post-title KARMA | KARMAWERK | WHITECONCEPTS | 11.09.-23.09.2015

KARMA | KARMAWERK | WHITECONCEPTS | 11.09.-23.09.2015

KARMA | KARMAWERK | WHITECONCEPTS | 11.09.-23.09.2015

KARMA | KARMAWERK | WHITECONCEPTS | 11.09.-23.09.2015

bis 23.09. | #0192ARTatBerlin | WHITECONCEPTS freut sich, ab dem 11. September 2015 die erste Multi-Media-Ausstellung in Berlin der kanadischtrinidadischen Künstlerin KARMA zu präsentieren.

Die Soloshow zeigt neue Malerei, Skulpturen, digitale Kunst und Videos und erforschen Themen wie Leben/Tod, Desintegration/Reinkarnation, Alltäglichkeit/Transzendenz in der für KARMA typischen hochexpressiven, persönlichen, idiosynkratischen Weise.

„Ich habe mich nicht immer wie ein „Fremder in einer fremden Welt“* gefühlt, sondern tatsächlich als Alien auf einem
fremden Planeten. Ich bin irgendwie ANDERS. Ich bin immer zwischen allem, nicht wirklich verbunden, aber stets offen
für alle Einflüsse.“ KARMA

*„Stranger in a Strange Land” (dt. „Fremder in einer fremden Welt“) ist ein 1961 erschienener Science-Fiction-Roman
des amerikanischen Autors Robert A. Heinlein.

KARMAWERK, der Titel der Ausstellung, fußt auf dem Konzept Karma + Arbeit/Werk und stellt unmittelbar den Bezug zu Deutschland her. Obgleich sich die Wahrnehmung von Karma in der westlichen Popkultur aus Gegensatzpaaren wie Selbstbestimmung/Bestimmung und Aktion/Reaktion speist, ist auch Arbeit/Werk Teil seiner vielschichtigen und vieldeutigen Definition. Philosophisch fungiert das Werk in der deutschen Kultur als soziokulturelle, politische und religiöse Komponente. Verspielter ist der Bezug von KARMAWERK zur Band KRAFTWERK, den deutschen Pionieren der elektronischen Musik. Hinzu tritt die metaphorische und esoterische Referenz von WERK zur mystischen und alchemistischen Arbeit, die die simpelste Form von Kunst widerspiegelt – Transformation durch Manipulation eines Materials.

KARMAs Kunst ist nicht nur durch den Versuch inspiriert, die Bedeutung ihres kulturell und spirituell komplexen Namens
zu verstehen, sondern auch von der Notwendigkeit, die rätselhaften Fragen zu lösen, die sich dabei stellen. Ihre persönliche Obsession erschafft in Verbindung mit diesem Rätsel einen ganz eigenen Mythos.

Gespeist wird er durch Dichotomien wie Hoch- vs. Sub-Kultur, Identität/Kultur, Ost/West, spirituell/mystisch, mythologisch/real, Alchemie/Wissenschaft, Philosophie/Psychologie, Natur/Kosmos hin zu Vergangenheit/Zukunft. Für KARMA wird jedes neue Projekt und jede neue Serie konzeptionell durch einen Prozess aus Lernen und Wissen geformt. Während sich der künstlerische Schaffensprozess aus ihren intellektuellen Leidenschaften heraus entwickelt, ist die Visualisierung eher emotional, ursprünglich, intuitiv und improvisiert. Physisch sind Umfang und Form auf die Architektur und den Ausstellungsraum bezogen. Der Ort der Ausstellung als solcher ist ihrer Arbeit stets immanent. Berlin ist die Stadt, die das persönliche und künstlerische Anliegen der Künstlerin historisch und symbolisch am besten manifestiert.

Die Ausstellung KARMAWERK erforscht die Idee eines Gesamtkunstwerks. Jede einzelne Arbeit ist Teil eines künstlerischen Ganzen. Ästhetisch ist das WERK eine Hommage an verschiedene Kunstformen und -bewegungen – von Moderne, Surrealismus, dem Deutschen und dem Abstrakten Expressionismus sowie dem Minimalismus über Konzept- und Videokunst hin zur Performance. Indem sie scheinbar widersprüchliche Farben, Materialien, Stile und Techniken verwendet, strebt die Künstlerin ein Werk an, das sie als „Hybrid“ versteht. Die so entstehenden Arbeiten lenken den Blick auf die Zwischenräume und Kreuzungen, die entstehen, wenn Gegensätze kollidieren.

Geboren in Trinidad und Tobago (mit ostindischen, schottischen und nordafrikanischen Wurzeln), verließ die Tochter eines Poeten und Mitglieds der Black-Power-Bewegung sowie einer brahmanischen Linguistikstudentin eine südliche Kolonie, um in eine nördliche zu ziehen, Kanada. Getreu ihrer chamäleonhaften Natur, entschied sich die Künstlerin während ihres letzten Jahres an der Hochschule für darstellende und bildende Kunst für einen Wechsel von den Fächern Ballett, Modern Dance und Drama in das Hauptfach Visual Arts und gewann auf Anhieb den Graduiertenpreis für visuelle Kunst. In Toronto
gründete sie schließlich ihr Künstlerkollektiv SYNDICATE. Später an der Concordia University in Montreal studierte sie mit den Titanen des kanadischen Abstrakten Expressionismus und Minimalismus. Noch während ihres Studiums gewann sie das Ruth-Louise-Stipendium für herausragende Leistungen in Visual Art und schloss ihr Studium mit dem Gewinn des Preises für Malerei und Zeichnung ab. Seither stellt KARMA international aus. So zeigte sie ihre Arbeiten in Kanada, den USA, in Indien, Brasilien, Südafrika, der Karibik, in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, in Österreich und Deutschland, zum Beispiel in den renommierten Institutionen The Power Plant Contemporary Art Gallery, The Museum for
Contemporary Art, The Art Gallery of Ontario/TO, CANADA Gallery oder D.U.M.B.O./NYC sowie Roberts and Tilton/LA, TAO Gallery/Mumbai sowie auf dem Berliner ARTFORUM.

Zahlreiche Kunstzeitschriften, Magazine und Kataloge greifen Ihre Arbeiten auf, die darüber hinaus Eingang in die Sammlungen von Museen, Universitäten, Kuratoren und international renommierter Designer fanden. Ihrem nomadischen Blut folgend, lebte die Künstlerin in Jamaika, Saskatchewan, Toronto und Montreal. KARMA ist zudem als Kuratorin, Organisatorin und lehrend aktiv. Sie schreibt Gedichte, Lieder und Kurzgeschichten. Heute lebt und arbeitet KARMA in Berlin und an der Ostseeküste. (Übersetzerin: Dorothee Müller)

Vernissage: Freitag, 11. September 2015, 18 bis 22 Uhr (Performance 20.30 Uhr: The Fall mit Karma, Vera Schrankl (vc), Yatziv Caspi (tbl) und Max Pela (dr))

Ausstellungsdaten: Freitag, 11. bis Mittwoch, 23. September 2015

Öffnungszeiten während Berlin Art Week: Montag – Sonntag, 13 – 20 Uhr

Zu WHITECONCEPTS

 

Bildunterschrift: THE SHOCK OF THE NEW, 150 x 120 cm, acrylic and spray paint on canvas

Karma – WHITECONCEPTS – Kunst in Berlin ART@Berlin

 

 

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