bis 24.10. | #5162ARTatBerlin | Galerie Guido W. Baudach zeigt ab Freitag,11. September 2026 (Vernissage: 10.09.) die Ausstellung SECOND ECHO des Künstlers Andy Hope 1930.
Ein großes mattschwarzes Oval – Sequel der beiden Roswell Saucers (1997) – strahlt als Icon aus der oberen Ecke in die diagonale Achse des Raums (Time Machine, 2017). Im 3. und letzten Raum der Galerie, vom 2. Raum nur 1 Stufe weit und doch um Lichtjahre entfernt, bündeln sich die Arbeiten zu einem Gravitationsfeld. Patterns wie Partikel, Quantenformationen, Verwerfungen, Verklumpungen und Black Holes bilden dabei eine zusammenhängende Struktur.
SECOND ECHO, benannt nach einer Bildserie, die seit 2010 immer mal wieder auftauchte, bringt Arbeiten aus rund 30 Jahren zusammen. Obgleich teils unverbunden voneinander entstanden, liegen ihnen gemeinsame Ideen zugrunde – wie etwa Suprematismus und die Science-Fiction. Schon in meiner ersten Schau bei der Galerie Guido W. Baudach, damals noch in den Räumen der Maschenmode (4. – 22. September 2001), tauchten auf Bildern schwarze Segel auf, die mit der Sprache des Konstruktivismus verwandt waren. Diese Praxis schreibt sich bis heute weiter fort – etwa in Myth of the Near Future I and II (2017) oder in der Skulptur Area of Approximate Time (2017).
Einer Grammatik des Leerraums folgen die schwarzen Linien und Anordnungen in Second Echo X (2026), die Bewegung oder vielleicht Druckwellen beschreiben und imstande sind, sich lautlos im leeren Raum fortzubewegen.
Die oft pastos gespachtelten Untergründe der Untitled Sequences (2026) wirken massiv, um nicht zu sagen massereich. Die mit leichter Farbe auf Leinwand oder Canvas-Board gesprayten, komponiert wirkenden Formationen folgen teils wissenschaftlichen Vorlagen, teils intuitiven Abkürzungen. Andere Bezüge sind die minimalistische Malerei der 60er Jahre. Das Bild ist Folgendes: Die gesprühten Punkte erzeugen einen Unschärferaum, der sich an den Bildrändern wieder fokussieren lässt, ähnlich einem Messsucher.
#believe – A Space Philosophy VI (2018) und Caravan (2020) sind in ihrer Weltraummagie miteinander verwandt. Kosmische Ereignisse verknüpfen sich mit hybriden Lebensformen, die sich langsam, mit unbekanntem Ziel aus der Bildfläche herausbewegen.
Andy Hope 1930
Die Galerie Guido W. Baudach präsentiert im Rahmen der diesjährigen Berlin Art Week die Ausstellung „SECOND ECHO“ von Andy Hope 1930. „SECOND ECHO“ ist die neunte Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie. Die erste, *Down the Hollywood Line*, fand vor genau 25 Jahren im September 2001 statt und war zugleich die erste Ausstellung, die der ehemalige Projektraum Maschenmode unter seinem neuen Namen als kommerzielle Galerie veranstaltete. *SECOND ECHO* markiert somit ein doppeltes Jubiläum: 25 Jahre Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und der Galerie sowie 25 Jahre Galerie Guido W. Baudach.
Vernissage: Donnerstag, 10. September 2026, am 18 Uhr
Ausstellungsdaten: Freitag, 11. September bis Samstag, 24. Oktober 2026
Sonderöffnungszeiten (Berlin Art Week): Sonntag, 13. September 2026, 12 – 18 Uhr
Zur Galerie
Bildunterschrift Titel: Andy Hope 1930, 4 WAY MIX, 2017, acrylic on used cardboard box, 25 x 20 x 18 cm, photo: Andy Hope 1930
Ausstellung Andy Hope 1930 – Galerie Guido W. Baudach | Contemporary Art – Kunst in Berlin | Ausstellungen Berlin Galerien – ART at Berlin
