post-title EX-EMBASSY | Ausstellung und Textreihe | Ehemalige Australische Botschaft (DDR) | 04.08.–31.08.2018

EX-EMBASSY | Ausstellung und Textreihe | Ehemalige Australische Botschaft (DDR) | 04.08.–31.08.2018

EX-EMBASSY | Ausstellung und Textreihe | Ehemalige Australische Botschaft (DDR) | 04.08.–31.08.2018

EX-EMBASSY | Ausstellung und Textreihe | Ehemalige Australische Botschaft (DDR) | 04.08.–31.08.2018

bis 31.08. | EX-EMBASSY präsentiert ab 4. August 2018 die Ausstellung und Textreihe mit den Künstler*innen Megan Cope (Quandamooka); Archie Moore (Kamilaroi); Sumugan Sivanesan (AU) & Carl Gerber (DE); Sonya Schönberger (DE); und Khadija von Zinnenburg Carroll (AU/UK) und Texten von Kulturwissenschaftler Ben Gook (AU); Rechtswissenschaftlerin Sarah Keenan (UK); Historiker Peter Monteath (AU); Künstlerin, Kritikerin und Kuratorin Rachel O’Reilly (AU); und Autorin Nathan Sentance (Wiradjuri) statt. EX-EMBASSY wird von der Künstlerin Sonja Hornung (AU/NL) mit der kuratorischen Beratung von Rachel O’Reilly (AU) veranstaltet.

EX-EMBASSY ist eine Ausstellungs- und Textreihe, die sich von der ehemaligen australischen Botschaft in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) aus entfaltet. Fünf künstlerische Arbeiten und fünf Texte sind in und um diese ikonische modernistische Struktur herum angesiedelt.

Die zwischen 1973 und 1975 errichtete ehemalige Botschaft ist Bestandteil eines kaum bekannten, aber beispiellosen architektonischen Experiments: In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren wurden 135 diplomatische Gebäude im peripheren Nordosten Berlins, in Pankow, über einen kurzen Zeitraum errichtet. Praktisch ohne nationale Symbolik sind diese vorgefertigten, modularen Strukturen noch immer in ganz Pankow verstreut zu finden.

Australien, in den Kommuniqués der DDR oft als „Fünfter Kontinent“ bezeichnet, spielt in der Geschichte des Kalten Krieges meist eine untergeordnete Rolle. Als zweiter westlicher Staat, welcher die DDR anerkennt, erhielte Australien das größte Botschaftsmodell: den „Ingenieur-Hochbau-III“, entworfen von einer Gruppe unter der Leitung von Horst Bauer, ebenfalls Architekt der Ostberliner Ikone Café Moskau.

Während die DDR um internationale Anerkennung kämpfte, reagierte die Siedler-Kolonie Australien im eigenen Land auf soziale Bewegungen mit demokratischen Reformen, einschließlich der späten Anerkennung der Ansprüche der Aborigines auf deren Land, und definierte damit ihre territoriale Macht im asiatisch-pazifischen Raum neu. Australiens mehr oder weniger unvereinbaren diplomatischen Beziehungen zur DDR trugen offiziell wenig Früchte und wurden vor dem Fall der Mauer aufgegeben. Die Botschaft war eines von vielen ostdeutschen Staatsgütern, die im Rahmen des westdeutsch gesteuerten Treuhandprozesses zu einem niedrigen Preis privatisiert wurden. Entsprechend der Definition der Geografin Doreen Massey von Raum als „Gleichzeitigkeit bisheriger Geschichten“ adressiert EX-EMBASSY die ehemalige Botschaft als einen Ort, der von Verläufen geprägt ist und vergegenwärtigt, die weit über den physischen Zusammenhang hinausgehen. Die ausgestellten Werke und Texte deuten Geschichten diplomatischer Performance, die revidierte Erzählungen und kapitalistische Eigentumsformate destabilisieren, und befassen sich mit historischen als auch gegenwärtigen Verhandlungen über Wert und Territorium; Erzählung und Identität.

