post-title Ornament und Versprechen | Daniel Mohr | Alexander Levy | 07.01. – 18.02.2017

Ornament und Versprechen | Daniel Mohr | Alexander Levy | 07.01. – 18.02.2017

Ornament und Versprechen | Daniel Mohr | Alexander Levy | 07.01. – 18.02.2017

Ornament und Versprechen | Daniel Mohr | Alexander Levy | 07.01. – 18.02.2017

bis 18.02. | #0988ARTatBerlin | Alexander levy zeigt seit dem 07. Januar 2017 die Ausstellung „Ornament und Versprechen“ des Künstlers Daniel Mohr.

Die Galerie alexander levy freut sich mit der Ausstellung Ornament und Versprechen vom  7. Januar bis 18. Februar 2017 neue Werke des Künstlers Daniel Mohr zu präsentieren.

In seinem neusten Werkzyklus „The Grand Chessboard“ beschäftigt sich Daniel Mohr mit den Zusammenhängen zwischen der europäisch-westlichen Kolonial- und Imperialvergangenheit und der Vormachtstellung der Vereinigten Staaten von Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg. Den Werken liegen häufig Abbildungen aus Presse oder Publikationen zugrunde, die auch auf die hier vollzogene Auseinandersetzung mit den heutigen Massenmedien verweist.

Für das Bild „Februar 2003“ wählt Mohr das Motiv der verhangenen „Guernica“ Tapisserie, die Nelson A. Rockefeller 1985 den Vereinten Nationen schenkte und die das berühmte Bild von Pablo Picasso zeigt. Als der amerikanische Außenminister Colin Powell 2003 vor der internationalen Presse in New York seine Positionen zu einem möglichen Krieg gegen den Irak erläuterte, wurde das Werk mit der Fahne des Sicherheitsrates verdeckt. Es ist ein symbolischer Akt, der die Angst der Politiker widerspiegelt, die die Macht der Bilder in der Auseinandersetzung mit den Medien fürchten. Dem Werk „Mohammad“ liegt das Cover des Time Magazins zugrunde, welches den iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh 1951 zeigt, der vom Magazin zum „Man of the Year“ gekürt wurde. Nach der Verstaatlichung der Ölindustrie wurde die Regierung Mossadegh 1953 jedoch durch die Nachrichtendienste der USA und Großbritanniens militärisch gestürzt. In der Auswahl der Bilder finden sich auch einzelne Symbole wieder, wie das Pikass, das im Vietnamkrieg von den Soldaten als Todeskarte symbolisch der Abschreckung diente und eine Artischocke in Anspielung an das geheime Forschungsprojekt der CIA in den 1950er Jahren, deren Experimente das Ziel verfolgten, den menschlichen Verstand zu manipulieren.
Die politischen Hintergründe und Motive schaffen für Daniel Mohr einen neuen Rahmen und ermöglichen so die Erweiterung seiner Bildsprache: In meist kleinen teils hochformatigen Bildern präsentiert er auf einer „Pinnwand“ ein Gesamtkunstwerk, das sowohl formal wie auch inhaltlich zusammenhängt. Wie eine Mindmap setzen sich die ausgewählten Motive zu einer Idee zusammen, die sich mit der hegemonialen, geostrategischen Vormachtstellung westlicher Staaten, der Weltordnung im Zeitalter der Globalisierung und der Macht der Bilder in ihrer medialen Vermittlung von Ereignissen auseinandersetzt und somit in der stetigen Aktualität der Malerei Fragen nach der Glaubwürdigkeit bei der Darstellung von Wirklichkeit stellt. Die diffuse Ästhetik mit ihren warmen charakteristischen Tönen und weichen Übergängen schafft dabei einen unmittelbaren Kontrast zu den brutalen Fakten seiner Motive.

Den Fragen nach der Wahrnehmung und der Beschleunigung durch die Medien begegnet der Betrachter bereits in den großformatigen Bildern der für den Künstler typischen Open-Air-Szenen im Park, am Strand oder im Wald. Auf dem feinen Grat zwischen Figuration und Abstraktion setzt er sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander und verwebt Symbole des alltäglichen Lebens genauso wie einzelne Motive der „Pinnwand“. Durch die Auflösung und Fragmentierung der Figuren und Landschaften führt uns Daniel Mohr in seinen Bildern eine Parallelität von Ereignissen und so das simultane Nebeneinander von Spannungsmomenten vor Augen, und hinterfragt auf diesem Weg die konstitutiven Momente unserer Wahrnehmung gerade beim medial vermittelten Bild.

Vernissage: Samstag, 07. Januar 2017, 18:00 – 21:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Samstag, 07. Januar – Samstag, 18. Februar 2017 

Zu alexander levy

 

Bildunterschrift: Photographs: Oliver Mark

Ausstellung – Alexander Levy – Daniel Mohr – Kunst in Berlin ART at Berlin 

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