgebung, die Eshkol auf ihren Reisen durch Israel – manchmal auch durch andere Länder – sammelte und in ihren Werken verarbeitete. Eshkols formal und farblich äußerst vielfältige Textilkompositionen zeichnen sich durch ein reiches Spektrum an Motiven aus, das von literarischen Themen, Volksmythen und Geometrie bis hin zur Darstellung von Landschafts-, Dorf- und Stadtszenen reicht. Ihre Faszination für Landschaften und insbesondere für die Pflanzenwelt ist zudem immer wieder mit Hommagen an die Kunstgeschichte verschränkt. So finden sich in Eshkols Arbeiten zahlreiche Anspielungen auf von ihr bewunderte Künstler und Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts – in der Werkauswahl bei neugerriemschneider beispielsweise auf André Derain, Vincent van Gogh und David Hockney.

ART at Berlin - neugerriemschneider - Noa Eshkol ne21_press_02 - Foto Jens Ziehe
Noa Eshkol, Yellow Landscape (Homage to Van Gogh), 1979
Cotton, wool, silk, viscose, rayon, polyester, polyamide, 233 x 141 cm
© The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel
Courtesy The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel, and neugerriemschneider, Berlin, Photo by Jens Ziehe

Das Werk von Noa Eshkol (geb. 1924 Kibbuz Degania Bet, Israel; gest. 2007 Holon, Israel) war in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, darunter im Van Abbemuseum, Eindhoven (2019); CFHILL Art Space, Stockholm (2019); Istanbul Museum of Modern Art (2019); Vleeshal, Middelburg und Kunstverein, Amsterdam (beide 2017); 20th Biennale of Sydney (2016); Badischer Kunstverein, Karlsruhe (2016); Stiftung Opelvillen, Rüsselsheim (2013); TBA21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien; Jewish Museum, New York; LACMA Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles; The Israel Museum, Jerusalem; CCA Center for Contemporary Art, Tel Aviv (2011‑2012); The Open Museum, Tefen Industrial Park, Kfar Vradim (2010); Hamumche Gallery, Tel Aviv (1998); Museum of Art, Ein Harod (1996); Museum of Decorative Art, Kopenhagen (1980) sowie Helena Rubinstein Pavilion for Contemporary Art, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv (1978).

Ausstellungsdaten: Samstag, 1. Mai bis Samstag, 7. August 2021

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Bildunterschrift Titel: Noa Eshkol, Yellow Landscape (Homage to Van Gogh), 1979, Cotton, wool, silk, viscose, rayon, polyester, polyamide, 233 x 141 cm © The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel, Courtesy The Noa Eshkol Foundation for Movement Notation, Holon, Israel, and neugerriemschneider, Berlin, Photo by Jens Ziehe

Ausstellung Noa Eshkol – Galerie neugerriemschneider | Contemporary Art – Kunst Ausstellungen Berlin – ART at Berlin

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