post-title Illustrative 2016 | Direktorenhaus | 14.10.-23.10.2016

Illustrative 2016 | Direktorenhaus | 14.10.-23.10.2016

Illustrative 2016 | Direktorenhaus | 14.10.-23.10.2016

Illustrative 2016 | Direktorenhaus | 14.10.-23.10.2016

Direktorenhaus zeigt ab dem 14. Oktober 2016 die Illustrative 2016 Berlin – Biennale für Illustration und grafische Kunst.

Grafische Experimente, schrill-schreiende Bildkompositionen sowie feinsinnige Collagen ergeben die stilistische Vielfalt an Illustrationen, die im Rahmen der Illustrative Ausstellung 2016 im Direktorenhaus in Berlin präsentiert wird. Die aktuell 32 renommiertesten Illustratoren beweisen auch in diesem Jahr wieder die Lebendigkeit der Kunstform Illustration, die sich in einer digital vernetzten Welt mit immer kurzlebigeren Inhalten jedes Jahr neu erfindet. Das Kuratorium des Direktorenhauses entwickelte die Illustrative entscheidend weiter: Vom Festival hin zur musealen Schau. Die Illustrative verfügt über eine weltweit einzigartige Sammlung an illustrativer Kunst, die im Laufe der letzten 10 Jahre entstanden ist. Eine kritische Beobachtung der Praxis der Kunstmuseen, ihre Räume ausschließlich den „reinen“ Künsten vorzubehalten, führte dazu, Illustration als einer wichtigen angewandten Kunst eine angemessene Plattform zu geben und für den musealen Raum zu öffnen. Vor Jahren noch waren Begriffe wie Illustration und freie Kunst harte Gegensätze – nicht so zu früheren Zeiten. In der Bauhaus-Ära oszillierten Künstler wie Lyonel Feininger zwischen den Welten Kunst und Handwerk. Das Direktorenhaus zeigt mit der diesjährigen Ausstellung, wie eng Illustration mit künstlerischen Avantagrden verbunden ist.

Nicht zuletzt deshalb führt die diesjährige Illustrative ein Novum ein: Eine historische Ausstellung – die sich der französischen Illustratorin Marie Duval widmet, die im ausgehenden 19. Jahrhundert als schillernde Figur ohne Gesicht in die Nachwelt „einillustriert“ hat. Trotz des historischen Exkurses bleibt die Illustrative natürlich was sie ist: ein Trendbarometer für illustrative Stile und Inhalte, bei der es immer spannend ist zu sehen, wie sich in naher Zukunft aus Zeitgeistigkeit bleibende künstlerische Substanz herausdestilliert.

Teilnehmende Illustratoren:
Andrey Remnev (RUS), Shae DeTar (USA), Tom Dearie (UK), Mathieu Wernert (FR), Mark Gmehling (GER), Joe Cruz (UK), Anton Hjertstedt (UK), Cripsta (ITA), Rune Fisker (DK), Justyna Stasik (PL), Finn Campbell-Notman (UK), Benjamin Courtault (FR), Mat Maitland (UK), Yukai Du (CN), Björn Griesbach (GER), Nancy Liang (AUS), drømsjel (GER), Daphne Christoforou (GRE), Mad Bu (UK), Jack Fletcher (UK), Gosia Herba (PL), Carla Fuentes (ES), Alma Charry (FR), Dane Patterson (US), Maria Midttun (NOR), Éi Kaneko (JP), Sergiy Maidukov (UA). Inka Järvinen (FIN)
Tim Romanowsky (GER), Mari Kanstad Johnsen (NOR), Daniel Clarke (UK), David Szauder (HUN)

Marie Duval – Begleitsausstellung – Laughter in the firsrt age of Leisure

Die Illustrative 16 wird ergänzt von einer Begleitausstellung der Illustratorin Marie Duval. Es ist die erste Einzelausstellung, die sich gänzlich dem Werk Duvals widmet und diese als eineComic-Pionierin des 19. Jahrhunderts präsentiert.

Isabelle Émilie de Tessier (1847 – 1890 ?) war eine Londoner Schauspielerin, Cartoonistin und Illustratorin, die unter den Pseudonymen ‘Marie Duval’, ‘Noir’ und ‘S.A. The Princess Hesse Schwartzbourg’ arbeitete. Erstmals erschienen die Arbeiten von Marie Duval zwischen 1860 und 1880 in preiswerten Illustrierten und Comics ür die urbane Arbeiterklasse. Als Schauspielerin und Cartoonistin lebte und arbeitete sie im Londoner Musik-, Schriftsteller- und Theatermilieu. Ihr Zeichenstil war theatralisch und intuitiv und ührte zahlreiche Cartoon-Techniken ein, die erst viel später populär wurden.

Zwischen März 1869 und Juli 1885 zeichnete Duval hunderte Comicstrips und Skizzen ür das Judy Magazin, für Londoner Comic Journals und für zahlreiche Nebenprojekte, die den Humor, die Eigenheiten, die Urbanität und die Armut verschiedenster Menschen aus ihrem Umfeld thematisierten. Ihr Meisterstück war die
Entwicklung des Charakters Ally Sloper, eines erfolglosen Londoner Jedermanns, dessen Geschichte sie in zahlreichen Comicstrips, die gesammelt in Büchern erschienen, entwickelte. Unter Duvals Handschrift sollte Sloper zur komödiantischen Ikone seiner Zeit werden.

Die Ausstellung und das Archiv werden gefördert von der University of Chester, in Zusammenarbeit mit der Guildhall Library und der Unterstützung der British Library und der London Library. Sie wird ermöglicht durch ein Stipendium des Arts and Humanities Research Council.

Vernissage: Donnerstag, 13.Oktober 2016, ab 19:00 Uhr 

Austellungsdaten: Freitag, 14.Oktober – Sonntag, 23. Oktober 2016

WO? Direktorenhaus, Museum für Kunst Handwerk Design, Am Krögel 2, 10179 Berlin-Mitte, Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 14:00 – 20:00 Uhr

 

Bildunterschrift: drømsjel, Germany

Ausstellung Illustrative 2016 – Direktorenhaus – Kunst in Berlin ART at Berlin

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