post-title Jan Dörre | Vogelinsel | Galerie Schwind Berlin | 17.03.-27.04.2017

Jan Dörre | Vogelinsel | Galerie Schwind Berlin | 17.03.-27.04.2017

Jan Dörre | Vogelinsel | Galerie Schwind Berlin | 17.03.-27.04.2017

Jan Dörre | Vogelinsel | Galerie Schwind Berlin | 17.03.-27.04.2017

bis 27.04. | #1160ARTatBerlin | Galerie Schwind Berlin präsentiert ab dem 17. März 2017 die Ausstellung “Vogelinsel” des Künstlers Jan Dörre.

Vom 17. März bis 27. April 2017 stellt die Galerie Schwind in Berlin zum ersten Mal Arbeiten des Leipziger Künstlers Jan Dörre (*1967) aus. Unter dem Titel „Vogelinsel“ werden elf Gemälde und sieben Aquarelle vereint.
Das Sujet des Künstlers ist immer wieder das Stilleben, dem er sich minutiös annähert und in jeglicher Konstellation und Farbigkeit widergibt. Auch diese Ausstellung widmet sich dem Stilleben, jedoch unterscheiden sich seine Bilder klar von den opulenten Arrangements der Niederländer des 17. Jahrhundert – nichtsdestoweniger sind sie symbolhaft und sinnlich. Ein immer wiederkehrendes Motiv in dieser Ausstellung ist der Vogel, der an eine Urform des Stillebens erinnert, nämlich das des antiken Malers Zeuxis. Wie der römische Chronist Plinius (23-79 n. Chr.) berichtete, malte dieser seine Trauben so echt, dass die Vögel angelockt wurden, um daran zu picken. Jan Dörre malt diese Vögel in seine Bilder hinein und lässt sie als stille Begleiter neben gefundenen Objekten, geöffneten Briefen aber auch kleinen Insekten auftreten. Den fein ausgearbeiteten Gegenstände und Tierchen auf seinen Bildern setzt Jan Dörre bei näherer Betrachtung jedoch einen deutlichen Pinselduktus und Farbauftrag gegenüber. Der Künstler macht damit deutlich, dass es hier um die Malerei geht, im Gegensatz zu der genausten Nachahmung der Natur im Barock. Dieser Gegensatz zwischen Naturtreue und malerischer Freiheit findet sich auch in den gemalten Symbolen. Lassen sich Gegenstände wie Kerzen, Bücher, Brot, Obst oder Briefe in einen festen ikonografischen Kanon einreihen, fallen dem Betrachter bei näherem Hinsehen auch hier Brüche auf – der leere Streifen Tabletten, das bei Jugendlichen so beliebte geknüpfte Armband oder eine mit Graffiti besprühte Mauer im Hintergrund sind klare Hinweise auf die heutige Zeit. Das gesprühte NO der Mauer formt mit einem kleinen Zettel an der Wand zusammen den Satz No respuesta, was übersetzt „keine Antwort“ heißt. Einige Antworten bleiben sicherlich auch in Jan Dörres Gemälden unbeantwortet, doch eröffnen seine gemalten Welten einen Einblick in ein sogleich bekanntes als auch befremdliches Universum.

Jan Dörre, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Malerei bei Prof. Sieghard Gille. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.

 

Vernissage: Freitag, 17. März 2017, 19:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Freitag, 17. März bis Montag, 27. März 2017 

zur Galerie Schwind

 

Bildunterschift: Jan Dörre, Kein Triumpf, 2016, Öl und Eitempera auf MDF, 45 x 60 cm

Ausstellungen Berliner Galerien: Jan Dörre – Galerie Schwind Berlin | ART at Berlin

 

 

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