post-title Here Come the Suns | Gruppenausstellung | BARK BERLIN GALLERY | 11.12.2021-19.01.2022

Here Come the Suns | Gruppenausstellung | BARK BERLIN GALLERY | 11.12.2021-19.01.2022

Here Come the Suns | Gruppenausstellung | BARK BERLIN GALLERY | 11.12.2021-19.01.2022

Here Come the Suns | Gruppenausstellung | BARK BERLIN GALLERY | 11.12.2021-19.01.2022

bis 19.01. | #3271ARTatBerlin | BARK BERLIN GALLERY präsentiert ab 11. Dezember 2021 (Vernissage 10.12.) die Gruppenausstellung Here Come the Suns.

Mit Arbeiten der Künstler:innen

Sky Glabush, Laurie Nye, Ugo Rondinone, Barry McGlashan, Mary Herbert, Ondrej Drescher, Vidya Gastaldon, Kevin McNamee-Tweed, Lucas Pertile, Renato Órdenes San Martín, David Brian Smith, Seth Birchall, Benjamin Terell, Peter Böhnisch, Jakob Steen, Angela Lane, Daniel Thurau, Henrik Håkansson, Nikolaus List, Wolfgang Ganter, Mengqiu Li, Thomas Grötz, Daniel Correa Mejía, Vinna Begin, Ólafur Elíasson, Uwe Henneken, Stefan Rinck

Alles beginnt mit einem Kreis, wie ein Teich, aus dem etwas auftaucht, so wie unzählige Dinge von ihm gestartet und gelandet sind. Ein Teich ist näherungsweise immer rund, wie die Sonne oder der Mond oder etwas, das sich für unsere Selbstbesinnung im Haus befand. Ein See ist ein umgedrehter Berg, aber ein Teich ist eine Leinwand und eine Kamee, woraus alles entsteht. In meiner Nachbarschaft, auf dem Lande, gibt es zwei Möglichkeiten, Spazierwege zu gehen. Eine ist ein direkter Weg, bei dem man am Ende angekommen umkehrt, und noch einmal das gleiche sieht, wie auf dem Hinweg.

Die zweite ist ein gewundener Pfad, wo alles Gesehene neu ist, bis man den Ausgangspunkt erreicht.

Jedes Gemälde beginnt wie ein Kreis, Ecken und Kanten wurden erst wichtig, nachdem wir uns selbst als außenstehend oder getrennt sahen von dem, was wir darstellen wollten.

Veränderung braucht Zeit, aber Inspiration erscheint oft in einem Augenblick, so unerwartet wie ein weißer Vogel im Mittelpunkt großen, nichtsagenden grauen Teiches.

Auch Ideen können reichlich und unvorhersehbar einfallen wie der Weg vom Wind getragener Blätter oder auch manchmal zerbrechlich und dennoch heftig erscheinen wie Flügelschlag eines kleinen Vogels. Das Herz ist ein Gefäß, geschaffen um die Früchte unserer künstlerischen Gärten zu lagern, beides, sowohl Bereich als auch zerbrechlicher Behälter wie ein Vogelnest.

Wir verflechten widerstandsfähige Zweige, um das zu schützen und zu umschließen, was wir entstehen lassen möchten.

Die Höhle, die die Kreativität beinhaltet, ist beides: ein sicherer, ringförmiger Behälter und ein geheimnisvoller Grenzraum, teils paradox, teils ein Durchgang. Die Kunst ist eine  Ader, aber auch ein verletzter Kokon, die sich nur widerstrebend unseren namenlosen neuen Grenzbereichen öffnet.

Wenn wir zulassen, das alles Unwesentliche  auf den Grund unseres Bewusstseins absinkt, ist das übrig bleibt besser in der Lage, potentielle Veränderungen bewusst zu machen.

Neu betrachtet schwebt ein einzelner weißer Vogel jetzt über einem dunkelblauen Kreis. Es wäre kurzsichtig, das Blau als die Tiefe des ruhigen Wassers anzusehen, anstatt es als eine Möglichkeit zu verstehen, dass die Farbe einen Spiegel des grenzenlosen Himmels darstellt.

Während Du dies liest, kreisen unendlich viele Planetenbahnen über uns. Die Wahrheit ist, dass ich für nichts ein Experte bin, aber von allem möglichen beeindruckt bin.

Möglicherweise ist die Sonne nur ein Loch im Himmel, durch das Licht hindurchtritt und möglicherweise ist der Mond eigentlich die Sonne, eingehüllt in einen Kaschmirmantel.. Aber  alles, was ich von Transformation verstehe, habe ich den Vögeln, dem klaren Klang der Glocken, der leidenschaftlichen Aktivität von Pinseln zu verdanken.

In meiner Einzigartigkeit strebe ich nach Gesamtheit, nach Verbundenheit und nach Worte, den Inhalt dieses Raumes zu beschreiben.

Vielleicht stammt mein Zögern die Kurven in der Achterbahn des Lebens zu benennen daher, dass dieser Vorgang mir klarer machen würde, dass diese Fahrt irgendwann zu Ende geht. Hundert Vögel flogen von einem gefluteten Feld auf und Du und ich sind die wenigen, die es wagen, auf dem Rücken eines Elches zu landen.

Text: Benjamin Terell, 2021
Übersetzung: Wolfgang Kerfin
Kuration: Uwe Henneken

Vernissage: Freitag, 10. Dezember 2021, 18:00 – 22:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 11. Dezember 2021 bis Mittwoch, 19. Januar 2022

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Bildunterschrift: Sky Glabush, White House Study After VG, 2021, Watercolor on Paper, 22,9 x 30,5 cm

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