post-title DIE TEHERAN SAMMLUNG | Gemäldegalerie | voraussichtlich Dezember 2016 – März 2017

DIE TEHERAN SAMMLUNG | Gemäldegalerie | voraussichtlich Dezember 2016 – März 2017

DIE TEHERAN SAMMLUNG | Gemäldegalerie | voraussichtlich Dezember 2016 – März 2017

DIE TEHERAN SAMMLUNG | Gemäldegalerie | voraussichtlich Dezember 2016 – März 2017

Nachtrag vom 27.12.2016: Stiftung Preußischer Kulturbesitz sagt Teheran-Ausstellung ab. Die geplante Ausstellung „Die Teheran Sammlung. Das Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin“ in der Berliner Gemäldegalerie wird jetzt nicht wie geplant stattfinden können. Wie der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger erklärte, sei der Kooperationsvertrag mit dem Teheran Museum of Contemporary Art von der SPK
gekündigt worden: „Die SPK hat dem kulturellen Dialog zwischen der Nationalgalerie und dem Teheraner Museum stets große Bedeutung zugewiesen. Die Ausstellung ist eine Idee beider Häuser. Mit großem Bedauern haben wir uns nun aber zu diesem Schritt entschließen müssen. Er war notwendig geworden, weil der Iran bislang immer noch keine Ausfuhrgenehmigung für die Kunstwerke erteilt hat. Weitere Verzögerungen in der Ausstellungsplanung der Staatlichen Museen zu Berlin waren jetzt nicht mehr vertretbar. Die SPK bekennt sich jedoch weiterhin zum kulturellen Austausch, auch mit dem Iran, und wird diesen Dialog mit geeigneten Maßnahmen auch weiter befördern.“

Ursprünglicher Beitrag: bis März 2017 | #0950ARTatBerlin | Die Gemäldegalerie zeigt voraussichtlich ab Dezember 2016 die umstrittene Ausstellung „DIE TEHERAN SAMMLUNG. Das Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin“ mit Werken europäischer, US-amerikanischer und iranischer Künstler.

Wer der Ausstellungseröffnung am 04. Dezember erwartungsvoll entgegen geblickt hat, muss sich noch gedulden: der Eröffnungstermin steht weiterhin in den Sternen. Umfassende Informationen zu den Gründen und Hintergründen finden Sie u.a. im Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-teheran-sammlung-in-berlin-platzt-die-ausstellung-am-ende-doch/14891874.html

Eine Ausstellung der Nationalgalerie in der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin, in Kooperation mit dem Teheran Museum of Contemporary Art und dem MAXXI (Rom).

Die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin gibt ab Dezember 2016 in der Gemäldegalerie einen Einblick in die Sammlung des Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst (TMoCA). Die Sammlung ist in ihrer Zusammensetzung und ihrer Geschichte einzigartig: Nicht nur verfügt sie über einen der größten Bestände westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und der Vereinigten Staaten, sie verbindet diese Werke auch mit wichtigen Positionen der iranischen Kunst, insbesondere der 1960er- und 1970er-Jahre.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt einen Vertrag mit dem TMoCa geschlossen. SPK-Präsident Hermann Parzinger nannte das Ausstellungsprojekt einen Höhepunkt im Berliner Ausstellungskalender, aber auch eine „bedeutsame Geste der kulturpolitischen Diplomatie“. Die zivilisatorische, völkerverbindende Kraft der Kunst spreche für sich. Parzinger sagte, er wünsche sich, dass die Ausstellung und das vom Goethe-Institut organisierte Rahmenprogramm auch dazu beitragen mögen, die Zivilgesellschaft im Iran zu stärken.
Aufgebaut wurde die Sammlung für das neugegründete und 1977 eröffnete TMoCA unter dem zweiten Schah der Pahlavi-Dynastie. Seit der Islamischen Revolution 1979 waren die Werke westlicher Kunst vor Ort wenig und im Ausland nur vereinzelt zu sehen. Nun verlassen sie erstmals als Sammlung den Iran. Als erste internationale Institution präsentiert die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin diese besondere Sammlung der Öffentlichkeit und ermöglicht einen Überblick über ihre Schwerpunkte vor allem in der Malerei.
„Diese einzigartige Ausstellung in der Wandelhalle der Gemäldegalerie zeigen zu können, ist eine große Freude und Bereicherung“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin und Direktor der Gemäldegalerie. „Für dieses kulturübergreifende Projekt gibt es kaum einen geeigneteren Ort als das Kulturforum, wo die Moderne des 20. Jahrhunderts ebenso beheimatet ist wie die europäische Kunstgeschichte.“
Die Ausstellung zeigt rund 60 herausragende Werke US-amerikanischer und europäischer Kunst u.a. von Jackson Pollock, Mark Rothko und Francis Bacon, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern der iranischen Moderne, darunter Faramarz Pilaram, Mohsen Vaziri Moghadam, Behjat Sadr u.v.a. So soll der künstlerische Dialog, der im Zentrum der Sammlung steht, in der Berliner Ausstellung sichtbar werden. Damit erhält das Publikum die hierzulande seltene Möglichkeit, wichtige Positionen der iranischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennenzulernen. Im Anschluss wird die Sammlung im MAXXI – Museo nazionale delle arti del XXI secolo in Rom zu sehen sein.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung organisiert das Goethe-Institut in enger Kooperation mit der Berlinale, dem CTM-Festival, der Freien Universität und anderen Partnern. Ziel ist es, die Werke des TMoCA kulturell und historisch zu kontextualisieren, ein überraschendes Bild der heutigen iranischen Kulturszenen zu zeigen und Räume der kulturellen Zusammenarbeit zu schaffen.
Positionen aus Bildender Kunst, Film, Musik, Literatur, Theater und Philosophie machen Perspektiven und Grenzen künstlerischen Schaffens im Iran deutlich. Hausbesuche bei iranischen Familien bringen Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Teheran mit deutschen Teilnehmenden in den Dialog. Ein philosophisches Programm fragt nach dem Konzept der Moderne im westlichen und iranischen Diskurs. Und eine Reihe von Konzerten bringt traditionelle Klänge von Santoor, Setar und Daf mit Sounds der iranischen Elektronikszene zusammen.
Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert: „Das Rahmenprogramm stellt die Sammlung aus Teheran in einen zeitgenössischen Kontext und nimmt die heutige iranische Kulturszene in den Blick. Die intensive Begegnung, der offene Diskurs und die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen, für die das Goethe-Institut mit seiner Arbeit im Ausland steht, bieten dem Berliner Publikum neue Einblicke in ein viel-schichtiges Land.“
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. Mehr Informationen unter www.goethe.de.

Eröffnung: Vorraussichtlich im Dezember 2016

Ausstellungsdaten: Vorraussichtlich Dezember 2016 – März 2017

Zur Gemäldegalerie

 

Bildunterschrift: Andy Warhol, The American Indian, 1976, Acrylic and silkscreen ink on canvas, 127 x 106/7 cm, © Tehran Museum of Contemporary Art

DIE TEHERAN SAMMLUNG Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin – Gemäldegalerie – ART at Berlin

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