post-title Nina Laaf | toucher doux | galerie burster | 12.06.-10.07.2021

Nina Laaf | toucher doux | galerie burster | 12.06.-10.07.2021

Nina Laaf | toucher doux | galerie burster | 12.06.-10.07.2021

Nina Laaf | toucher doux | galerie burster | 12.06.-10.07.2021

bis 10.07. | #3089ARTatBerlin | galerie burster berlin zeigt zurzeit die Ausstellung toucher doux mit Werken der Künstlerin Nina Laaf. Es ist die erste Einzelausstellung von Nina Laaf in der Galerie.

Nina Laaf befasst sich in ihrer Arbeit mit Strategien der Irritation, Verfremdung, der Kontextverschiebung und Infragestellung von Sehgewohnheiten. In ihrem künstlerischen Schaffen untersucht sie Materialbeschaffenheiten und deren Grenzen.

Zentrales Element der Ausstellung bildet die mehrteilige Skulptur Lamelle auf Rille, welche alltägliche Situationen und Bilder abstrahiert, in denen Schichtungen und Serialität auftauchen. Sie besteht aus einer cremeweiß lackierten Röhre mit Steckvorrichtungen, in die fünf passgenaue Platten eingeführt werden und dadurch zum Stehen kommen. Die durch Fräsung beschnittenen Flächen sind u.a. in nuancierten Lilatönen lackiert und unterscheiden sich sichtbar in ihrer Materialität (Glas, Lochblech, lackiertes Metall) und Formgestalt. Durch ihre rhythmische Anordnung und Modularität erzeugen die Platten bewusst gesetzte Reflexionsspiele und stehen in einem gegenseitigen Behauptungsdialog. Assoziationen schwanken zwischen einer raumgestalterischen Beschaffenheit, die sich auf ihr direktes Umfeld bezieht, und einer vor allem ästhetischen Rezeption.

ART at Berlin - Courtesy of Galerie burster berlin - Nina Laaf
Nina Laaf, Lamelle auf Rille, 2021, aluminium, acrylic, lacquer, plexiglas, 200 x 300 x 110 cm

Dass hybride Materialzusammenführungen im Fokus ihrer Arbeit stehen, zeigt sich auch in Nina Laafs Serie Circles, in der ein Miteinander zweier Materialien (Gips, Metall) mit konträren Eigenschaften stattfindet.
Große, handgefertigte Gipsringe werden durch individuelle Metallkonstruktionen getragen, die sich in unterschiedlichen Formen an den Ring schmiegen und ihn gleichzeitig an der Wand fixieren. Reduziert zweifarbig und bei aller Ähnlichkeit doch vielgestaltig, versammeln sie sich zu einem wachsenden Kosmos von „Begleitmonden“. Circles basiert auf dem Kreis als totale Form, erscheint als Wandobjekt und trägt die Namen verschiedener Monde. Die siebente Arbeit der Serie ist Calypso (oder Saturn XIV), der siebzehnte und einer der kleineren Monde des Planeten Saturn. In der griechischen Mythologie ist Calypso (griechisch Καλυψώ „versteckt“ oder auch „Versteckerin“) eine Meernymphe und Göttin, die auf der sonst unbewohnten Insel Ogygia lebt.

Sanft und überraschend, manchmal fast ironisch, berühren sich in toucher doux eben nicht nur Materialien, sondern auch Außen- und Innenraum, griechische Mythologie und zeitgenössische Abstraktion. Diese Berührungspunkte sind es, die Nina Laafs Materialgegenüberstellungen für uns erfahrbar und vor allem nahbar machen.

Nina Laaf (*1977 in Hilden, Deutschland) studierte von 2010 bis 2017 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Silvia Bächli, Prof. John Bock und Prof. Ulla von Brandenburg und absolvierte ihr Meisterstudium bei Prof. Harald Klingelhöller. 2018 erhält die Künstlerin den Hanna Nagel Preis Karlsruhe und war 2019 Stipendiatin an der Cité Internationale Des Arts Paris. Nina Laaf lebt und arbeitet in Karlsruhe.

Ausstellungsdaten: Samstag, 12. Juni – Samstag, 10. Juli 2021

Zur Galerie

 

 

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