post-title Unentrinnbar. Der Bauhäusler Fritz Kuhr | Salongalerie Die Möwe | 07.03.-01.06.2019

Unentrinnbar. Der Bauhäusler Fritz Kuhr | Salongalerie Die Möwe | 07.03.-01.06.2019

Unentrinnbar. Der Bauhäusler Fritz Kuhr | Salongalerie Die Möwe | 07.03.-01.06.2019

Unentrinnbar. Der Bauhäusler Fritz Kuhr | Salongalerie Die Möwe | 07.03.-01.06.2019

bis 01.06. | #2362ARTatBerlin | Salongalerie Die Möwe zeigt ab 7. März 2019 die Ausstellung Unentrinnbar. Der Bauhäusler Fritz Kuhr.

Mit unserer Ausstellung zum Künstler Fritz Kuhr (1899-1975) erinnern wir an die Gründung des Staatlichen Bauhauses vor einhundert Jahren in Weimar. Als Wegbereiterin, Talentschmiede und Heimstatt der Moderne war das Bauhaus im jungen 20. Jahrhundert ein Ort der Innovation. An dieser einflussreichen Schule für Kunst und Gestaltung studierte und lehrte Fritz Kuhr von 1924 bis 1930. Sein künstlerisches Schaffen wurde insbesondere von seinem Lehrer Paul Klee geprägt.

ART at Berlin - Courtey of Salongalerie Die Möwe - Fritz Kuhr 1953
Fritz Kuhr, Studie des Kükens, 1953, Öl auf Presspappe, 36 x 45 cm

Unsere Präsentation verweist auf den kreativen Geist des Bauhauses, der auch nach dem Zweiten Weltkrieg im Werk des Künstlers vielgestaltig weiterwirkte. Die Bilder vermitteln einen Eindruck von der bis heute unentrinnbaren künstlerischen Kraft Kuhrs, der Eigenständigkeit seines Œuvres und der Experimentierfreude des Malers.

Fritz Kuhr  

Leben und Schaffen

Das künstlerische Werk von Fritz Kuhr (1899 -1975) wird entscheidend vom Bauhaus beeinflusst. Als junger Mann geht er 1924 ans Bauhaus nach Weimar und wird Schüler von Paul Klee, der ihn nachhaltig prägt. Dort trifft er auch László Moholy-Nagy, Wassily Kandinsky und weitere Meister, von denen er lernt. Neben der Malerei widmet sich Fritz Kuhr der experimentellen Fotografie. Er nimmt rege am sozialen Leben der Bildungsstätte teil und vertritt die Studentenschaft im Meisterrat, wodurch er die Kursrichtung des Bauhauses mit beeinflusst. In der kontrovers geführten Auseinandersetzung um die Stellung der Malerei tritt Kuhr für eine eigenständige und freie Malerei am Bauhaus ein.

1925 folgt er dem Bauhaus nach Dessau. Hier arbeitet er ab 1927 in der Werkstatt für Wandmalerei. Die Ausgestaltung des Ateliers und der Wohnung von Klee in Dessau erfolgt nach seinen Entwürfen. In Hannes Meyer, der ab 1928 als Nachfolger von Walter Gropius das Bau-haus leitet, findet Kuhr in vielen Fragen einen Unterstützer. 1929 wird Kuhr am Bauhaus Lehrer für „gegenständliches Zeichnen, Akt- und Figurenzeichnen“. Der Künstler beteiligt sich an Kollektivausstellungen des Bauhauses und Werkbundes. Als die Nationalsozialisten 1930 führende politische Kraft in Dessau werden, siedelt Kuhr als freischaffender Maler nach Berlin über. Es folgen Einzel- und internationale Kollektivausstellungen. Ernst Ludwig Kirchner, der Kuhrs Schaffen seine besondere Aufmerksamkeit schenkt, vermittelt ihm 1932 eine Ausstellung in Davos. Während des Nationalsozialismus gilt Kuhrs Kunst als „entartet“. Der Künstler zieht sich daraufhin in die innere Emigration zurück. Zum Bestreiten seines Lebensunterhaltes arbeitet er von 1933 bis 1944 als Dekorationsmaler. 1943 und 1944 werden bei einem Bombenangriff viele seiner Werke zerstört. Zuflucht und Unterstützung findet er bei seiner Malerkollegin Bettina Encke (geb. von Arnim).

ART-at-Berlin---Courtesy-of-Salongalerie-Die-Moewe---Fritz-Kuhr-1950
Fritz Kuhr, Ochse, 1950, Öl auf Leinwand, 70 x 97 cm

Nach dem Zweiten Weltkrieg beruft ihn Karl Hofer als Professor an die Hochschule für Bilden-de Künste in Berlin. In seinem malerischen Werk drückt sich zunächst die uneingeschränkte Freude an Farben, intuitiv geschaffenen Formen und Zufallsstrukturen aus. Bald jedoch gewinnt seine Prägung durch das Bauhaus die Oberhand. Strengere und zunehmend stärker abstrahierte Formen zeichnen seine Arbeiten nun wieder aus. Bis 1971 beteiligt sich Fritz Kuhr an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen in Deutschland, Europa und Übersee und ist mit Bildern 1968 auf der weltweiten Wanderausstellung „50 Jahre Bauhaus“ vertreten. Posthum folgen zahlreiche Einzel- und Kollektivausstellungen. Seine Werke befinden sich in bedeutenden nationalen und internationalen Museen und privaten Sammlungen. Fotografien des Künstlers erwarben u.a. die Sammlungen des Saint Louis Art Museum und des J. Paul Getty Museum (USA).

Vernissage: Donnerstag, 7. März 2019, 18:00 Uhr – Laudator: Prof. Philipp Oswalt, Leiter der Stiftung Bauhaus Dessau (2009-2014)

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 7. März bis Samstag, 1. Juni 2019

Zur Salongalerie Die Möwe

 

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