post-title NEWS: Haus am Lützowplatz zeigt ÜberLeben – Fragen an die Zukunft | 15.09.2022 – 08.01.2023

NEWS: Haus am Lützowplatz zeigt ÜberLeben – Fragen an die Zukunft | 15.09.2022 – 08.01.2023

NEWS: Haus am Lützowplatz zeigt ÜberLeben – Fragen an die Zukunft | 15.09.2022 – 08.01.2023

NEWS: Haus am Lützowplatz zeigt ÜberLeben – Fragen an die Zukunft | 15.09.2022 – 08.01.2023

Im Zentrum des Referenzsystems der Ausstellung „ÜberLeben – Fragen an die Zukunft“ im Haus am Lützowplatz steht der Film „Soylent Green“ von 1973, der im Jahr 2022 spielt und ein Zukunftsszenario entwarf, das von extremer Überbevölkerung und den dadurch hervorgerufenen ökologischen Problemen handelt.1 Auch die globale Erwärmung durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wird thematisiert, lange bevor in der Wissenschaft darüber Konsens herrschte.2 Da die Ozeane leergefischt sind und nicht mehr genug Agrarflächen zur Verfügung stehen, werden die Menschen im Jahr 2022 von künstlich hergestellten Nahrungsmitteln ernährt, welche die ethisch korrumpierte Oberschicht von der Firma Soylent3 heimlich aus Leichen produzieren lässt. Die enthemmte Ausbeutung von natürlichen Ressourcen, so die Botschaft des Films, mündet in einem auf Gewalt beruhenden, sich gleichsam selbst verschlingenden Gesellschaftssystem, das alle moralischen und ethischen Prinzipien verloren hat.

Der Film gilt als erste massenwirksam rezipierte Ökodystopie und ist eng verbunden mit dem Beginn eines neuen Bewusstseins über die Gefährdung des Planeten durch den Menschen. So wurde am 22. April 1970 der erste „Earth Day“ begangen, um auf die globalen Probleme der Umweltzerstörung aufmerksam zu machen. 1971 wurde Greenpeace in Kanada gegründet und 1972 veröffentlichte der Club of Rome den Bericht zur Lage der Menschheit: „Die Grenzen des Wachstums“ (The Limits to Growth). Bei der 17. Apollo-Mission, die im Dezember 1972 startete und in deren Zusammenhang zum letzten Mal ein Mensch den Mond betrat, wurde das sogenannte „Blue Marble“-Foto des im Weltall treibenden Planeten aufgenommen, das durch den darin aufgehobenen Overview-Effekt als Symbol von diversen Umweltbewegungen bekannt geworden ist. Richard Buckminster Fuller prägte schon etwas früher den Begriff „Raumschiff Erde“ durch seine 1968 erschienene Publikation „Operating Manual for Spaceship Earth“. Die deutsche Version des Films kam 1974 mit dem stakkatohaften Untertitel „… Jahr 2022 … die überleben wollen“ in die Kinos und wurde am 5. September 1981 erstmals im Abendprogramm der ARD ausgestrahlt.4

Vor der Folie des fast 50 Jahre alten Blicks in eine Zukunft, die nun Gegenwart geworden ist, bietet die Ausstellung mit …

Lesen Sie den Beitrag weiter auf DEEDS.NEWS.

 

Abb. oben: Videostill, L.E.O.P.A.R.T., 2019, HD Video, 17:13 Min. © Nina E. Schönefeld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Meisterwerke in Berlin

Viele beeindruckende Meisterwerke der Kunst aller Epochen können Sie in den Berliner Museen besuchen. Aber wo genau findet man Werke von Albrecht Dürer, Claude Monet, Vincent van Gogh, Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens oder die weltberühmte Nofretete? Wir stellen Ihnen die beeindruckendsten Meisterwerke der Kunst in Berlin vor. Und leiten Sie mit nur einem Klick zu dem entsprechenden Museum. Damit Sie Ihr Lieblingsmeisterwerk dort ganz persönlich live erleben und in Augenschein nehmen können.

Lädt…
X
X
 
Send this to a friend