bis 20.02. | #4902ARTatBerlin | Galerie Gilla Lörcher zeigt ab Freitag, 16. Januar 2026 die Ausstellung „Mapping the concrete“ des Künstlers Ivan Liovik Ebel.
Die Ausstellung Mapping the Concrete präsentiert einen Werkkomplex, der zwischen 2021 und 2025 entstanden ist und in dem Ebel das Verhältnis zwischen künstlerischer Praxis und philosophischer Operation auslotet. Die Arbeiten markieren Zonen, in denen „Konkretheit“ nicht als greifbare Materialität verstanden wird, sondern als eine Form der Beziehung: ein Modus, der es erlaubt, visuelle, gedankliche und räumliche Elemente ohne Hierarchie nebeneinander bestehen zu lassen. Die zahlreichen Referenzen, die sich auf diskrete oder deutlichere Weise zeigen, dienen dabei nicht der Veranschaulichung, sondern wirken als operative Spuren, die die Wahrnehmung der Besucher:innen subtil verschieben.
Zentrales Element der Ausstellung ist ein Plan im Format A2, der als methodische Karte fungiert. Er stellt keine klassische Übersicht dar, sondern eröffnet einen Denkraum, in dem das Konkrete selbst kartographiert wird: als Geflecht von Relationen, Überlagerungen und möglichen Wegen durch die Ausstellung, als Netzwerk von Beziehungen zwischen Werken und Gedanken. Der Plan erlaubt es den Besucher:innen, die konzeptuelle Architektur des Konkreten navigierend nachzuvollziehen. Er dient zugleich als Navigationsinstrument und als visuelle Hypothese — als physische wie metaphorische Landkarte eines gemeinsamen Denkraums, in dem sich Kunst und Denken auf Augenhöhe begegnen.
Ivan Liovik Ebel, Studio view. Atelier Ivan Liovik Ebel. 2025
Seit mehreren Jahren arbeitet der in Berlin lebende schweizerisch-deutsche Künstler Ivan Liovik Ebel eng mit der Philosophin Anne-Françoise Schmid zusammen — Mitbegründerin der internationalen Initiative der sogenannten „Nicht-Philosophie“. Gemeinsam veröffentlichten sie 2021 das Buch Topographie discrète, ein „Szenario für einen Text ohne Dimensionen“, das den Versuch unternimmt, Kunst und Philosophie jenseits tradierter Disziplingrenzen in ein gemeinsames Feld zu bringen.
Über Ivan Liovik Ebel
Ivan Liovik Ebel (geb. 1983 in Neuchatel / CH) lebt und arbeitet in Berlin. Sein Studium schloss er ab mit dem Master in Contemporary Arts Practice an der Universität der Künste Bern. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert: Kunsthaus Langenthal (CH), Kunsthalle Bern (CH), Kunstmuseum Bern (CH), CACN Centre d’Art Contemporain de Nîmes (F), Neue Galerie, London (GB) und Bern (CH), Marks Blond Project, Bern (CH), ZQM Projektraum, Berlin (DE), Galerie Widmer Theodoridis, Zürich (CH), Annka Kultys Gallery, London (GB), Galerie Valérie Delaunay, Paris (F), Galerie 3000, Bern (CH), Espace Art & Essai, Rennes (F), Galerie du Griffon, Neuchatel (CH), Galerie Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (DE)
Vernissage: Freitag, 16. Januar 2026, 19:00–21:00 Uhr
Ausstellungsdaten: Freitag, 16. Januar bis Freitag, 20. Februar 2026
Zur Galerie
Titelbild: Ivan Liovik Ebel, Ghost of Resistance, acryl and dirt on canvas, 55 x 40 cm
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