post-title Angela Bulloch | Heavy Metal Body | Esther Schipper | 28.04.-17.06.2017

Angela Bulloch | Heavy Metal Body | Esther Schipper | 28.04.-17.06.2017

Angela Bulloch | Heavy Metal Body | Esther Schipper | 28.04.-17.06.2017

Angela Bulloch | Heavy Metal Body | Esther Schipper | 28.04.-17.06.2017

bis 17.06. | #1350ARTatBerlin | Esther Schipper präsentiert ab dem 28. April 2017 die Ausstellung „Heavy Metal Body“ der Künstlerin Angela Bulloch.

Esther Schipper freut sich, mit Heavy Metal Body eine neue Skulpturengruppe von Angela Bulloch zu präsentieren. Parallel wird die Ausstellung Take Over von Anri Sala gezeigt, und, anläßlich des Gallery Weekend Berlin, die neuen Ausstellungsräume in der Potsdamer Straße 81E eröffnet.

Die neuen Skulpturen von Angela Bulloch erweitern eine 2014 begonnene Werkgruppe, in der die Künstlerin die Beziehung von Wiederholung, Form und Farbe am Objekt untersucht. Jede der Skulpturen weist eine eigene Struktur auf, die durch rhythmische Abweichungen ihrer einzelnen Elemente entsteht. Im Wechselspiel der hellen, leuchtende, und dunklen Farben entstehen optische Täuschungen. Die Ebenen scheinen sich voneinander zu lösen, vor und zurück zu springen, und scha en eine dynamische Abfolge. Die mit Hilfe digitaler Bildbearbeitung konzipierten und gestalteten Formen sind eigenständig, aber es verbindet sie auch eine klare formale Verwandtschaft. Von einer Seite betrachtet mag der Aspekt der Unregelmäßigkeit der Skulpturen dominieren, von einer anderen dagegen der Eindruck einer totemähnlichen Regelmäßigkeit vorherrschen. Mittels moderner Technologie übersetzt die Künstlerin euklidische Geometrie in dreidimensionale Formen, in denen sich Virtualität und Realität miteinander verbinden.

Mit ihren neuen Arbeiten greift Angela Bulloch auf frühere Experimente mit geometrischen Verzerrungen zurück und erweitert die skulpturalen Möglichkeiten der Werkgruppe. Die stilisierte Geometrie von Heavy Metal Tall Stack: Beige and Blues erinnert an die Ästhetik der Skulpturen von Constantin Brancusi, während die wuchtigen Elemente von Heavy Metal Stack: Fat Beige Three und die pyramidenähnliche Form von Heavy Metal Stack of Four: Red Monster anthropomorphe Züge aufweisen, welche zudem durch ihre Titel betont werden. Die Skulpturen fordern den Betrachter zu einer ganzheitlichen Untersuchung auf und variieren in verschiedenen Blickwinkeln zwischen grafischer, nahezu abstrakter Darstellung und dreidimensionaler Erscheinung. Dabei überträgt die Künstlerin ein zentrales Motiv des Minimalismus in die Gegenwart und untersucht die ästhetische Wirkung vom Objekt auf die räumliche Wahrnehmung.

Jede der Arbeiten steht für sich selbst, bilden aber auch ein Ensemble. Die Formensprache der Skulpturen ndet sich auch im Wandgemälde Never Eat Cress – eine Anspielung auf die englische Eselsbrücke “Never Eat Cress, Eat Salmon Sandwiches and Remain Young” für die Schreibweise des Wortes “necessary” – wieder. Die rautenförmigen Elemente erscheinen als abstraktes Muster auf einer zweidimensionalen Fläche. So stellt die Künstlerin digital konzipierte, geometrische Grundformen in einen Dialog mit der klassischen Wandmalerei und thematisiert zugleich die Traditionen der künstlerischen Praxis. Angela Bullochs Skulpturen und Wandgemälde offenbaren das grundlegende Interesse der Künstlerin an Strukturen und Ordnungssystemen sowie am produktiven Spannungsfeld zwischen Mathematik und Ästhetik.

Angela Bulloch wurde 1966 im kanadischen Rainy River in Ontario geboren. Sie studierte am Goldsmiths an der University of London. 1997 wurde die Künstlerin für den Turner Prize und 2005 für den Berliner Preis der Nationalgalerie für junge Kunst nominiert. 2011 erhielt sie den Vattenfall Contemporary Art Prize (Berlin) sowie den Kunstpreis der Stadt Wolfsburg. Einzelausstellungen von Angela Bulloch (Auswahl): Considering Dynamics & The Forms of Chaos, Sharjah Art Museum, Schardscha (2016); Short Big Drama, Witte De With, Rotterdam (2012); Time & Line, Städtische Galerie, Wolfsburg (2011); Information, Manifesto, Rules And Other Leaks..., Vattenfall Contemporary Art Prize, Berlinische Galerie, Berlin (2011); The Space that Time Forgot, Lenbachhaus, München (2008). Gruppenausstellungen (Auswahl): Mentales Gelb. Sonnenhöchststand, Kunstmuseum Bonn und Städtische Galerie im Lenbachhaus, Bonn/München (2017); Development, Okayama Art Summit, Okayama (2016); The Natural Order of Things, Fundación Jumex Arte Contemporáneo, Mexiko-Stadt (2016); L’Almanach 16, Le Consortium, Dijon (2016); I Love John Giorno, Palais de Tokyo, Paris (2015); 1984 – 1999 The Decade, Centre Pompidou-Metz, Metz (2015). Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

Vernissage: Freitag, 28. April 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 28. April bis Samstag, 17. Juni 2017

Zu Esther Schipper

 

Bildunterschrift:
Foreground: Angela Bulloch, Heavy Metal Tall Stack: Beige and Blues, 2017 (detail)
Powder-coated steel, 400 x 70 x 50 cm, base: 100 x 100 cm
Background: Angela Bulloch, Never Eat Cress, 2017 (detail)
Latex paint, dimensions variable
Photo: © Andrea Rossetti

Ausstellungen Berliner Galerien: Angela Bulloch – Heavy Metal Body – Esther Schipper | ART at Berlin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meisterwerke in Berlin

Viele beeindruckende Meisterwerke der Kunst aller Epochen können Sie in den Berliner Museen besuchen. Aber wo genau findet man Werke von Albrecht Dürer, Claude Monet, Vincent van Gogh, Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens oder die weltberühmte Nofretete? Wir stellen Ihnen die beeindruckendsten Meisterwerke der Kunst in Berlin vor. Und leiten Sie mit nur einem Klick zu dem entsprechenden Museum. Damit Sie Ihr Lieblingsmeisterwerk dort ganz persönlich live erleben und in Augenschein nehmen können.

Lädt…
X
X

Send this to a friend