Parallel zur EX-EMBASSY hat sich eine lokale Künstlervereinigung gebildet, um das denkmalgeschützte Gebäude dem Immobilienmarkt zu entziehen und als Atelierhaus und permanente Kulturstätte zu sichern.

Beteiligte Künstler sind u.a: Megan Cope (Quandamooka); Archie Moore (Kamilaroi); Sumugan Sivanesan (AU) & Carl Gerber (DE); Sonya Schönberger (DE); und Khadija von Zinnenburg Carroll (AU/UK).  Mit Texten von: Kulturwissenschaftler Ben Gook (AU); RechtswissenschaftlerinSarah Keenan (UK); Historiker Peter Monteath (AU); Künstlerin, Kritikerin und Kuratorin Rachel O’Reilly (AU); und Autorin Nathan Sentance (Wiradjuri). EX-EMBASSY wird von der KünstlerinSonja Hornung (AU/NL) mit der kuratorischen Beratung von Rachel O’Reilly (AU) veranstaltet.

EX-EMBASSY wird im Rahmen des Berliner Project Space Festivals 2018 veranstaltet. Dieses Projekt wurde von der australischen Regierung durch das Förder- und Beratungsgremium des Australia Council for the Arts und von der Rosa Luxemburg Stiftung durch den Verein Helle Panke e.V. unterstützt.

EX-EMBASSY wurde von der bildenden Künstlerin Sonja Hornung konzipiert, die in enger Zusammenarbeit mit der kuratorischen Beraterung von Rachel O’Reilly ein Archiv über den Ort für und im Gespräch mit den beteiligten Künstler*innen und Autor*innen der Ausstellung erstellt hat. Die Videoarbeit The Blaktism der Quandamooka-Künstlerin Megan Cope ist ein satirisches Ritual, in dem eine Aborigine von den weißen Kulturbehörden als solche anerkannt und klassifiziert wird. Khadija von Zinnenburg Carroll (AU/AT) präsentiert eine Installations- und Performancearbeit, die auf Archivmaterial basiert, das über fast zehn Jahre im Zusammenhang mit der ehemaligen australischen Botschaft und ihrem verlassenen architektonischen Zwilling, der ehemaligen irakischen Botschaft, gesammelt wurde, während der Historiker Peter Monteath (AU) einen Text verfasst, der Archivfragmente über das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem „fünften Kontinent“ und „Pankow“ verhandelt. Rachel O’Reilly (AU/DE) thematisiert den politischen Formalismus von „blockfreier Kunstgeschichte“ (Vesic) innerhalb bestimmter, durch den Ort vorgegebener historischer Konfigurationen. Sumugan Sivanesan (AU/DE) & Carl Gerber (DE) führen ein ungleiches Tennisspiel auf dem Tennisplatz der Botschaft durch, das die ‘(un)-diplomatischen Künste der Politik schwarzer Körper’ thematisiert. Sarah Keenan (AU/UK) schreibt aus einer kritischen rechtlichen Perspektive über das Verhältnis zwischen kolonialer Logik, Eigentum und Zugehörigkeitssystemen, während die Gartenlandschaft der Botschaft, die ursprünglich für den Genuss und die Bewegungsfreiheit diplomatischer Gäste gedacht war, durch eine Intervention von Archie Moore (Kamilaroi) gestört wird, um auf die gewaltsame Zuordnung bestimmter Körper zu bestimmten Räumen aufmerksam zu machen. Nathan Sentance (Wiradjuri) befasst sich mit der Rolle von institutioneller Architektur bei der Auslöschung planetarischer sozialer Erinnerungsorte infolge von kolonialer Invasion. Ein Text von Ben Gook (AU/DE) vergleicht Neoliberalisierungsprozesse in Australien und (Ost-)Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Nutzung von Räumen und soziale Identitäten, während eine Aktion von Sonya Schönberger (DE) mit dem Motiv des Unkrauts das Verhältnis von Kunst, Gentrifizierung und manipulierter und kontrollierter Zugehörigkeit am Rande der Stadt kritisch reflektiert.

