post-title Ceal Floyer | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

Ceal Floyer | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

Ceal Floyer | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

Ceal Floyer | Esther Schipper | 16.03.-14.04.2018

bis 14.04. | #1917ARTatBerlin | Esther Schipper zeigt momentan eine Ausstellung der Künstlerin Ceal Floyer.

Esther Schipper freut sich, Ceal Floyers fünfte Einzelausstellung mit der Galerie anzukündigen. Die Ausstellung umfasst neue Werke. Gezeigt werden drei Skulpturen, eine Fotoarbeit und eine Audioarbeit.

Ceal Floyers Oeuvre, das in den letzten Jahren Gegenstand einer Reihe bedeutender institutioneller Einzelpräsentationen war, zeichnet sich vor allem durch eine ganz eigene Stimme aus: Ihre Werke strahlen eine zurückhaltende, aber starke Präsenz aus und sprechen uns mit Verspieltheit und mit Tiefe an. Kleine Veränderungen an gefundenen Objekten, meist aus Alltagserfahrungen vertraut, führen zu überraschenden Interventionen, die das Bewusstsein für unsere Umgebung schärfen. Häu g mischt die Künstlerin visuelle und sprachliche Bezüge und kombiniert semantische Ebenen auf verwirrende und humorvolle Weise. Ihr Werk erreicht einen zutiefst paradoxen Zustand: federleichte Gravitas.

Als zentraler Marker fungiert Greener Grass: die Arbeit choreographiert die Erfahrung des Ausstellungsraumes und lädt den Besucher zum Betreten ein: Eine weite Gras äche, auf einem niedrigen Podest, strahlt eine große Leichtigkeit aus. Es geht nicht um Wirklichkeitsnähe, sondern um einen Akt des Glaubens: Während Besucher um die Grün äche herumgehen, werden sie ihre Wahrnehmung hinterfragen—ist das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner?Die Arbeit nimmt natürlich das englische Sprichwort beim Wort und zeigt gleich beide Seiten in einer Fläche. Vom Eingang aus sehen wir ein Grün, von innen ist das Grün ein anderes—aber ist es grüner?  In einer kleinen an der Wand befestigten Vitrine be ndet sich 150 cm: Ein Standardmaßband, das in einzelne Zentimeterabschnitte geschnitten wurde. Wenn man den Titel wörtlich nimmt, enthält die Vitrine 150 Zentimeter.

Die Entfernung seiner Funktionalität von einem Objekt durch die Ausführung seiner wörtlichen Funktion ist auch der Ausgangspunkt für Slinky: In seiner natürlichen physischen Form, kann sich das Spielzeug nicht mehr bewegen, die Möglichkeit des Momentums ist aufgehoben. Ähnlich wie ihre Skulpturen stellen Floyers Fotografien oft visuelle und sprachliche Wortspiele dar. Mit der Darstellung eines umgedrehten Regenschirms mit Wasser gefüllt, verwendet Umbrella auf den ersten Blick eine einfache Umkehrung der Funktion. Von einem konvexen Schild, das zum Himmel zeigt, um seinen Träger vor dem Regen zu schützen, hat sich die charakteristische Form in ein Gefäß verwandelt.

Die neue Audioarbeit Slide, die zunächst an eine minimalistische Skulptur erinnert, verbindet zwei Soundbars mit gefundenen akustischen Repräsentationen, den auditiven Äquivalenten räumlicher Bewegung. Ihre Audioarbeiten, die ein wesentliches Element des Oeuvres der Künstlerin darstellen, können abstrakt und konkret sein, wie viele von Floyers Arbeiten, die wie eine konzeptuelle Synkopierung agieren: wie angewurzelt halten wir mitten in der Bewegung inne.

Ceal Floyer wurde 1968 geboren. Sie studierte am Goldsmiths College, University of London. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
Floyer wurde 2006 für den Nam June Paik Award und 2007 für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin nominiert. Auswahl Einzelausstellungen: Ceal Floyer, Aspen Art Museum, Aspen (2016); On Occasion, Aargauer Kunsthaus, Aarau (2016); Ceal Floyer, Kunstmuseum Bonn (2015); Ceal Floyer, Museion, Bolzano (2014); Ceal Floyer, Kabinett für Aktuelle Kunst, Bremerhaven (2013); Things, Project Arts Centre, Dublin (2011); Works on Paper, CCA, Tel Aviv (2011); Ceal Floyer, DHC/ART, Montreal (2011); Auto Focus, Museum of Modern Art (MOCA), North Miami (2010); Ceal Floyer, KW Institute For Contemporary Art, Berlin (2009), und Gakona, Palais De Tokyo, Paris (2009). Floyer nahm an der Manifesta 11 in Zürich (2016), dOCUMENTA (13) in Kassel (2012), und der 53. Venedig Biennale (2009) teil.

Ausstellungsdaten: Freitag, 16. März bis Samstag, 14. April 2018

Zu Esther Schipper

 

Bildunterschrift: Ceal Floyer, Umbrella, 2018, Photo © Ceal Floyer

Ausstellung Ceal Floyer – Esther Schipper – Contemporary Art Kunst in Berlin | ART at Berlin

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