post-title Thomas Grünfeld | jene | WENTRUP | 26.10.–07.12.2019

Thomas Grünfeld | jene | WENTRUP | 26.10.–07.12.2019

Thomas Grünfeld | jene | WENTRUP | 26.10.–07.12.2019

Thomas Grünfeld | jene | WENTRUP | 26.10.–07.12.2019

bis 07.12. | #2606ARTatBerlin | WENTRUP zeigt ab 26. Oktober 2019 die Ausstellung jene des Künstlers Thomas Grünfeld.

Wentrup freut sich, die erste Ausstellung mit dem in Köln lebenden Künstler Thomas Grünfeld anzukündigen. Das skulpturale Werk von Grünfeld, der als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf lehrt, zeichnet sich durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien und eine anspielungsreiche inhaltliche Komplexität aus.

Für die Ausstellung hat Grünfeld eine neue Serie von Skulpturen konzipiert, die eine Weiterentwicklung seiner sogenannten fireplaces sind. Diese übertragen die Architektur von häuslichen offenen Kaminen in minimalistische Polsterskulpturen und wurden 2016 in der Galerie Massimo de Carlo in London und 2017 im Düsseldorfer Privatmuseum Philara gezeigt.

Die nun ausgestellten neuen Werke tragen den Titel jene und verweisen dabei bewusst auf etwas bestimmtes, welches gleichsam unbestimmt ist. Dieser offene Verweis erschließt sich unmittelbar in der Betrachtung der Skulpturen, die Erinnerungen wecken, aber nicht greifbar werden lassen. Die aus Polstern in grafischen Formen bestehenden Reliefs stehen nicht frei im Raum, sondern hängen an der Wand, verbinden sich mit dem Raum und erinnern in ihrer Formensprache an Wandregale und Sideboards. Der Eindruck des Funktions-Möbels wird verstärkt durch weiteres Inventar wie Kugellampen, Topfblumen, Rosshaare (bzw. Dichtungsbürsten für Türen) und Holzscheite, wodurch Grünfeld Dinge einer bürgerlichen Lebenswelt zitiert, die sich scheinbar in Gemütlichkeit, Ordnung und Überschaubarkeit einrichtet.

ART at Berlin - Courtesy of WENTRUP - Thomas Gruenfeld
Courtesy of WENTRUP – Thomas Grünfeld

Weich und rund wollten auch die Wohnwelten von Verner Panton sein, in denen die Lavalampe die Kugelleuchte ersetzt. Dessen fantastischer Möbelraum Visiona wurde als Auftragsarbeit des in Leverkusen – der Geburtsstadt Thomas Grünfelds – ansässigen Chemiekonzerns Bayer konzipiert, um die Verwendung neuer synthetischer Stoffe zu propagieren.

Wendet man sich den Arbeiten von Thomas Grünfeld länger zu, meint man darin unweigerlich auch Gesichter zu erkennen (jene). So werden die Leuchten zu Pupillen, die Bürsten zu Augenlidern und dicke Hanfseile zu herunterhängenden Haaren. Nicht zuletzt durch ihre senfgelbe Farbe und runden Formen erinnern die Werke auch an die bezeichnenden Visagen der Minions, einer Horde verrückter Trickfilmfiguren aus den Pixar-Animationsstudios. Die Minions zeichnen sich durch ihr spielerisch-närrisches Verhalten, ihre eigenwillige Sprache und ihre unterschiedlichen Charaktere aus: Eigenschaften, die man auch den neuen Reliefs von Thomas Grünfeld zuschreiben kann.

Thomas Grünfeld wurde 1956 in Leverkusen geboren. Er hatte diverse Einzelausstellungen, darunter intercom, Sammlung Philara, Düsseldorf (2017), Margaret, Massimo de Carlo Gallery, London (2016), 1&5, Kunstmuseum Stuttgart (2015), ALMANAC, Corbett vs. Dempsey, Chicago (2015), Homey, Opere 1986 – 2013, Museo d’Arte Contemporanea Villa Croce, Genoa (2014), Homey, Werke von 1981 bis 2013, Museum Morsbroich, Leverkusen (2013).

Grünfeld nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, wie Dead Animals, D.W. Bell Gallery/ Brown University, Providence RI (2016), Hybridity: The New Frontier, Museum 21c, Louisville KY (2015), Curiosity: Art & The Pleasures of Knowing, Turner Contemporary, Margate/ Castle Museum & Art Gallery, Norwich/ Royal Hibernian Academy, Dublin/ de Appel, Amsterdam (2013), Die Bildhauer 1945 bis heute, K20 Museum, Düsseldorf (2013), The Big Bang, Massachusetts Museum of Contemporary Art, North Adams MA (2000),  Animal, Anima, Animus, P.S.1 Contemporary Art Center, New York (1998), Body Fiction, Art Gallery, Auckland (1998), Animal. Anima. Animus., Taidemuseo, Pori/ Kunst- und Ausstellungshalle Museum Moderne Kunst, Arnhem/ MoMA PS. 1, New York City/ Winnipeg Art Gallery, Winnipeg (1998), Young German Artists II, Saatchi Gallery, London (1997), Siafo, Exhibition Centre, Seoul (1996); The Institute of Cultural Anxiety, ICA Institute of Contemporary Art, London (1994), Frankenstein: Exploration in Manipulations and Surrationality, MacDonald Stewart Art Centre, Toronto (1994), Humpty Dumpty’s Kaleidoscope, A New Generation of German Artists, Museum of Contemporary Art, Sydney (1992)

Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen, darunter Museum Morsbroich Leverkusen; Kunstmuseum Stuttgart; Nationalgalerie, Berlin; Sammlung Falckenberg, Hamburg; Sammlung LBBW, Stuttgart; Sprengel Museum, Hannover; Staatsgalerie, Stuttgart; Museu Coleccao Berardo, Lissabon; Museum Boijmans van Breuningen, Rotterdam; Museum 21Century, Louisville, KY.

Vernissage: Freitag, 25. Oktober 2019, 18:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 26. Oktober – Samstag, 07. Dezember 2019

Zu WENTRUP

 

Bildunterschrift: Courtesy of WENTRUP – Thomas Grünfeld

Ausstellung Thomas Grünfeld – WENTRUP | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

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