post-title Marking Territory | Gruppenausstellung | re|space gallery | 02.02.-18.03.2021 – verlängert bis 01.05.2021

Marking Territory | Gruppenausstellung | re|space gallery | 02.02.-18.03.2021 – verlängert bis 01.05.2021

Marking Territory | Gruppenausstellung | re|space gallery | 02.02.-18.03.2021 – verlängert bis 01.05.2021

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bis 01.05. | #2945ARTatBerlin | re|space gallery präsentiert ab 2. Februar 2021 die Ausstellung Marking Territory, eine Gruppenausstellung mit jungen und etablierten Illustratoren. Die Ausstellung legt die Spannbreite der zeitgenössischen Illustration dar.

Gezeigt werden Arbeiten folgender Künstler*innen:

Juliana Toro, Daniel Stolle, Leo Kaplan, Sebastian Kelemer, Aline Schwibbe, Malou Großklaus, Ofra Amit, Yves Haltner, Dayeon Auh, Leonie Behrens, Jiang Ailun, Paula Krause, Olga Bankova, Emily Brockmann, Georgi Senchenko, Karen Exner, Rojo & Kreß, Anna Dokuchaeva, Sina Metzkow, Maxim Kriukov, Leonardo Alessandro Alliata, Alexander Daniloff, Maria Chepisheva, Sophie Lazari.

Marking Territory

Illustration ist wohl eines der zugänglichsten Bereiche der zeitgenössischen Kunst. Ob in Form der Buchillustration, als Designmedium oder als Zeichnung im eigenen Notizbuch, ist wohl der Großteil der Gesellschaft mit der Illustration bekannt. Diese Allgegenwärtigkeit der Illustration dient nicht der Minderung dessen Wertes, sondern beweist die Stärke des Formats als Ausdrucksform. Illustration ist allerdings weit mehr als Alltag, im Kontext der bildenden Kunst kann Illustration über dessen Funktion als begleitendes Bildmaterial hinauswachsen und sich als alleinstehendes Werk behaupten.

Dieses herauswachsen ist eine ausschlaggebende Eigenschaft der zeitgenössischen Illustration da sie sich nicht mehr scheut die einstigen Grenzen des Genres zu überschreiten. Aus diesem Grund beschrieb John O’Reilly in seiner Einleitung zu Illusive 4: Contemporary Illustration (2015), Illustratoren als Flaneure im Sinne Baudelaires. (1) Wie ein Flaneur, wandern Illustratoren wagemutig und dennoch selbstbewusst an und oftmals auch über die Grenzen deren Genres. Dieses ertasten neuer Möglichkeiten geschieht nicht willkürlich sondern im Sinne der zeitgemäßen Entwicklung der Illustration. In unserem sowieso fluiden Zeitalter in dem Zeitschriften auch digital gelesen werden, dann kurz die E-Mails überprüft, welches dann durch einen Pop-Up kurzzeitig unterbrochen wird, ist es der Illustration möglich auf diverse Art und Weise an den Betrachter zu kommen. O’Reilly schlägt den Terminus ‘image making’ als Alternative zu Illustration vor da es diese breite Nutzung der Illustration besser erläutert. Image Making kann “abstrakt und figurativ, statisch und mobil, ein Bild und ein Objekt sein”. (2)

In diesem Sinne, wird Illustration in der Ausstellung Marking Territory als ein sich erweiterndes Genre verstanden und dargelegt. Die Spannbreite an Stilen, Medien, Formaten und Materialien erweitert das Verständnis der Illustration. Von übergoßen Digitaldrucken hin zu klein-formatigen Zeichnungen wird dem Besucher der immense Umfang des Genres vorgeführt. Auch klassische Illustration in Form der Buchillustration wie bei den Originalen Ofra Amits oder Leo Kaplans sind vorhanden. Darüber hinaus, allerdings, wird auch das Buch von Karen Exner präsentiert welches allein durch Illustration fungiert. Die Skulptur eines Minotaurus von Paula Krause, welche mit ihrem Gemälde interagiert, leitet die Deutung der Illustration dieser Ausstellung in die dritte Dimension.

Die Illustratoren dieser Ausstellung reichen von etabliert bis jung und aufstrebend. Der Unterschied im Alter und in der Erfahrung, ist allerdings nicht als Disparität in der Qualität zu erkennen. Die Gegenüberstellung des sogenannten ‘Alten’ und ‘Neuen’ ist eher fluide als linear. Die aufstrebende Illustration heute, löst sich nicht von ihrem Fundament sondern baut darauf und erprobt neue Höhen und Formen. Die aufstrebenden Illustratoren dieser Ausstellung wenden ein breites Spektrum an Medien an, welche von Bleistift, Kugelschreiber und Farbe über digitale Zeichnungen, Risographie bis zu Bildhauerei reichen. Somit legen die Werke der Ausstellung Marking Territory ein durchaus weitreichendes aber nicht ausschließendes Bild der zeitgenössischen Illustration dar.

Der Titel Marking Territory weist auf die expansive Entwicklung der zeitgenössischen Illustration im Bereich der bildenden Kunst hin. Neues Territorium zu erkunden, neue Gebiete zu entdecken und förmlich mit dem Bleistift, Pinsel, Kugelschreiber oder gar Meißel zu markieren bedeutet die Grenzen des Genres zu durchbrechen und der Kreativität freien Lauf zu geben.

(1) John O’Reilly, Illusive 4: Contemporary Illustration (Berlin: Die Gestalten Verlag, 2015), 2.
(2) Ibid.

Vernissage: (wird noch bekannt gegeben)

Ausstellungsdaten: Dienstag, 2. Februar bis Donnerstag, 18. März 2021 – ACHTUNG: verlängert bis Samstag, 1. Mai 2021

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Bildunterschrift: Ausstellungsansicht Marking Territory, re|space gallery, Foto: ART@Berlin

Ausstellung Marking Territory – re|space gallery | Contemporary Art Berlin Zeitgenössische Kunst Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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