Im Zentrum der alljährlich neu eingerichteten Sammlungspräsentation im Marstall der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin stehen diesmal zwei zeitgenössische Künstler: der Fotograf Kai Bornhöft und der Maler Frank Tornow. Die sich aus der Zusammenstellung ihrer Werke ergebende Idee einer komplementären Ergänzung bestimmt erstmals auch die Hängung der eigenen Bestände.
Das Prinzip der ungewöhnlichen Nachbarschaft spielt eine wichtige Rolle im Surrealismus: „Schön wie das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“ hieß es schon bei Lautréamont, den André Breton im Ersten Manifest des Surrealismus zitiert. Denn die überraschende Begegnung von Dingen, die man für gewöhnlich nicht miteinander in Verbindung bringt, lässt etwas Drittes entstehen, ein Rätsel, das unsere Wahrnehmung stimuliert und …
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Abb. oben: Frank Tornow, Sombra, Hokkaido und Apfel, 2025, Öl auf Holz © Frank Tornow, VG Bild-Kunst, Bonn 2026.
