post-title Yeşim Akdeniz | But first you must learn how to smile as you kill. | Galerie Jochen Hempel | 15.09.–21.10.2017

Yeşim Akdeniz | But first you must learn how to smile as you kill. | Galerie Jochen Hempel | 15.09.–21.10.2017

Yeşim Akdeniz | But first you must learn how to smile as you kill. | Galerie Jochen Hempel | 15.09.–21.10.2017

Yeşim Akdeniz | But first you must learn how to smile as you kill. | Galerie Jochen Hempel | 15.09.–21.10.2017

bis 21.10. | #1580ARTatBerlin | Galerie Jochen Hempel präsentiert ab dem 15. September 2017 die Ausstellung „But first you must learn how to smile as you kill.“ der Künstlerin Yeşim Akdeniz.

Die 1978 in der Türkei geborene Künstlerin zitiert eine Zeile aus dem Song ‚Working class hero‘ von John Lennon und knüpft mit Ihrem künstlerischen Werk ein Stück weit an den gesellschaftskritischen Ton des Songs an. Thematisierte John Lennon noch die Misere der ausgebeuteten Arbeiterklasse, so vertieft sich Yeşim Akdeniz hingegen in den Genderdiskurs und die daraus resultierenden Problematiken innerhalb der Gesellschaft und ihren Umgang mit diesen Themen.

Für den aktuell gezeigten Werkzyklus wurde Akdeniz im Besonderen von der Geschichte des E-1027 Hauses, erbaut von der Architektin Eileen Gray, inspiriert. Diese wurde als Initiatorin und Architektin des Bauprojektes zu Lebzeiten nie anerkannt und stand immer im Schatten der einflussreichen, vorherrschenden männlichen Kollegen. So kam es, dass Le Corbusier, der engen Kontakt zu Eileen Gray pflegte und des Öfteren in der von ihr geplanten und erbauten Villa zu Besuch war, eines Tages in ihrer Abwesenheit die weißen Wände des Hauses mit sechs übergroßen, kubistischen Wandbildern versah, um auch sich selbst in dieser architektonischen Meisterleistung verewigt zu haben. Es wird vermutet, dass Gray niemals ihre Zustimmung für diesen künstlerischen Akt gegeben hatte und sehr erbost war über das respektlose, missachtende Verhalten des befreundeten Künstlers. Danach trennten sich ihre Wege.

Yeşim Akdeniz greift die Geschichte in einem Ihrer Werke wieder auf und zeigt eines der von Le Corbusier gemalten Wandgemälde, integriert in das Interieur einer ihrer Malereien. Fast scheint sie die brachialen Malereien bannen zu wollen, zu degradieren. Die männliche Macht regulieren zu wollen. Auch in den weiteren Werken greift die Künstlerin immer wieder symbolträchtige Objekte und Bilder auf, um diese im Folgenden zu isolieren und in neu geschaffenen Zusammenhängen zu arrangieren. Bisherige Inhalte und Bedeutungen scheinen sich aufzulösen, meist auch umzukehren.

Die auf diese Weise entstehenden surrealen Arrangements beinhalten ihre ganz eigenen inhaltlichen Verweise. Auch die glatten Oberflächen der Objekte, sowie die pastellige Farbwahl eröffnen dem Betrachter eine ganz eigene Realität der Dinge, die zunächst nicht in Frage gestellt werden kann. Die bewusste Wahl von allgemein bekannten Designobjekten, architektonischen Räumen, inhaltlich aufgeladenen, stereotypischen Figuren und Landschaften als Hauptbestandteile ihrer Malereien schaffen eine Art Bühne. Der Betrachter als Zuschauer identifiziert sich mit den altbekannten Motiven, die ebenfalls wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität sind und sieht sich auf diese Weise ganz persönlich konfrontiert mit den von Akdeniz geschaffenen Bildwelten.

Auf diese Weise gelingt es Yeşim Akdeniz sich sowohl in gesellschaftskritischen Diskursen als auch politischen Geschehnissen mit ihren Werken zu positionieren, ohne direkten Einfluss nehmen zu wollen. Der Ausdruck ihrer Werke ist eher ein Subtiler, geheimnisvoller, daher aber umso gewaltiger.

Vernissage: Freitag, 15. September 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 15. September bis Samstag, 21. Oktober 2017

Zur Galerie Jochen Hempel

 

Bildunterschrift: Yeşim Akdeniz, The Painting, 170 x 145 cm, oil on canvas, 2017

Ausstellung: Yeşim Akdeniz – But first you must learn how to smile as you kill. – Galerie Jochen Hempel | Contemporary Art – Kunst in Berlin – ART at Berlin 

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