post-title Peter Puklus | Unsafe to Dance | C|O Berlin | 06.02.-24.04.2016

Peter Puklus | Unsafe to Dance | C|O Berlin | 06.02.-24.04.2016

Peter Puklus | Unsafe to Dance | C|O Berlin | 06.02.-24.04.2016

Peter Puklus | Unsafe to Dance | C|O Berlin | 06.02.-24.04.2016

bis 24.04. | #0325ARTatBerlin | C/O Berlin präsentiert vom 6. Februar bis 24. April 2016 die Ausstellung Unsafe to Dance des ungarischen Künstlers Peter Puklus. Mit dieser Ausstellung setzt C/O Berlin die thematische Reihe Thinking About Photography fort.

„Tools are there to serve your ideas. I want to use the most perfect tool to express what I want to say, and if it’s dancing I will dance.“ Peter Puklus

Vor. Zurück. Stop. Remix. Fokus. Perspektivwechsel. Wiederholung. Verstehen. Peter Puklus lotet permanent unseren Bildkosmos aus – er kartografiert und hinterfragt die äußere Galaxie und sein inneres Universium. Spielerisch bewegt er sich zwischen den Dimensionen, um das verborgene Wesen und die Wirkungsweise der Welt tiefer zu ergründen. Ausgangspunkt sind oft banale Objekte und Situationen des Alltags, die ihre eigentliche Funktion im Prozess der Visualisierung transzendieren und neue Bedeutung erlangen. Denn Peter Puklus arrangiert Gegenstände immer wieder neu, setzt sie in Beziehung und fügt eigene Assozationen hinzu. Seine Bildserien sind Studien, Skizzenbuch und Erkenntnisreise zugleich, die formale Grenzen sprengen und den fotografischen Raum radikal erweitern. Sie folgen einem ganz eigenen Rhythmus und Muster – befreit von jeglicher Konvention, Chronologie oder logischer Abfolge. Open End.

C/O Berlin bringt erstmals seine Serien „Handbook to the Stars“ und „Epic Love Story of a Warrior“ in einer von Ann-Christin Bertrand kuratierten Ausstellung zusammen und gibt anhand von ca. 100 Arbeiten einen Einblick in die vielfältige Arbeitsweise des ungarischen Künstlers.

In Handbook to the Stars untersucht und porträtiert Peter Puklus das menschliche Gehirn und dessen unendliche Kapazität und Fähigkeit, ständig Narrative zu kreieren und Verbindungen zu schaffen. Oft werden völlig zusammenhanglose Ideen aneinandergereiht, Beziehungen hergestellt und gleich wieder aufgelöst. Es ist der ewige Versuch, sich selbst im fluiden Treiben der Umwelt zu vergewissern. Das Firmament ist für Peter Puklus die Folie und bildliche Analogie dieser inneren Welt, die Transformation ins Große und Ganze – Fixsterne korrelieren mit kleineren Planeten seit Millionen Jahren und jede Konstellation scheint eine eigene Geschichte zu erzählen.

Inspiriert von privaten Geschichten und historischen Ereignissen erweitert Peter Puklus in Epic Love Story of a Warrior seine künstlerische Sprache um vielschichtige, drei-dimensionale Collagen aus Skulptur, Fotografie, Film und Installation. Formal macht er die ausgeprägten Referenzen zwischen avantgardistischer Kunst und politisch-sozialen Ideen dieser Zeit sichtbar, die bis heute in ihrer Tradierung und Wirkung die Gesellschaften dieser Region stark prägen.

Peter Puklus verwendet mit der Fotografie zwar ein Medium, das vorrangig dokumentarisch ist. Jedoch ist seine Arbeitsweise nicht fotografisch, sondern vergleichbar mit der eines Bildhauers oder Performancers. Wie ein Regisseur bewegt er sich durch seine dreidimensionalen Installationen und fügt die neu entstandenen Aufnahmen in bereits existierende Bildsequenzen seines nicht abgeschlossenen Arbeitsprozesses ein. Mit seinen Experimenten aus Formen, Licht, Schatten, Zeit und Raum eröffnet Peter Puklus neue Spielräume und Grenzüberschreitungen im Umgang mit dem fotografischen Bild – unterschiedliche Größen, Materialitäten, Wiederholungen, Beschneidungen und Sprenungen des Rahmens. Wo notwendig, tauscht er statisches gegen bewegtes Bild, Positiv gegen Negativ, analog gegen digital und wechselt beständig zwischen Farbe und Schwarz-Weiss. Wie Lászlo Moholy-Nagy oder Wolfgang Tillmans versucht auch Peter Puklus sich selbst durch die Fotografie, aber auch das Medium an sich in seinen Möglichkeiten und Limitierungen zu verstehen.

Peter Puklus, geboren 1980 in Kolozsvár, Rumänien, studierte Fotografie an der Moholy-Nagy Universität für Kunst und Design Budapest und Neues Mediendesign an der École National Supérieur de Création Industrielle (ENSCI) in Paris. Seine Arbeiten hat er in Fotobüchern veröffentlicht und in zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert – unter anderem im Foam, Amsterdam, in der Krokus Galerie, Bratislava, beim Festival International de Mode & de Photo, Hyères und bei der Unseen Photo Fair, Amsterdam. 2016 plant er seine Promotion im Bereich Freie Kunst an der Moholy-Nagy-Universität in Budapest abzuschließen. Peter Puklus lebt und arbeitet in Budapest.

Mit der Ausstellungsreihe Thinking about Photography schafft C/O Berlin ein für Berlin vollkommen neues Format und legt bewusst den Fokus auf aktuelle Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Seit jeher war die Fotografie ein stark durch technische Entwicklungen beeinflusstes Medium, welches in der noch relativ jungen Fotografiegeschichte zu konstanter Weiterentwicklung und Veränderung des Mediums geführt hat. Seit der Digitalisierung ist die Fotografie erneut in einem Transitionsprozess begriffen, dessen Auswirkungen und Folgen erst langsam sichtbar werden und somit auf internationaler Experten- und Künstlerebene seit einigen Jahren intensiv diskutiert werden. „Thinking about Photography“ gibt zukünftig mit bis zu drei Ausstellungen pro Jahr Anlass, über neue Tendenzen und künstlerische Entwicklungen innerhalb des Mediums Fotografie zu reflektieren. Neue Produktions-, Wahrnehmungs-, und Präsentationsformen werden dabei in den Fokus gerückt, um stärker auch die Zukunft des Mediums im Blick zu haben.

Vernissage: Freitag, 05. Februar 2016, 19 Uhr 

Ausstellungsdaten: Samstag, 6. Februar bis Sonntag, 24. April 2016

Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Zu C|O Berlin

 

Bildunterschrift: via C|O Berlin – Peter Puklus

Peter Puklus Ausstellung C|O Berlin – ART at Berlin

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