post-title Amos Gitai | THE LAW OF THE PURSUER | SAVVY Contemporary | 08.02.–12.03.2017

Amos Gitai | THE LAW OF THE PURSUER | SAVVY Contemporary | 08.02.–12.03.2017

Amos Gitai | THE LAW OF THE PURSUER | SAVVY Contemporary | 08.02.–12.03.2017

Amos Gitai | THE LAW OF THE PURSUER | SAVVY Contemporary | 08.02.–12.03.2017

bis 12.03. | #1041ARTatBerlin | SAVVY Contemporary präsentiert ab dem 08. Februar 2017 die Essay-Ausstellung „THE LAW OF THE PURSUER“ des Künstlers Amos Gitai.

THE LAW OF THE PURSUER ist eine Essay-Ausstellung von Amos Gitai, die sich mit den Fragen auseinandersetzt, die durch seinen Film Rabin, the Last Day (2015) aufgeworfen wurden. Dieser handelt von der Ermordung des israelischen Premierministers Yitzhak Rabin am 4. November 1995. Gitai zeigt bislang nicht veröffentlichtes Forschungs- und Bildmaterial aus seinem Archiv, das er in den letzten zwanzig Jahren zusammengetragen hat. Das Herzstück der Ausstellung bildet eine neue Videoinstallation, die performative Elemente enthält und eigens von SAVVY Contemporary in Auftrag gegeben wurde. Diese neue Arbeit betrachtet das sich verändernde Konzept der Demokratie auseinander und setzt sich mit Extremismus und der gegenwärtigen Krise der Politik auseinander.

Als eine Art Nachhall des Filmes gibt die Installation einerseits den Wirbelwind an Diskursen wider, die durch den entsetzlichen und verstörenden Akt der Gewalt in Tel Aviv entfacht wurden, und wirkt anderseits als Metapher für die Konsequenzen einer polarisierten und durch politischen Extremismus gekennzeichneten Atmosphäre. THE LAW OF THE PURSUER zeigt wie hetzerische und fundamentalistische Rhetorik Gewalt und Brutalität säen kann und bietet zugleich ein psychologisches Porträt einer sich in traumatischen, politischen Umständen befindenden Gesellschaft.

Wie Gitai andeutet, sind die Konsequenzen des Attentats auf den Unterzeichner der Osloer Verträge noch heute sichtbar und die Anstachler des Hasses und der Wut sind noch immer an der Macht. Das politische Projekt Israels erscheint vorübergehend erschöpft, geschlagen durch die Torheiten eines religiösen Projektes. Durch eine Reise in die Vergangenheit, die die unerträgliche Gewalt untersucht, mit der die nationalistischen Kräfte Rabins Friedensprojekt bekämpft haben; und durch eine Aneinanderreihung von Fragmenten des kollektiven Gedächtnisses, die versucht diese Realität darzustellen, bietet Gitais Installation nicht nur einen Einblick in die komplexen politischen Auseinandersetzungen der Zeit und ihre Konsequenzen für die Gegenwart. Sie dient weiterhin der Infragestellung der jetzigen Situation und als besorgte Warnung für die Zukunft.

Als Künstler schafft Amos Gitai standortspezifische Projekte, die sich mit seinen Filmen auseinandersetzen. Diese visuellen und akustischen Fahrpläne bestehen aus einer bemerkenswerten Dichte an Elementen. Die Räume, Bilder und Geräusche bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit, auf eine persönliche Reise zu gehen und sich auf eine einzigartige räumliche Erfahrung einzulassen. Der Architektur verwandt (Gitai hat ein PhD in Architektur von der Berkeley University), bringen diese Konstrukte diverse Elemente, wie Photographien, Collagen, Klänge und Räume zusammen um neue Reaktionen, Überlegungen, und Interpretationen in der Öffentlichkeit hervorzurufen. Gitai nutzt das Medium des Films um tiefsinnige neue Gedanken über Ereignisse der Vergangenheit und der Gegenwart anzuregen und beschäftigt sich weiterhin mit der Übertragung von Erinnerungen und der Rolle, die die Kunst in diesen Belangen spielt. Sein einzigartiger Ansatz zu Fragen der Erinnerung verleitet den Betrachter in eine Welt der kollektiven Erfahrung einzutauchen und diese zu beurteilen.

Mehrere bedeutende Retrospektiven sind dem Werk von Amos Gitai bereits gewidmet worden, unter anderem im Centre Pompidou (Paris), NFT und ICA (London), im Lincoln Center (New York), in Berlin’s Kunstwerke, and beim the MoMA (New York). Zudem waren seine Filminstallationen auf der Venedig Architekturbiennale (im israelischen Pavillon), im Palais de Tokyo in Paris, im Museo Nazionale del Cinema in Turin, in den Meisterhäusern des Bauhauses in Dessau und beim MAXXI in Rom, zu sehen.

Kuratorisches Team: Elena Agudio, Antonia Alampi, Abhishek Nilamber

 

Vernissage: Dienstag, 07. Februar 2017, ab 19:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Mittwoch, 08. Februar bis Sonntag, 12. März 2017

Zu SAVVY contemporary

 

Bildunterschrift: via SAVVY Contemporary

Ausstellung Amos Gitai – SAVVY Contemporary – Kunst in Berlin ART at Berlin

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