post-title Dean Sameshima | 647(a) | Peres Projects | 10.03.-13.04.2017

Dean Sameshima | 647(a) | Peres Projects | 10.03.-13.04.2017

Dean Sameshima | 647(a) | Peres Projects | 10.03.-13.04.2017

Dean Sameshima | 647(a) | Peres Projects | 10.03.-13.04.2017

bis 13.04. | #1183ARTatBerlin | Peres Projects zeigt seit dem 10. März 2017 die Ausstellung „647(a)“ des Künstlers Dean Sameshima.

Peres Projects freut sich, die Ausstellung 647(a) des US-amerikanischen Künstlers Dean Sameshima zu präsentieren, in der eine neue Reihe von „dokumentarischen Gemälden“ gezeigt wird, die auf dem Medienarchiv des Künstlers basieren und seine Beschäftigung mit queeren Begierden und Sehnsüchten durch die Methode des Dokumentarischen fortsetzen.

Dies ist die siebte Ausstellung des Künstlers in der Galerie. In seiner künstlerischen Praxis ist Sameshima sowohl Sammler von Bildern wie Archivar. Das Sammeln selbst ist für ihn eine Übung der Besessenheit. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen das Zusammentragen und Überarbeiten von Bildern, die sich auf Porno, DIY-Bewegungen, Punk und queere Kultur beziehen; Bilder, die, ob sie aus dem Internet stammen, aus Zines, Enzyklopädien oder pornografischen Publikationen, wie als Mitteilungen aus dem Untergrund und kodierte Zeichen der schwulen Kultur fungieren. Auf diese Weise konserviert Sameshima die fragilen Narrative der Subkultur und marginalisierter sozialer Gruppen, gestaltet ihre Symbole und Sprachen zu Komposition um und verleiht ihnen dadurch einen neuen Kontext,
ein neu erschaffenes Leben.

Seine malerischen Arbeiten sind dem Akt des Dokumentarischen verschrieben, der – durch die bildlichen Darstellungen, von denen er ausgeht – aus der anhaltenden fotografischen Praxis des Künstlers herrührt. Die Kompositionen dieser neuen Gemälde basieren auf Buchumschlägen, Quittungen und Schwarzweiß-Fotokopien aus dem umfangreichen Archiv des Künstlers. Mit
jeder Arbeit demonstriert Sameshima die dokumentarische Kraft der Malerei und deren Fähigkeit, auf scheinbar pragmatische Weise, wie ein Schnappschuss oder eine Fotokopie, etwas „aufzuzeichnen“. Doch dieser Prozess ist auf entscheidende Weise widersprüchlich, da seine Gemälde von weitem betrachtet wie Siebdrucke erscheinen, obwohl sie in Wirklichkeit von Hand gemalt sind. Der darin liegende Warhol’sche Effekt verweist auf einen untergründigeren Prozess in seiner Arbeit, nicht unähnlich den verborgenen Narrativen in den Referenzen, von denen er ausgeht.

Obwohl die Zahlen, Daten und Informationen, die isoliert auf den Leinwänden stehen, zunächst wie von einer Maschine produziert erscheinen, weisen sie etwas implizit Menschliches auf, dessen der Betrachter bei der Annäherung an Sameshimas Arbeiten gewahr wird: Ihre Existenz selbst, der langwierige und kontemplative malerische Prozess, in dem sie ausgewählt wurden und entstanden sind, ist ein Akt der Selbsterhaltung und der Liebe und – in einem politischeren Sinn – ein wichtiger Schritt hin zur Entbergung queerer und vergessener Geschichten.

Dean Sameshima (geb. 1971 in Torrance, Kalifornien, USA) lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Neuere Einzelausstellungen u.a. bei Gavlak Gallery, Los Angeles, She Works Flexible Gallery, Houston, und Galeria Raquel Ponce, Madrid. Institutionelle Ausstellungen u.a. im Tacoma Art Museum (Wanderausstellung), Kunstraum Düsseldorf, Tate Modern, London, und Extra City Center for Contemporary Art, Antwerpen. Seine Arbeit ist Teil der ständigen Sammlung des Museum of Contemporary Art, Los Angeles.

Vernissage: Freitag, 10. März 2017, 18:00 – 20:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Freitag, 10. März – Donnerstag, 13. April 2017

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Bildunterschrift: Courtesy Peres Projects, Berlin – Photographer: Matthias Kolb, Proposal for a Lover’s Discourse #1

Ausstellungen Berliner Galerien: Dean Sameshima – 647(a) – Peres Projects | ART at Berlin

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