post-title Andreas Rost | Projekte zur Bestätigung des Neuen | pavlov’s dog | 20.05.-09.06.2017

Andreas Rost | Projekte zur Bestätigung des Neuen | pavlov’s dog | 20.05.-09.06.2017

Andreas Rost | Projekte zur Bestätigung des Neuen | pavlov’s dog | 20.05.-09.06.2017

Andreas Rost | Projekte zur Bestätigung des Neuen | pavlov’s dog | 20.05.-09.06.2017

bis 09.06. | #1379ARTatBerlin | pavlov’s dog präsentiert ab dem 20. Mai 2017 die Ausstellung „Projekte zur Bestätigung des Neuen“ des Künstlers Andreas Rost.

Während Andreas Rost in der DDR aufwuchs, sollte er wie alle seine Landsleute zum Glauben an den Kommunismus erzogen werden. Das System und dessen Erziehungskonzepte scheiterten, doch die Frage, was aus den Utopien des Kommunismus geworden ist, prägt den Fotografen und seine künstlerische Arbeit bis heute.

Für sein Werk „Projekte zur Bestätigung des Neuen“ reiste Rost 2016 nach Minsk. Als er das größte noch existierende Flächendenkmal stalinistischer Baukunst erkundete, fühlte er sich an die Manifeste von Vertretern der Moderne wie Kasimir Malewitsch erinnert – welche oft den Anspruch hatten, die Lebensweise von Menschen durch ästhetische Mittel zu regulieren. Rost realisierte, dass der Stalinismus die Moderne nicht einfach nur verdrängt hatte, sondern dass stalinistische Architektur viel von der Moderne in sich trägt. Gleichzeitig schien es ihm, als seien die Menschen mit der Abschaffung des Kommunismus und des vermeintlichen Glaubens an ihn in eine „transzendentale Obdachlosigkeit“ entlassen worden.

Unter diesem Blickwinkel entstanden für „Projekte zur Bestätigung des Neuen“ 20 stark überbelichtete Architekturdetails, 20 Porträtstudien von Protagonisten auf einem Konzert sowie drei Bildfolgen aus jeweils fünf zu Panoramen montierten Fotografien. Rosts Arbeit stellt Bezüge zu Kasimir Malewitsch und Alexander Rodtschenko her und lässt sich als Beitrag zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution lesen. Ihr Titel ist eine mögliche Übersetzung des Akronyms PROUN, mit dem El Lissitzky ein künstlerisches Projekt und eine Grafikmappe bezeichnete.

Andreas Rost
*1966 in Weimar; Fotograf, Dozent, Kurator und Autor, studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Fischer & Evelyn Richter. Mitbegründer des Kunst- und Kulturprojektes TACHELES, Berlin; seit 2003 Kurator und Dozent für Goethe-Institut &ifa-Institut für Auslandsbeziehungen; Aenne-Biermann-Preis 1995. Ausstellungen (Auswahl): Die große Geste, Constantine, Algerien 2015, Road Atlas, 2012, Cottbus, Wir sind die Anderen, 2012, Frankfurt am Main, Schiffstagebuch, 2008, Galerie Pankow Berlin und Breslau.

Vernissage: Freitag, 19. Mai 2017, 19:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 20. Mai bis Freitag, 09. Juni 2017

Zu pavlov's dog

 

Bildunterschrift: Andreas Rost, aus der Serie PROUN, Minsk 2016, Inkjet, Baryt, mounted on MDF, 60 x 90 cm, Edition 1+3

Ausstellungen Berliner Galerien: Andreas Rost – Projekte zur Bestätigung des Neuen – pavlov’s dog | ART at Berlin

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