BIOGRAPHIEN – MITWIRKENDE KÜNSTLER*INNEN

Megan Cope ist eine Quandamooka aus North Stradbroke Island im Südosten Queenslands. Sie lebt und arbeitet in Brisbane. Ihre ortsspezifischen skulpturalen Installationen, Videoarbeiten und Gemälde erforschen die Mythen und Methoden der Kolonialisierung. Ihre vielfältige Praxis beschäftigt sich auch mit Fragen der Identität, der Umwelt und der Kartierungspraxis. Copes Arbeiten wurden in Australien und international ausgestellt, unter anderem in der Queensland Art Gallery/Gallery of Modern Art; Gold Coast City Art Gallery; MONA FOMA, Hobart; ARC Biennial, Brisbane; Cairns Regional Art Gallery; Koori Heritage Trust, Melbourne; City Gallery, Wellington; Para Site Contemporary Art Space, Hong Kong; Careof Art Space, Mailand; The Australian Embassy, Washington und Next Wave Festival, 2014. Cope wurde für die Erschaffung großer ortsspezifische Werke in der Queensland Art Gallery/ Gallery of Modern Art, 2013, sowie für das Melbourne Museum, 2015 beauftragt. Cope ist Mitglied des AborigineKunstkollektivs proppaNOW.

Carl Gerber, geboren 1985 in Mainz, studierte von 2007-2013 Drehbuch an der Filmhochschule Ludwigsburg. Während des Studiums entstanden nach Carls Buchvorlagen preisgekrönte Kurzfilme, darunter Synkope, der für den deutschen Kurzfilmpreis nominiert war. Seine Kurzgeschichten Die Untersuchung des Auges und Erster Erster wurden im Primero Verlag veröffentlicht. 2012 war Carl an der türkisch-syrischen Grenze Leiter eines Filmworkshops für syrische Flüchtlingskinder und ist in Berlin Teil der Newsgroup Afghanistan, die Fotoausstellungen, ein Theaterstück und eine Buchpublikation zum Thema Heimat, Flucht und dem deutschen Asylprozess auf die Beine gestellt hat. Seit 2013 arbeitet Carl als Performance-Dramaturg in verschiedenen Konstellationen. Seine Arbeiten wurden in den Sophiensälen Berlin, im Ballhaus Ost Berlin und im Harburger Bahnhof u.a. gezeigt. Mit seinem ersten Langspielfilm 24 Wochen gelang ihm 2016 der einzige deutsche Beitrag im Wettbewerb der 66. Berlinale. Nach einer Festival- und Kinotour durch über 30 Länder wurde der Film 2017 vierfach für den deutschen Filmpreis nominiert, unter anderem für das beste Drehbuch. Der Film gewann die „silberne Lola“.

Archie Moore (Kamilaroi, Jahrgang 1970, Toowoomba, lebt in Brisbane) arbeitet medienübergreifend an Darstellungen von Selbst- und Nationalgeschichte. Zu seinen ständigen Interessen gehören die wichtigsten Merkmale von Identität – Haut, Sprache, Geruch, Heimat, Flaggen – sowie die Grenzen von interkulturellem Verständnis und Missverständnis, einschließlich der umfassenderen Bedeutung von Rassismus. Unsicherheit ist ein ständiges Thema, das sein väterliches Kamilaroi-Erbe betrifft. Moore schloss 1998 seinen Bachelor of Visual Arts an der Queensland University of Technology ab. Im Jahr 2001 erhielt er das Millenial Anne & Gordon Samstag International Visual Arts Stipendium, das ihm ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag ermöglichte. Seit zwei Jahrzehnten veranstaltet er regelmäßig Einzelausstellungen seiner Arbeiten in Universitäten, gemeinnützigen und kommerziellen Galerien in ganz Australien und wird zu Einzel- und Doppelausstellungen in Großbritannien und Japan eingeladen. Er wurde für die 3. National Indigenous Art Triennale und die 20. Biennale in Sydney beauftragt.

