Am Freitag, 9. Januar 2026 um 19 Uhr eröffnet in der St. Matthäus-Kirche am Kulturforum Berlin die Ausstellung „Phantome“ des polnischen Künstlers Dominik Lejman. Die von Hubertus von Amelunxen kuratierte Präsentation versammelt rund 20 Werke aus einem Schaffenszeitraum von nahezu drei Jahrzehnten und zeigt Lejmans charakteristische Verbindung von Malerei und Video als ortsspezifische Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Präsenz und Flüchtigkeit.
Seit den 1990er-Jahren entwickelt Dominik Lejman eine künstlerische Praxis, in der bewegte Bilder auf abstrakte und figurative Malerei projiziert werden. Die Leinwände fungieren dabei als temporäre Träger von Erscheinungen, die auftauchen und wieder verschwinden. Diese Überlagerung von statischem Bildträger und zeitbasiertem Medium erzeugt eine fragile Bildsituation, in der Figuren wie Phantome erscheinen – flüchtig, instabil und zugleich eindringlich präsent.
Die Ausstellung in der St. Matthäus-Kirche zeigt Werke aus den Jahren 1995 bis heute und macht die Entwicklung dieser Bildsprache nachvollziehbar. Lejmans Arbeiten thematisieren grundlegende Spannungen menschlicher Existenz: Ausrichtung und …
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Abb. oben: Dominik Lejman, 2020, photo: Michał Gieniusz
