post-title Marina Herrmann + Robert Indiana | Marina meets Robert | hilleckes probst galerie | 24.04.-12.06.2021 – verlängert bis 07.08.2021

Marina Herrmann + Robert Indiana | Marina meets Robert | hilleckes probst galerie | 24.04.-12.06.2021 – verlängert bis 07.08.2021

Marina Herrmann + Robert Indiana | Marina meets Robert | hilleckes probst galerie | 24.04.-12.06.2021 – verlängert bis 07.08.2021

Marina Herrmann + Robert Indiana | Marina meets Robert | hilleckes probst galerie | 24.04.-12.06.2021 – verlängert bis 07.08.2021

bis 07.08. | #3002ARTatBerlin | hilleckes probst galerie zeigt ab 24. April 2021 die Ausstellung „Marina meets Robert – an artist liaison“ mit Arbeiten der Künstlerin Marina Herrmann, begleitet durch Arbeiten des Pop-Art Künstlers Robert Indiana. 

„Marina meets Robert – an art liaison“: frei nach dem klassischen ‚boy meets girl‘ Genre der Hollywoodfilme. „We proudly present.“ Als da wären eine spektakuläre transparente Würfelskulptur, mit der Marina Herrmann die berühmten Skulpturen Robert Indianas „ONE through ZERO“ auf berückende Art neu (er)findet. Counterpart und weiteres prominentes Stück der Ausstellung gibt ein kleines Love von Robert Indiana, und weitere Exponate, die in Kooperation mit der Galerie Klaus Benden in Köln und der Galerie Hafenrichter aus Nürnberg ihren Weg nach Berlin gefunden haben. Ansonsten steht die Ausstellung Herrmanns ganz im Zeichen der Transparenz, wie die faszinierende Deckeninstallation „Zeitbrücke“ mit ihren farbigen Acrylglasinseln. Marina Herrmann besticht mit einem enormen Gespür für Feinheiten und Unsichtbares, während die Werke des Altmeisters der Pop Art die Grundlage der Herrmannschen Inspiration bilden. Was für ein gelungenes Tête-à-Tête!

ART at Berlin - Courtesy of hilleckes probst galerie - Marina Herrmann - 2021-1
Marina Herrmann, Würfel 5 + 8, 3852-Ziffer 3 + 8, 2021,
Glas und Edelstahl,
Gesamt 110 x 50 x 50 cm

„Marina and Robert – an art liason“ – sichtbar wird die titelgebende Verbundenheit zwischen Marina Herrmann und Robert Indiana für den Ausstellungsbesucher durch eine transparente Glaswürfelskulptur. Mit dieser stellt Marina Herrmann Robert Indianas Skulpturen „ONE through ZERO“ auf eine neue Stufe. Die Zahl Null auf der nach oben gewandten Seite der Würfelskulptur stellt die Fortentwicklung der Zahlenreihe von 1 bis 9 von Robert Indiana dar, die vor den Schaufenstern der Banken des Londoner Financial Districts zu finden ist. Bei genauerem Hinsehen präsentieren sich dem Betrachter, wenn er sich durch die immer noch greifbareren und mächtigeren Zahlen des Würfels nicht ablenken lässt, fotografische Aufnahmen von Spiegelungen in Fensterscheiben. Man stellt sich vor, selbst vor den Schaufenstern der Banken des Financial Districts von London neben den Zahlenskulpturen Indianas zu stehen und auf die Reflexionen in den Fenstern zu schauen.

Würfel 5+8

„Die Künstler der Pop Art haben meinen Blick geprägt. Die Pop Art, und mit Ihr auch Robert India, sind für mich untrennbar mit meiner Kindheit in Köln und der Sammlung Ludwig verbunden. Heute weiss ich was mich dort als Kind faszinierte: die Präsenz der Farben, deren sprühender Optimismus, die Vielfältigkeit der Materialien, der Spass am Experiment und Spiel, sowie der Mut den Alltag als etwas Grosses, Allgegenwärtiges aber auch Poetisches zu verbildlichen.

In New York, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, begegnete ich dann den Werken von Robert Indiana und Andy Warhol auf unvermutete Weise: in den Foyers der Banken rund um den Times Square. In den Spiegelungen der Fensterscheiben des Kommerz verweben sich Robert Indianas „Love“ und Andy Warhol „Flowers“ mit den flanierenden Menschen zu einer neuen Präsenz.

Robert Indianas Arbeit „ONE through ZERO“ im Londoner Financial District, 2014, hat mich ebenfalls unglaublich berührt. Hier sind die Skulpturen im Aussenraum platziert und dringen in den Raum der Banken ein. Gut bewacht von strengen Portiers, die die Polizei rufen wollten, weil ich die Spiegelungen in den Fensterscheiben fotografiert habe. Die Skulpturen ergreifen regelrecht Besitz von den Tempeln des Kapitals. Die Zahlen erscheinen mir hier als Ironie auf den Wert des Geldes. Der Gedanke von Glück und Zufall war nicht soweit weg und so entstand die Idee einen Würfel zu entwickeln, der die Zahlen zeigt, die Skulpturen in den Spiegelungen der Banken, der uns selber wieder spiegelt, die Zahlen spiegelt und auf oben drauf noch eine Null hat, die das ganze Spiel vielleicht wieder ad absurdum führt.“

– Marina Herrmann

ART at Berlin - Courtesy of hilleckes probst galerie - Marina Herrmann - 2021 - 2
Marina Herrmann, Würfel 5 + 8, 2021, Glas und Edelstahl, Gesamt 110 x 50 x 50 cm

„Alea iacta est“, heißt es beim Feldherrn und Staatsmann Julius Cäsar. Auch für Marina Herrmann und damit auch für den Betrachter, der beim Anblick ihrer Cubi gefühlt als Observierer fungiert, sind die Würfel definitiv gefallen. Wie ein Spion beschafft und erlangt der vor dem Kubus stehende Ausstellungsbesucher „scheinbar absichtlich geheim gehaltene Informationen“ beim Anblick des Würfels von Marina Herrmann: Sei es beispielsweise das Entdecken der fotografischen Aufnahmen von Spiegelungen in den Fensterscheiben auf den Würfelseiten oder das Observieren der anderen sich neben einem befindenden Ausstellungsgäste durch das Plexiglas des Würfels, immer offenbart sich Ungeahntes. Der Ausspruch von Marina Herrmann, der das Ende eines Statements von ihr zu ihren Würfeln schmückt, hätte treffender nicht von ihr formuliert werden können: „Viel Spaß damit!“

Ausstellungsdaten: Samstag, 24. April – Samstag, 12. Juni 2021 – ACHTUNG: verlängert bis Samstag, 7. August 2021!

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