post-title Chenchenchen | THE MERCY OF NOT KILLING | Migrant Bird Space | 16.06.-20.07.2018

Chenchenchen | THE MERCY OF NOT KILLING | Migrant Bird Space | 16.06.-20.07.2018

Chenchenchen | THE MERCY OF NOT KILLING | Migrant Bird Space | 16.06.-20.07.2018

Chenchenchen | THE MERCY OF NOT KILLING | Migrant Bird Space | 16.06.-20.07.2018

bis 20.07. | #2035ARTatBerlin | Migrant Bird Space präsentiert ab 16. Juni 2018 die Ausstellung THE MERCY OF NOT KILLING des Künstlers Chenchenchen.

Chenchenchen (陈 陈 陈, a.k. a. ccc, geb. 1987) ist ein chinesischer Konzeptkünstler, der vor allem für seine Performance „Die Barmherzigkeit des Nicht-Tötens 2.0“ bekannt ist, in der er zehn Bauarbeiter an den Rändern eines 34 Meter hohen Turms aufhängt. In seinen Arbeiten beschäftigt sich ccc oft mit dem menschlichen Körper, um Gedanken über die sozialen Bedingungen der modernen Gesellschaft anzustoßen. Seine multimedialen Projekte, die gleichzeitig in Performance, digitaler Kunst, Malerei und Skulptur arbeiten, interagieren und bilden eine Reihe paralleler Welten. Sie sind kohärent in das futuristische Panorama von „Poor Sci-Fi“ von ccc eingeordnet: eine techno-dystopische Vision, die sich aus den Kämpfen des Alltags ableitet.


Performance of Mercy of Not Killing 2.0 in Wuxi, Feb. 2017
©  Image courtesy ccc – UCCA Beijing

Seine Arbeit ist intelligent und spektakulär, er spricht Themen an, die spezifisch für die chinesische Kultur sind, und weist auf die individuellen Auswirkungen des Lebens in einer globalisierten Welt hin. Wo traditionelle Werte und Normen aufgehoben scheinen, projiziert ccc eine humanistische Vision, die die positiven Kräfte universeller menschlicher Werte hervorhebt. Nach der bahnbrechenden Präsentation von ccc im Ullens Zentrum für zeitgenössische Kunst in Peking im Jahr 2017 und zahlreichen Ausstellungen in China ist dies seine erste Einzelausstellung in Europa. Gezeigt werden interaktive Multimedia-Installationen, großformatige Fotodrucke und Mixed Media aus zwei Langzeit-Werkgruppen: „Die Gnade des Nicht-Tötens“ und „Possible Babies“.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der internationalen Kunstagentur & Pop-Up-Galerie MO-Industries und der Galerie Migrant Bird Space, die seit 2015 das Beste der chinesischen Gegenwartskunst in Berlin und Peking beleuchtet.

The Mercy of Not Killing ist eine Serie, die 2016 mit Chenchchenchs Performance im MING Contemporary Art Museum in Shanghai begonnen wurde: Er packte einen Balken und hing zehn Meter hoch über dem Hauptboden des Museums, etwa eine Stunde in der Luft schwebend (MONK 1.0). Die anschließende „Mercy of Not Killing 2.0“ (MONK 2.0) wurde vom Ullens Center for Contemporary Art in Peking in Auftrag gegeben. Es wurde von ccc im Februar 2017 in Wuxi konzipiert und geleitet. In einem Aufbau, der aus einem klassischen Actionfilm zu stammen scheint, hielten sich zehn Bauarbeiter an den Rändern eines ehemaligen Wasserturms fest, als ob sie in den Tod stürzen würden. Eine kreischende Drohne dokumentierte ihre Notlage. Die düstere, dystopische Ausrichtung dieser Werke wirft Fragen nach dem gemeinsamen Humanismus und der universellen Verbindung, dem freiwilligen Mitgefühl und der Aussetzung der Brutalität im Alltag auf. Die monumentale Performance wurde als interaktive Multimedia-Installation in UCCAs bahnbrechender Gruppenausstellung „The New Normal: Kunst und China im Jahr 2017“ präsentiert. ccc wird für seine Solo-Show in Berlin ein ortsspezifisches Setup erstellen und der Serie neue Werke hinzufügen.

ART at Berlin - Migrant Birds Space - ccc - Performance of Mercy of Not Killing 1.0 2016 Images courtesy ccc - MING Museum Shanghai
Performance of Mercy of Not Killing 1.0 at MING Museum, 2016
© Images courtesy ccc – MING Museum, Shanghai

Drohnenaufnahmen von MONK 2.0:

