post-title Vibeke Slyngstad | Mystery of Things | Kristin Hjellegjerde Berlin | 08.02.-07.03.2020

Vibeke Slyngstad | Mystery of Things | Kristin Hjellegjerde Berlin | 08.02.-07.03.2020

Vibeke Slyngstad | Mystery of Things | Kristin Hjellegjerde Berlin | 08.02.-07.03.2020

Vibeke Slyngstad | Mystery of Things | Kristin Hjellegjerde Berlin | 08.02.-07.03.2020

bis 07.03. | #2679ARTatBerlin | Kristin Hjellegjerde Berlin zeigt ab dem 8. Februar 2020 die Ausstellung „Mystery of Things“ mit Malerei der Künstlerin Vibeke Slyngstad.

Verletzlich und verwunschen. Gleichgültig und schutzbedürftig. Ein Stück übersehenes Buschland in der Nähe eines Flüchtlingslagers in Ostjerusalem. Ein Weg, den einst die Comanche benutzten, ein Landstrich, den Donald Trump nun durch eine Mauer spalten will. Ein Rückzugsort in Indien. Ein Küstennaturschutzgebiet in Norwegen.

Vibeke Slyngstad, eine der führenden zeitgenössischen Künstler*innen Norwegens, hat für ihre Einzelausstellung in Berlin eine neue Gemäldeserie produziert. In dieser zeigt die Künstlerin fünf Orte, die an den Rand der menschlichen Aufmerksamkeit gedrängt wurden. Inspiriert von diesen Orten schafft Slyngstad Landschaftsansichten von solch psychologischer Komplexität, dass es sinnvoll ist, sie als „Ortporträts“ zu betrachten.

„Ich bin am Meer aufgewachsen. Ab dem 5. Lebensjahr ging ich zur Küste und spielte allein. Ich machte Schwimmbecken mit Krabben, arrangierte Steine und schuf kleine maritime Umgebungen. Ich hatte einen Sandkasten mit einer ganzen Welt und einem Universum aus Plastilin unter meinem Schreibtisch.“
Vibeke Slyngstad

Mit dieser kindlichen Perspektive arbeitet Slyngstad: Grundlage ihrer Gemälde sind Fotos, die auf Bodenhöhe aufgenommen wurden. Sie verbirgt nicht die Tatsache, dass sie die Oberfläche ihrer Arbeiten durch fotografische Hintergrundbeleuchtung stört, da diese Fackeln und Lumineszenz hervorrufen. Sie versucht nicht, ihre eigenen Interessen in der Komposition ihrer Werke zu reflektieren. Jedes „Ding“ in ihren Gemälden ist gleichermaßen mysteriös, ein Fragment von Buschland, das nicht minder genau studiert werden muss als ein endloser Himmel.
„Die Orte, die ich ausgewählt habe, sind so schwer zu malen. Ich liebe sie zum Teil, weil sie sich so heftig gegen mich wehren. Jedes Detail festzuhalten ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert.“

ART at Berlin - Courtesy of Kristin Hjellegjerde Berlin - Vibeke Slyngstad
Vibeke Slyngstad, Big Bend IV, 2019, Öl auf Leinwand, 135 x 220 cm, 53 1/8 x 86 5/8 in.

Die technischen Fähigkeiten, die hier gezeigt werden, sind gewaltig. Jedes Gemälde ist eine Miniaturwelt, die mit atemberaubenden kleinsten Details in Farbe versehen ist, sodass die Striche über den Schuss und das Gewebe der Leinwand verfolgen kann. Eine transparente, „ehrliche“ Herangehensweise an die Darstellung der Natur, die ihren Kontrapunkt im tiefen Mysterium der Materie selbst findet. Noch verblüffender ist die Disziplin, mit der solch virtuoses Können den brutal egalitären Empfindungen einer Kamera untergeordnet wird. Die von Slyngstad mit solcher Sorgfalt eingefangenen „Dinge“ sind weder geordnet noch organisiert. Sie haben Raum, für sich selbst zu sprechen. Obwohl die Orte oberflächlich ähnliche Elemente enthalten und durch denselben kreativen Prozess erfasst wurden, entblößt jeder einzelne von ihnen seine eigene, vibrierende Persönlichkeit.

Das Ergebnis ist eine sozusagen „auf den Kopf gestellte“ Landschaft, Fragmente, die vom Auge des Kindes und dem Objektiv der Kamera ausgewählt wurden, um die Natur zu ihren eigenen Bedingungen und nicht zu unseren Bedingungen darzustellen. Dies sind keine Landschaftsansichten, wie wir sie traditionell verstehen – als Hintergrund menschlicher Beschäftigungen und Aktivitäten, sondern Charakteruntersuchungen von Orten, die ihre eigenen Narben, ihre eigenen hart erarbeiteten Erkenntnisse, Widersprüche und Rhythmen tragen – selbst ihre eigene Sprache, die beredt genug ist, um selbst den gedankenlosen Solipsismus des wohlgefälligsten Zuschauers zu verunsichern.

Vernissage: Freitag, 7. Februar 2020, 18:30 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 8. Februar – Samstag, 7. März 2020

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