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 Gennari | Greetings From the Moon | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

Francesco
 Gennari | Greetings From the Moon | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

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 Gennari | Greetings From the Moon | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

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 Gennari | Greetings From the Moon | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

bis 14.04. | #1918ARTatBerlin | Esther Schipper zeigt derzeit eine Ausstellung des Künstlers Francesco
 Gennari .

Esther Schipper freut sich, mit Greetings From the Moon die erste Einzelausstellung von Francesco
 Gennari mit der Galerie anzukündigen. Für den italienischen Künstler stellt jede seiner Ausstellungen eine metaphysische Landschaft seiner eigenen Sensibilität und Emotionen dar, die seine Vision der Welt, und sich in ihr, offenbart. Der Künstler, der oft in seinem Alltag Inspiration findet – seine Lieblingskleidungsstücke, wie zum Beispiel das bestimmte Modell eines weißen Hemdes, das er jeden Tag trägt, sind Themen seiner Arbeiten – sieht in der Beobachtung des Gewöhnlichen die Möglichkeit zur Darstellung von etwas Universellem.

In Greetings From the Moon präsentiert Gennari vier Skulpturen, die in einer Konstellation organisiert sind,
in dessen Zentrum sich eine neue Iteration seiner emblematischen Installation La degenerazione di Parsifal (Natività) / Die Degeneration des Parsifal (Geburt Christi) beendet. Erstmals 2005 in einem quadratischen Format konzipiert, besteht die achteckige Installation aus acht Platten rostfreien Stahls, die mit Klammern zusammengehalten werden und circa 80 kg Mehl, welches eine Anzahl von Schmetterlingseiern enthält, einschließen. Im Ausstellungsraum installiert, werden die Klammern geö net, die Platten vorsichtig entfernt und auf dem Boden um das anfänglich makellose Oktagon aus Mehl herum aufgestellt. Mit der Zeit wird das Mehl von Schwerkraft und Entropie beein usst und beginnt zu zerfallen, indem in kleinerem Maßstab Kräfte, reproduziert werden, die auch in der Natur wirken. Gleichzeitig mit diesem Prozess des Zerfallens, werden die Eier schlüpfen und möglicherweise kleine Schmetterlinge entstehen. Gennari betrachtet La degenerazione di Parsifal (Natività) als Gesamtkunstwerk, als Metapher für Leben und Tod, in welchem der Künstler selbst als Demiurg agiert – als Schöpfer und Zerstörer – der über die Verwandlung und das Werden aller Dinge entscheidet.

Um La degenerazione di Parsifal (Natività) herum hat Gennari drei formal minimalistische Skulpturen
auf dem Boden platziert. Sempre io / Always Me (2017) besteht aus zwei langen Metallstäben, die aneinandergereiht sind. Obwohl sie aus der gleichen Legierung hergestellt wurden, sind beide mit unterschiedlichen Goldtönen vergoldet: Gelb und Zitrone. Ein unregelmäßiger Kreis aus grünem Murano Glas (Mi sento quasi… / I Almost Feel Like…, 2017), sowie ein Bronzeguss des Lieblingshemdes des Künstlers (Come una farfalla / Like a Butterfly, 2018) vervollständigen die Ausstellungslandschaft, und scha en eine Art Ensemble metaphorischer Selbstporträts. Als zentrales Thema in Gennaris Werk, beziehen sich die Selbstporträts des Künstlers zuweilen auf sein physisches Wesen, während andere eher auf seinen psychischen Zustand verweisen.

Mit Greetings From the Moon thematisiert Gennari Ideen von Dualität (Sempre io) und emotionaler Instabilität (Mi sento quasi…), sowie seinen Wunsch, der Realität durch den Akt des Träumens zu ent iehen
– indem er sein Hemd nachts auszieht, gleich einem Schmetterling der sich von seinem Kokon (Come una farfalla) befreit – und stellt sich selbst in den Mittelpunkt einer Kosmogonie, die nach seinem Bild geschaffen ist.

Francesco Gennari wurde 1973 im italienischen Fano geboren. Er lebt und arbeitet in Pesaro und Mailand. Der Künstler wurde 2009 mit dem ACACIA-Preis für zeitgenössische Kunst ausgezeichnet.

Gennaris künstlerische Praxis basiert auf minimalen formalen Merkmalen und einem metaphysischen Ansatz. Sein Werk schöpft aus einem Vokabular von immer wiederkehrenden Formen und unterschiedlichen Materialien, sowohl mineralischen als auch organischen–Murano-Glas, Bronze, Gold, Marmor, aber auch Mehl, Schmetterlinge, Gin–die nicht wegen ihrer äußeren Erscheinung, sondern wegen ihrer Eigenheiten ausgewählt wurden. Ihr scheinbar sachlicher Aspekt steht im Gegensatz zu der Verbundenheit des Künstlers mit den Ideen von Sensibilität und Poesie, die hinter der Erfahrung des Seins in dieser Welt stehen.

Auswahl Einzelausstellungen: Transcript, Galerie Stadtpark, Krems (2016); Francesco Gennari, Galleria Civica d’Arte Moderna, Turin (2015); Francesco Gennari, Museo Marino Marini, Florence (2014); Picture this! Francesco Gennari, Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle (2009), and Francesco Gennari, Musée d’art moderne et contemporain de Saint-Etienne Métropole, Saint-Etienne (2008).

Ausstellungsdaten: Freitag, 16. März bis Samstag, 14. April 2018

Zu Esther Schipper

 

Bildunterschrift: Francesco Gennari, La degenerazione di Parsifal (Natività) / The Degeneration of Parsifal (Nativity), 2017, Photo © Francesco Gennari

Ausstellung Francesco Gennari – Esther Schipper – Contemporary Art Kunst in Berlin | ART at Berlin

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