Sonya Schönberger verbindet in ihrer künstlerischen Praxis ihre Studien der Ethnologie und der Experimentellen Mediengestaltung. In den letzten acht Jahren hat sie mittels eines Langzeitprojektes ein Archiv aufgebaut, für das sie in Deutschland, den USA und Israel mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs Gespräche im privaten Rahmen führte. Mit Hilfe dieses ‘Archiv der Erinnerungen’ untersucht sie die Auswirkungen der Traumata einer Nation auf die nachfolgenden Generationen. Die Künstlerin bedient sich bewusst und je nach Projekt unterschiedlicher Medien wie Fotografie, Theater, Film, Installation oder Audioformaten.

Sumugan Sivanesan (Sydney/Berlin) ist ein multidisziplinärer Künstler, Schriftsteller, Forscher und Pädagoge. Seine Forschungsinteressen umfassen: Experimentelle Medienkunst, Zeitgenössische Kunst und Aktivismus, Environmental Humanities, Queer Theory und Tamil Studies. Er zeigte Performances, Screenings, Events und Ausstellungen in der School for Machines, Making & Make-Believe (Berlin 2017), dem Images Festival Toronto (2017, 2010), dem Museum of Contemporary Art (Sydney, 2016, 2010) und der Transmediale (Berlin 2016) produziert, Art Laboratory Berlin (2015), ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin (2015, 2014), Perth Institute of Contemporary Arts (2014), The Reading Room (Bangkok 2013), Performance Space (Sydney 2013) und 4A Centre for Contemporary Asian Art (Sydney 2011, 2010). Er gehörte zum Kern des experimentellen Dokumentarfilmkollektivs theweathergroup_U für die Biennale in Sydney, 2008.

Khadija von Zinnenburg Carroll ist eine in Österreich lebende australische Künstlerin und Professorin für Globale Kunstgeschichte an der Universität Birmingham. Ihre Praxis untersucht, wie man ethisch und experimentell in neoliberale Institutionen eingreift. Diese Form des institutionellen Aktivismus, zusammen mit dem Einsatz ortsspezifischer Installationsstrategien, hinterfragt den Einfluss des Marktes auf Kunst und Forschung und reflektiert die Schnittpunkte beider über einen „ethnographischen Konzeptualismus“. Khadija ist die Autorin der Bücher Art in the Time of Colony; Botanical Drift: Plant Protagonists of the Invasive Herbarium; und The Importance of Being Anachronistic. Ihre Arbeiten wurden bei Extracity, Savvy Contemporary Berlin, den Pitt Rivers und dem Haus der Kulturen der Welt Berlin gezeigt. Als Expertin für zeitgenössische Kunst und Kolonialismus sowie Museums- und Sammlungsgeschichte hat sie an der Harvard University über die Kunst der Aborigines promoviert. Ihre Installationen und Texte wurden auf der Biennale von Venedig, der Biennale von Marrakesch und der Silver Sehnsucht ausgestellt. Sie ist Stipendiatin der British Academy und der Humboldt Stiftung und Herausgeberin der Zeitschrift Third Text.

