post-title 3935 Projekte: Giulio Paolini | Di ritorno | Galerie Mehdi Chouakri | 08.09.–21.10.2017

3935 Projekte: Giulio Paolini | Di ritorno | Galerie Mehdi Chouakri | 08.09.–21.10.2017

3935 Projekte: Giulio Paolini | Di ritorno | Galerie Mehdi Chouakri | 08.09.–21.10.2017

3935 Projekte: Giulio Paolini | Di ritorno | Galerie Mehdi Chouakri | 08.09.–21.10.2017

bis 21.10. | #1574ARTatBerlin | Galerie Mehdi Chouakri präsentiert ab dem 08. September 2017 die Ausstellung „Di ritorno“ von Giulio Paolini im neuen Ausstellungsformat „3935 Projekte“.

Der Ausstellungstitel di ritorno (Rückkehr) spielt an auf Giulio Paolinis erste Ausstellung in Berlin 1982
(als Gast des DAAD im Neuen Berliner Kunstverein) – zurück in Berlin, nach zahlreichen
Einzelausstellungen in international renommierten Galerien und bedeutenden Museen: Palais des BeauxArts Charleroi, Guggenheim Museum New York, Staatsgalerie Stuttgart, Institute of Contemporary Art Nagoya, Museo Capodimonte Neapel, Kunstmuseum Winterthur (stets verbunden mit meist großartigen Katalogen).

Wir sind ausserordentlich glücklich, Giulio Paolini mit einer speziell für diesen Anlass konzipierten Ausstellung zeigen zu können (8. September bis 21. Oktober 2017). Sie ist zugleich der Auftakt eines neuen, von Mehdi Chouakri und Jochen Meyer gemeinsam initiierten Veranstaltungsformats: 3935 Projekte.

Die Ausstellung zeigt insgesamt fünf Werke, darunter zwei besonders frühe von 1965 und 1975 — beides Leihgaben aus Berliner Privatsammlungen — sowie drei neue, speziell für diese Ausstellung geschaffene Arbeiten, die sich thematisch wiederum auf die zeitlich zurückliegenden Werke beziehen.

Giulio Paolini, 1940 in Genua geboren (und eine zentrale Figur im Umfeld der italienischen Arte-PoveraBewegung) antizipierte bereits ab 1960 eine Vielzahl künstlerischer Themen, die oft erst Jahre später international relevant werden sollten. Bis heute konzentriert sich Paolinis „eher denk- als gestaltformale Arbeit“ (J.Cladders) immer wieder auf das Phänomen des refektierenden Sehens im Sinne einer umfassenden, tiefergehenden, auch historisch verankerten Bildwahrnehmung. Zur Sprache kommen Themen wie Raum, Zeit, Perspektive oder die kulturelle Konditionierung von Autor und Betrachter. Dabei greift Paolini in immer neuen Konstellationen auf den klassischen Kanon seiner Kunst zurück: ”Gegenüberstellung, Umkehrung, Spiegelbildlichkeit. Dieses dialektische Spiel kehrt stets wieder: links – rechts, positiv – negativ, Vorderseite – Rückseite, Dargestelltes – Darstellung.” (J.Cladders)

Paolinis Werk steht im Zentrum einer wesentlichen Tendenz der Kunst unserer Zeit, indem sie sich vorrangig zum Dreh- und Zielpunkt ihrer selbst macht: Kunst aus Kunst, Kunst mit Kunst, Kunst über Kunst. Vor allem in den Arbeiten, in denen er mittels Reproduktionen die Geschichte der Kunst
sprichwörtlich ins Bild setzt, legt Paolini zugleich auch ihre medialen Mechanismen frei und dringt vor „in die Seinsweise von Kunst überhaupt; denn Kunst konstituiert sich nicht nur vom Künstler her. An ihrer Entstehung sind Produzent wie Rezipient gleichermassen beteiligt. Kunst ist schlechterdings ohne Konsensus nicht möglich. Paolinis ‚Kunst aus Kunst‘ (‚Kunst mit Kunst‘)-Werke legen Teile des Mechanismus frei, der den Konsens trägt, der ihn aber auch in Frage stellt. Kompromisslose Kritik zeichnet sein Werk aus und lehrt sehen: ‚Kunst über Kunst‘.“ (J. Cladders).

Obwohl die fünf ausgestellten Werke aus unterschiedlichen Jahren stammen, besitzen alle ein gemeinsames Merkmal: Bei allen Arbeiten – von Senza titolo (1965) und Mimesi (1975) bis hin zu den hier erstmals ausgestellten neuen Arbeiten von 2017, nämlich Quattro quarti (a Berlino), Chez Mehdi und Senza titolo – handelt es sich um Werke, deren durchgehende Themen das Verdoppeln und die Wiederholung sind. Spiegelung, Verdoppelung, Gegenüberstellung und Widerschein bilden – trotz aller Unterschiede – den gemeinsamen Nenner der Ausstellung. – Giulio Paolini

Vernissage: Freitag, 08. September 2017, 18:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 08. September bis Samstag, 21. Oktober 2017

Zu mehdi chouakri

 

Bildunterschrift: via Galerie Mehdi Chouakri

Ausstellung: 3935 Projekte – Giulio Paolini – Di ritorno – Galerie Mehdi Chouakri | Contemporary Art – Kunst in Berlin – ART at Berlin

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meisterwerke in Berlin

Viele beeindruckende Meisterwerke der Kunst aller Epochen können Sie in den Berliner Museen besuchen. Aber wo genau findet man Werke von Albrecht Dürer, Claude Monet, Vincent van Gogh, Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens oder die weltberühmte Nofretete? Wir stellen Ihnen die beeindruckendsten Meisterwerke der Kunst in Berlin vor. Und leiten Sie mit nur einem Klick zu dem entsprechenden Museum. Damit Sie Ihr Lieblingsmeisterwerk dort ganz persönlich live erleben und in Augenschein nehmen können.

Lädt…
X
X
 
Send this to a friend