post-title THROUGH THE LOOKING GLASS | Luisa Catucci Gallery | 01.02.-31.03.2021

THROUGH THE LOOKING GLASS | Luisa Catucci Gallery | 01.02.-31.03.2021

THROUGH THE LOOKING GLASS | Luisa Catucci Gallery | 01.02.-31.03.2021

THROUGH THE LOOKING GLASS | Luisa Catucci Gallery | 01.02.-31.03.2021

bis 31.03. | #2958ARTatBerlin | Luisa Catucci Gallery zeigt ab 1. Februar 2021 die Ausstellung THROUGH THE LOOKING GLASS, eine „sensationelle Shop Window Ausstellung“ in vier Etappen mit Werken der Künstler*innen Per Christian Brown, Boris Eldagsen, Eleonora Roaro und Mathilde Nardone.

Um Farbe und positive Energie zu den Nachbarn und in die Stadt zu bringen – und gleichzeitig zu zeigen, dass die Kunst nicht stehenbleibt – hat die Luisa Catucci Gallery sich dazu entschlossen THROUGH THE LOOKING GLASS // im Spiegelland zu eröffnen. In den Schaufenstern präsentiert die Galerie im Zwei-Wochen-Rhythmus eine Auswahl an Videos & Kunst von Per Christian Brown, Boris Eldagsen, Eleonora Roaro und Mathilde Nardone.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Throug the Looking Glass

1. – 14. Februar 2021:
Per Christian Brown | “Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden”

Browns Kunstwerk mit dem Titel „Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden“ ist ein kurzes Video, das aus Zeitrafferaufnahmen von flüssigen Farbpigmenten, die in Glastanks gegossen werden, sowie von Blumen besteht. So öffnet eine Blütenknospe langsam ihre Blütenblätter und präsentiert sich dabei in ihrer ganzen Schönheit.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Per Christian Brown
Per Christian Brown

Der Titel des Stücks ist einem bekannten Zitat aus J.W. Goethes Farbenlehre entnommen. Dieser greift die Idee auf, dass Farbe nicht nur Freude und Leben repräsentiert, sondern auch ein Element des Leidens und des Verfalls in sich trägt. Es besteht eine Dichotomie zwischen der Schönheit der Blume und der unbestreitbaren Tatsache, dass sie ihre bunte Pracht verlieren, verblassen und vergehen wird. Eine Dichotomie, die zum Nachdenken über Leben und Tod in der Natur und im Menschen anregt, und über die Tatsache, dass alles, auch wir Menschen, nur eine bestimmte Zeit hier auf der Erde hat.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Per Christian Brown 2
Per Christian Brown Composition in Orange and Black, The Ice Cave,2016, 65x80cm, C-print, Ed.5 2ap.

15. – 28. Februar 2021:
Eleonora Roaro | “Tulipomania”

5-Kanal-Video | 06’02″| 1920 x 1080 HD 16:9 | Edition 3 + AP|  2015
Ton © Massimiliano Viel

„Tulipomania“ ist eine Video-Installation, die sich auf eine Periode im niederländischen Goldenen Zeitalter bezieht, in der die Handelspreise für eine Tulpenzwiebel in die Höhe schnellten und dann plötzlich zusammenbrachen. Sie besteht aus fünf Videos (je 06’02“), die gleichzeitig auf fünf Monitoren laufen. Der Soundtrack von Massimiliano Viel, gespielt vom Icarus Ensemble, ist ein Remake des „Marche pour la cérémonie des Turcs“ von J. B. Lully.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Eleonora Roaro
Eleonora Roaro

Jedes Video zeigt eine Tulpe, die einen Transformationsprozess durchläuft, welcher ihren Ausgangszustand verändert. Diese Veränderung evoziert den Gedanken der Unbeständigkeit (mujo auf Japanisch) und vermittelt das Gefühl, dass alles veränderlich und vergänglich ist. Auf diese Weise wird die Tulpe von einem Symbol der ökonomischen Spekulation zu einer Allegorie jeder Wertzuschreibung und Illusion.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Eleonora Roaro 2
Eleonora Roaro, tulipomania

 

