post-title Philipp Modersohn | The Selfish Shellfish | Guido W. Baudach | 16.09.-29.10.2022

Philipp Modersohn | The Selfish Shellfish | Guido W. Baudach | 16.09.-29.10.2022

Philipp Modersohn | The Selfish Shellfish | Guido W. Baudach | 16.09.-29.10.2022

Philipp Modersohn | The Selfish Shellfish | Guido W. Baudach | 16.09.-29.10.2022

bis 29.10. | #3625ARTatBerlin | Galerie Guido W. Baudach präsentiert ab 16. September 2022 die Ausstellung The Selfish Shellfish des Künstlers Philipp Modersohn.

where the inside is the outside
and the outside is the inside,
we decide to linger on,
we decide to outlast,
we decide to outlast.

when the rock is the body,
and the body is the rock,
we decide to multiply,
we decide to multiply,
we decide to multiply.

 

Die Galerie Guido W. Baudach freut sich, ihre vierte Einzelausstellung mit Philipp Modersohn zu präsentieren. Unter dem Titel The Selfish Shellfish werden ein gleichnamiger neuer Film und eine neue Skulptur des in Berlin lebenden Künstlers gezeigt.
Modersohns medial vielfältige Praxis lässt sich als poetische Anverwandlung natürlicher Prozesse von bisweilen erdgeschichtlicher Dimension begreifen, als künstlerischer Versuch eines experimentellen Dialogs mit unserer nicht-menschlichen Umwelt; ausgestattet mit subtilem Humor gepaart mit Selbstironie sowie einem ausgeprägten Sinn für die Schönheit des Provisorischen.

Der Film, welcher sich analoger wie digitaler Animationstechniken bedient, ist das fiktive Selbstporträt einer Seepocke. Das Leben dieses seit Urzeiten auf unserem Planeten anzutreffenden und weltweit verbreiteten Schalentiers beginnt als Larve, die frei durchs Meer schwimmt, ehe sie sich küstennah durch die Erzeugung eines Kalksteingehäuses an den Grund heftet, um dort für den Rest ihres Daseins zu verharren, Nahrung (Plankton) aus dem Wasser zu angeln und sich im Austausch mit Artgenossen, die in direkter Nachbarschaft angesiedelt sind, als Zwitterwesen in wechselseitiger Befruchtung fortzupflanzen.

The Selfish Shellfish evoziert in seinen Bildern Dynamiken der Gezeitenzone, des ständigen Wechsels von Trockenheit und Überflutung, Erstarrung und Beweglichkeit. Dabei werden Kategorien wie Ego, Körper, Zuhause oder auch ganz elementares Lebendigsein unablässig aufgeweicht und manifestieren sich gleichzeitig immer wieder neu.

Der Rhythmus des Films folgt einem barocken Lied, dessen Text Modersohn jedoch neu geschrieben und von einem klassischen Countertenor hat einsingen lassen und
dessen Klänge unter Verwendung der Gehäuse der Schaltentiere erzeugt wurden. In der Kürze und mit der Trotzigkeit manch eines guten Popsongs erzählt es aus der Perspektive einer Seepocke vom Leben ihrer Art.

Im Gegenlicht der Filmprojektion baumelt eine einzelne neue Skulptur des Künstlers von der Decke, ein eigentümlich geartetes Gebilde, das mit Glas, Beton und Silikon aus für Modersohn typischen Materialen gefertigt ist und als solches weniger auf die konkrete Erscheinungsform als vielmehr auf das eigentliche Wesen der Seepocke anzuspielen scheint. Locker um sich selbst kreisend hängt die Arbeit frei im Raum, ganz so, als würde sie entspannt im Wasser treiben.

Vernissage: Donnerstag 15 September 18:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Freitag, 16. September – Samstag, 29. Oktober 2022

Zur Galerie

 

 

Bildunterschrift Titel: Standbild aus Philipp Modersohn The Selfish Shellfish, 2022, HD-Video, 3:30 Min, Farbe, Ton

Ausstellung Philipp Modersohn – Galerie Guido W. Baudach | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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