Das Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt mit der Ausstellung „Das große Drama. Auguste Rodin und der Streit um die Moderne“(31.10.2026–22.08.2027) erstmals seit Jahrzehnten seinen in Deutschland einmaligen Bestand an Arbeiten von Auguste Rodin sowie französischer und belgischer Skulptur um 1900. Rund 70 Plastiken, darunter Werke von monumentalen Ausmaßen, treten in Dialog mit 24 Gemälden sowie Fotografien, Medaillen, Plaketten und historischen Dokumenten. Viele der Werke waren seit 1939 nicht mehr öffentlich zu sehen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die Dresdner Sammlung zu einer der innovativsten und wichtigsten der europäischen Moderne wurde – und wie heftig um diese neue Kunst gestritten wurde.
Im Zentrum steht die Geschichte einer außergewöhnlichen Sammlung und ihres Begründers. Georg Treu (1843–1921), visionärer Direktor der Skulpturensammlung im Albertinum, wollte zeigen, „was in der Weltplastik in unserer Zeit geleistet wird“. Ab 1894 nahm er direkten Kontakt zu Künstlern auf, kaufte gezielt zeitgenössische Werke und leitete damit die Hinwendung seines …
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Abb. oben: Auguste Rodin, Der Denker, 1881-83 © Albertinum | Skulpturensammlung ab 1800, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Werner Lieberknecht