1. – 15. März 2021:
Mathilde Nardone | Floriographie, die Sprache der Blumen

Sag es mit Blumen. Mathilde Nardone verwendet die Floriografie – die Sprache der Blumen – nicht auf klassische Weise, aber dennoch nutzt sie sie, um über Themen zu sprechen, die nicht immer die einfachsten sind. Die Blumen, die sie in ihrer Kunst verwendet, erzählen immer eine Geschichte, die meist mit ihrem Lebensweg oder ihrer Familie zu tun hat, mit der Sehnsucht nach dem Themen Identität, Zugehörigkeit und Immigration. Themen, die immer aktuell sind, immer hart, immer reich an Polemik.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Mathilde Nardone
Mathilde Nardone

Über solch schwierige Themen zu sprechen, indem man ein solch heikles Thema verwendet, ist definitiv raffiniert und ziemlich überraschend für eine so junge Künstlerin. Es gibt Blitze und Reminiszenzen in ihren Kompositionen, die ein frühes Interesse an Kunst als Repräsentation des inneren Selbst zeigen. Aber die junge Künstlerin ist nicht auf der Suche nach der Vergangenheit, sie zieht es vor, das zu bewahren, was bleibt.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Mathilde Nardone-Remo 2019
Mathilde Nardone, Rémo photographie par scanner, 165 x 120 cm, 2019, Ed.3

16. – 31. März 2021:
Boris Eldagsen | “Into Outer Space”

Boris stellt durch seine Bilder die Idee einer einzigartigen Realität in Frage. Er erforscht das Multiversum des menschlichen Geistes, um das Unbewusste zu untersuchen und kommuniziert auf einer traumhaften Ebene durch die von ihm geschaffenen Bilder. Boris wird seine neuesten Videoproduktionen präsentieren, die hauptsächlich während der verschiedenen Lockdowns im Jahr 2020 entstanden sind.

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Boris Eldagsen
Boris Eldagsen

XMAS IN PLATO’S CAVE
A philosopher’s fever dream (2020)

Eine Bodenprojektion des Geistes in Zeiten der Pandemie.  Oder wie die Buddhisten es ausdrücken würden: Der Verstand ist ein Affe.
1-channel 4K video-installation, 08:32 mins loop, dimensions variable
Performer & Choreography: Susana Chamorro, Carlos Collado
Soundscape: Tanvir Taolad
Concept / Director / Camera / Light / Edit / Costume: Boris Eldagsen

Produziert von ‚Stadt findet Kunst‘ – eine Veranstaltungsreihe des Kulturamtes | Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf zur Förderung von künstlerischen Projekten im Stadtraum als Soforthilfe für Künstler, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

UNTYING (THE PAST FROM THE FUTURE)
A Posthuman Statement (2020)

Um das Trauma des sexuellen Missbrauchs zu überwinden, schlüpft die brasilianische Performerin Aun Helden in eine neue, nicht-binäre, alienartige Haut.

1-channel 4K video-installation, 06:34 mins loop, dimensions variable
Performance: Aun Helden (Brazil)
4K Video loop

PLASTIC FOREST
A Butoh Dance (2020)

2-Kanal-HD-Video-Installation, 10 Min. Loop, Maße variabel
Teil I [Before the Storm] [Vor dem Sturm]
Konzept: CoCo Katsura (Japan)
Kamera, Licht, Schnitt, Ton: Boris Eldagsen
Aufführung: Xinru Lee (China)

Teil I [After the Storm] [Nach dem Sturm]
Konzept: CoCo Katsura (Japan)
Kamera, Licht, Schnitt, Ton: Boris Eldagsen
Aufführung: Lisa Stertz (Deutschland)

THE MARRIAGE OF YAN & YING (Part I)
A sci-fi-genderbender trip to outer space (2018 -2020)

3-Kanal-HD-Video-Installation, 03:30 Min. Loop, Maße variabel
Aufführung: Kupalua (Brasilien)
Licht: Paulinho Fluxus von LabLUXZ_ (Brasilien) & Boris Eldagsen

ART at Berlin - Courtesy of Luisa Catucci Gallery - Boris Eldagsen 2
Boris Eldagsen, EXmas in Plato’s Cave 04

Vernissage: Montag, 1. Februar 2021

Ausstellungsdaten: Montag, 1. Februar bis MIttwoch, 31. März 2021, in vier Etappen (jeweilige Laufzeit siehe Beitrag)

Zur Galerie

 

 

Ausstellung THROUGH THE LOOKING GLASS – Luisa Catucci Gallery | Zeitgenössische Kunst Berlin Contemporary Art Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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