BIOGRAPHIEN – MITWIRKENDE AUTOR*INNEN

Ben Gook (AU/DE) ist Postdoktorand der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der Humboldt Universität Berlin. Als Fellow der School of Social and Political Sciences ist er außerdem ehrenamtlich an der University of Melbourne tätig. Er promovierte 2014 in Sozialtheorie und Kulturwissenschaften an der University of Melbourne. Er erforscht die zeitgenössische deutsche Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem Fokus auf den gesellschaftlichen Wandel nach dem Fall der Berliner Mauer. Sein erstes Buch ist Divided Subjects, Invisible Borders: Re-unified Germany after 1989 (London: Rowman & Littlefield, 2015). Er hat auch über die australische Kultur geschrieben, darunter „Australian Postcolonial Trauma and Silences in Samson and Delilah“, Scars and Wounds: Trauma on Film in National and International Contexts, 2017) und „…With Ears for Landscape: Australian Soundscapes“, Crossings (2006). Sein Essay „Lest we Forget; Let us Forget“ (2013) antwortete auf Nothing to See Here von Amy Spiers und Catherine Ryan beim Underbelly Arts Festival in Sydney.

Sarah Keenan ist Senior Lecturer an der Birkbeck Law School und Co-Direktorin des Centre for Research on Race and Law. Ursprünglich in Australien als Rechtsanwältin ausgebildet, nutzt sie in ihrer Forschung feministische und kritische Rassentheorien, um Fragen von Raum, Eigentum und Identität zu überdenken. Ihr Buch Subversive Property: Law and the Production of Spaces of Belonging wurde 2014 von Routledge veröffentlicht und sie ist derzeit Leverhulme Fellow mit ihrem Projekt Making Land Liquid: The Temporality of Land Title Registration.

Peter Monteath ist Professor für Geschichte an der Flinders University in Adelaide. Er lehrte an der University of Queensland, der Deakin University, der University of Western Australia, der University of Adelaide und der Flinders University. Außerdem war er Gastprofessor an der University of St. Louis Missouri und der Technischen Universität Berlin, wo er Alexander-von-Humboldt Fellow war. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der deutschen und australischen modernen Geschichte und in den Verbindungen zwischen beiden. Sein bekanntestes Buch ist POW: Australian Prisoners of War in Hitler’s Reich (Sydney 2011). Im Jahr 2015 veröffentlichte er zusammen mit der Co-Autorin Valerie Munt eine Biographie des Anthropologen Fred Rose unter dem Titel Red Professor: The Cold War Life of Fred Rose. Das Buch, das auf umfangreichen Arbeiten in australischen und deutschen Archiven basiert, wurde 2016 für den Geschichtspreis des Premierministers nominiert. Derzeit lehrt und forscht Peter Monteath an der Flinders University und ist Präsident des History Council of South Australia.

Nathan „mudyi“ Sentance ist Wiradjuri und kreativer Produzent, der sich dafür einsetzt, dass die kulturellen und historischen Erzählungen, die von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen, wie Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen (GLAM) vermittelt werden, eine Perspektive der ersten Nationen haben und dass die Geschichten der ersten Nationen von den Menschen der ersten Nationen erzählt und kontrolliert werden. Damit sollen die Verzerrungen und Fehlinterpretationen der Aborigine Kultur und Aborigine Völker, die zuvor von den GLAM-Institutionen verbreitet wurden, ausgeglichen werden. Nathan war auch Teilnehmer des 2017 Wesfarmers/NGA Indigenous Arts Leadership Programms und ist derzeit der Organisator der Australian Society of Archivists, Aboriginal and Torres Strait Islander Special Interest Group. Er produzierte Ngalu Warrawi Marri (wir bleiben stark), die Invasion Day Protestveranstaltung im Australian Museum, half bei der Kuratierung der kommenden Gadi Ausstellung im Australian Museum und ist als Redner der Museums Galleries Australia Conference für 2018 eingeladen.

