post-title Paul Pretzer | All The Pleasure And All The Pain | Feldbusch Wiesner Rudolph | 10.02.-11.03.2017

Paul Pretzer | All The Pleasure And All The Pain | Feldbusch Wiesner Rudolph | 10.02.-11.03.2017

Paul Pretzer | All The Pleasure And All The Pain | Feldbusch Wiesner Rudolph | 10.02.-11.03.2017

Paul Pretzer | All The Pleasure And All The Pain | Feldbusch Wiesner Rudolph | 10.02.-11.03.2017

bis 11.03. | #1042ARTatBerlin | Feldbusch Wiesner Rudolph präsentiert ab dem 10. Februar 2017 die Ausstellung „All The Pleasure And All The Pain“ des Künstlers Paul Pretzer.

Mit „All The Pleasure And All The Pain“ präsentiert Feldbusch Wiesner Rudolph zur Eröffnung auch den gleichnamigen Katalog Pretzers, welcher im Kerber Verlag erscheint und monographisch das Werk der letzten zehn Jahre des Künstlers dokumentiert.

Paul Pretzers (geb.1981 in Paide, Estland; lebt u. arbeitet in Berlin) gross- bis kleinformatige Malereien zeigen Szenarien mit fabelhaft anmutenden Figuren, die in absurde Handlungen mit stillebenhaften Arrangements allegorischen Charakters vertieft sind. Mit Bildtiteln wie „Megadeath“ oder „Der Schwarm“ überzeichnet der Künstler seine bildhafte Symbolik zusätzlich mit dem Mittel der Sprache und gibt oft vermeintlich Heroisch-Tragisches dem Lächerlichen preis: So kommt das tradierte Motiv der Vergänglichkeit praktisch von der heimischen Stubenlampe beleuchtet als stapelbares Doppeltotenschädelformat daher. Und eine Nackte droht im Angesicht ihres in einen Bademantel gehüllten Verehrers in einem Schwarm grüner Heuschrecken zu versinken, die in ihrer Masse einen berückenden Kontrast zu ihrem verführerisch roten Haar bilden.

Surreal wie traumatisch begegnen diese Szenerien ihrem Betrachter. Und immer wieder werden stilistische Links zur spätmittelalterlichen Malerei eines Hieronymus Bosch aber auch eines Horrorkomödianten wie Tim Burton offenbar. Nicht zuletzt auch weil der Maler Paul Pretzer seine Protagonisten in zumeist undefinierte Räume mit staffageartigen Wänden und leeren Türrahmen situiert, die Vergleiche mit dem Bühnenraum des Theaters oder mit der endlosen Dimension digitaler Animationswelten wachrufen. Derart lassen sich die Bilderzählungen Paul Pretzers für den Rezipienten zumeist nicht explizit verorten. Dafür aber öffnen sie ihm die Option einer freien Anwendbarkeit der Pretzer’schen Motivik auf die ganz eigenen assoziativen Bilder im Kopf und animieren einen Kosmos individueller wie phantastischer Projektion und Imagination.

Paul Pretzer studierte an der Muthesius Kunsthochschule zu Kiel (2002-2005) und an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden (2005-2007), wo er mit dem Master Student bei Prof. Ralf Kerbach (2007-2009) abschloss. Pretzer erhielt Preise und Stipendien wie den Robert Sterl Preis der Sammelstiftung des Bezirkes Dresden (2009), das Artist in Residence in Bemis – Center for Contemporary Arts, Omaha (2009) sowie das encontrARTE BCN, Barcelona (2015). Pretzers Arbeiten werden international ausgestellt, darunter in Einzelausstellungen bei Marc Straus Gallery, New York (2016, 2013, 2011), „PEANUTLOVENOSE“, Städtische Galerie Dresden (2013), Hamish Morrison Galerie, Berlin (2012, 2010, 2008) sowie in thematischen Gruppenausstellungen wie „VOM ALLMÄCHTIGEN ZUM LEIBHAFTIGEN – Religiöse Motive in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin“, Kunshaus Apolda, Apolda (2016),  „Made in Germany: Contemporary Art from the Rubell Family Collection“, McNay Art Museum, San Antonio (2016), „Von Sinnen – Wahrnehmnung in der zeitgenössischen Kunst“, Kunsthalle zu Kiel (2012), „Crossing Signs“, National Gallery Jakarta/Taman Budaya, Yogyakarta (2001 oder „Golden Agers & Silver Surfers – Das Bild des Alter(n)s in der zeitgenössischen Kunst“, Kunsthaus Baselland, Basel (2009).

Vernissage + Buchveröffentlichung: Freitag, 10. Februar 2017, 18:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Freitag, 10. Februar bis Samstag, 11. März 2017

Zu FeldbuschWiesnerRudolph

 

Bildunterschrift: Paul Pretzer Lichtung, 2017, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Ausstellung Paul Pretzer – Feldbusch Wiesner Rudolph – Kunst in Berlin ART at Berlin

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