Rachel O’Reilly (Kuratorische Beratung) (Brisbane/Berlin) ist eine Künstlerin, Schriftstellerin, Kuratorin und Lehrende (Niederländisches Kunstinstitut), deren Arbeit die Beziehungen zwischen Kunst und verorteter kultureller Praxis, ästhetischer Philosophie und politischer Ökonomie untersucht. Sie war Resident an der Jan van Eyck Academie, Kuratorin an der Australian Cinematheque und der Fifth Asia Pacific Triennial of Contemporary Art, wo sie die Filme von Kumar Shahani archivierte, und in jüngster Zeit war sie als Co-Kuratorin tätig von ‘Infrastructural Rifts: Souls and Soils of Disaster Developmentalism’ für die DAI Roaming Academy und ‘Planetary Records: Performing Justice between Art and Law’ für die Contour Biennale, Mechelen. Zu den Veröffentlichungen gehören: Neutralität: Aus dem Brief von Melos an die blockfreien Bewegung(en) mit Jelena Vesic (Haus der Kunst Goethe Fellow) und Vladimir Jeric Vlidi, und Infrastrukturen der Autonomie an der Berufsgrenze: Kunst und der Boykott von/als Kunst, mit Danny Butt, Journal of Aesthetics and Protest. Ihre künstlerische Arbeit und Forschung über unkonventionellen Extraktivismus wurde am Institute of Modern Art, Eflux, Van Abbemuseum, Qalandiya International, Savvy Contemporary, Tate Liverpool und als Teil von Frontier Imaginaries präsentiert. Ihr Engagement für die kuratorische Ethik wird durch ihre beratende Funktion in der Place, Ground and Practice Group der International Society for Electronic Arts und ihre Einladung zu Future South(s), ein Online-Dialognetzwerk von Künstlern, Kuratoren, Theoretikern und Historikern der UNSW, deutlich. Ihre Arbeiten wurden von Cambridge Scholars Press, MIT Press, Postcolonial Studies, Eflux Journal und in vernetzten E-Books veröffentlicht.

Sonja Hornung (Organisation) ist bildende Künstlerin. Sie ist in Melbourne, Australien, aufgewachsen und hat dort studiert. Im Jahr 2012 zog sie nach Berlin, um einen Master an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee zu machen (Abschluss 2016). In ihrer künstlerischen Praxis, die sich zwischen Installation, öffentlichen Performances, Siebdruck und Zeichnung bewegt, versucht sie, emanzipierte Formen in bereits bestehende Ordnungen einzufügen. Seit 2012 versuchte sie zwei Jahre lang, Botschaften davon zu überzeugen, ihre Nationalflaggen durch eine Fahne ohne Bedeutung zu ersetzen (Emptying Flags, Neue Berliner Räume, 2012-2014). Ihre Arbeiten wurden seither in Institutionen und Projekträumen wie Forum Stadtpark (2018, Graz), Art Encounters Biennale (2017, Timisoara), Kunstverein Harburg (2017), Bonn Theater (2017), District Berlin (2016), Maxim Gorki Theater (Berlin, 2016), Ivan Gallery (Bukarest, 2015), Kunsthaus Dahlem (Berlin, 2015) und Friday Exit (Wien, 2014) gezeigt. Sie erhielt das Melbourne National Scholarship (2005-10) und das Mart Stam Studio Scholarship (2016) und wurde von der Australian Copyright Agency (2015), der European Cultural Foundation (2015), der Kunstförderung Steiermark (2017- 18) und dem DAAD (2009-10, 2015, 2016) gefördert. Außerdem hat sie Rezensionen und kulturelle Kommentare für die Frieze, Berlin Art Link, Artleaks Gazette und ArtSlant Berlin geschrieben.

Eröffnung: Samstag, 4. August 2018, Beginn 15.00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 4. August bis Freitag, 31. August 2018

WO? Ehemalige Australische Botschaft, Grabbeallee 34, 13156 Berlin-Pankow

WANN? Do-Sa, 12:00-18:00 Uhr oder nach Vereinbarung 

 

Bildunterschrift: Courtesy of EX-EMBASSY – Foto: Adrian Knuppertz

EX-EMBASSY – Ausstellung und Textreihe – Grabbeallee 34, 13156 Berlin | Contemporary Art – Zeitgenössische Kunst in Berlin – ART at Berlin 

 

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