Künstler-Statement: „Die Barmherzigkeit des Nicht-Tötens“ beschreibt eine zwischenmenschliche Beziehung, die in der heutigen Gesellschaft leicht übersehen wird. Es bezieht sich auf eine Situation, in der ein Individuum seinen Willen auf verschiedene Arten einschränkt, um zu vermeiden, andere um ihn herum zu töten. Diese Barmherzigkeit kann als eine gemeinsame positive Kraft gesehen werden, die durch den Ausgleich einer Vielzahl von Kräften erzeugt wird, die ein Mensch der modernen Gesellschaft zu tragen hat. Ein Glanz der Menschheit unter dieser sozialen Ordnung wird schließlich enthüllt werden. Die ausgestellten Kunstwerke sind den realen Darstellungen des Lebens gewidmet, um diese delikate Beziehung, die das Publikum erforschen kann, zu extrahieren. „(Chenchchenchen)

Possible Babies kamen aus ccc’s fortwährender Erforschung von „Successology“ und „Genealogy“, Themen, die besonders für die chinesische Kultur relevant sind. Die Reihe begann 2012 und umfasst eine Vielzahl von Medien wie zum Beispiel manipulierte Fotografie, digitales Design, Malerei, Bildhauerei und zuletzt das Videospiel „Find Chenchchenchen and Kill Him“, das in Zusammenarbeit mit dem art-project space entwickelt wurde „Wyoming Project“ in Peking 2017. In einer virtuellen Welt der alten Schule, die an die Counterstrike-Spiele der frühen 2000er erinnert, interagiert der Spieler mit den „möglichen Babys“ von ccc: den virtuellen Abkömmlingen des Künstlers, die in früheren Arbeiten entstanden sind.

Unter der Vielzahl von Ccc-Lookalikes muss der Spieler den Avatar von ccc – die Vaterfigur – finden und ihn töten. Das unheimliche Szenario eröffnet eine Vielzahl von Konnotationen und Themen: Patriarchat, Hierarchie und Inzest, Kultismus und kollektives Bewusstsein und was der Künstler als eine Erzählung von „gutartigem Narzissmus“ beschreibt. In Verbindung mit MONK setzt „Possible Babies“ das Motiv des virtuellen Todes


Stills from “Find Chenchenchen and Kill Him”, 2017
© Courtesy ccc – Wyoming Project, Beijing

POOR SCI-FI & Successology
Chenchenchens konzeptueller Zugang zur Kunst umfasst eine breite Palette von Medien: digitale Kunst, Performance, Malerei, Skulptur, Installation und Musik. Während jedes einzelne Projekt seine eigenen einzigartigen Themen hat und durch unterschiedliche Darstellungsmittel ausgeführt wird, fügen sich die Kunstwerke von ccc akribisch in seinen konzeptionellen Rahmen von „Poor Sci-Fi“ ein: eine Science-Fiction aus dem normalen Leben und nicht aus einer glamourösen Utopie Vision. ccc betrachtet „Poor Sci-Fi“ als ein experimentelles Konstrukt, das aus unseren gemeinsamen Ängsten und primitiven Sehnsüchten entstanden ist. Ein weiterer Hinweis auf cccs langfristige Forschung ist „Successology“, die Erforschung der Konzepte und der Bedeutung von Genealogie, Erfolg und Nachfolgerschaft in der der wörtlichste Sinn dieser Worte.

Diese Begriffe sind im heutigen China von besonderer Relevanz, wo die Ein-Kind-Politik erst 2015 abgeschafft wurde. „Successology“ steht auch im Mittelpunkt des aktuellen PhD-Projekts von Chen an der Capital Normal University in Peking.

CHENCHENCHEN | 陈陈陈

ART at Berlin - Courtesy of Migrant Bird Space - Chenchenchen

1987 — born in Hangzhou, lives & works in Hangzhou & Beijing
2010 — B.A. in Mixed-Media Art, China Academy of Art, Hangzhou
2012 — M.A. at the Studio of Total Art, School of Inter-Media Art (SIMA), Hangzhou
Since 2014 — PhD-candidate at the
Department of Philosophy, Capital Normal University, Beijing

Ausstellungen (eine Auswahl)

Einzelausstellungen
2018 Chenchenchen: The Mercy of Not Killing, MO-Industries & Migrant Bird Space, Berlin
2018 Dragon Station, Yanqingli, Shanghai, China
2017 Possible Baby, Wyoming Project, Beijing, China
2016 The Mercy of Not Killing 1.0 (Performance), MING Art Museum, Shanghai, China
2014 Teaching and Learning, Art Museum of Nanjing University of Arts, Nanjing, China
2013 Zoology, Inna Contemporary Art Space, Hangzhou, Zhejiang, China
2010 Empire Pavilion of Successology, WUBEI Gallery, Hangzhou, Zhejiang, China

Guppenausstellungen
2017 The New Normal: Art and China in 2017, Ullens Center for Contemporary Art, Beijing, China
2016 China Now, Oxo Gallery, London, United Kingdom
2015 Try It Again, <24ARTnaissance>, Today Art Museum, Beijing, China
2014 Wish You Were Here, ART SANYA, Sanya, China
2014 Aquaculture Plan for the Homo Sapiens, Power Station of Art, Shanghai, China
2013 Wish You Were Here, Documentary Academy Award of China, Beijing, China
2013 Wish You Were Here, Focus on the Future Talents of Art , Beijing, China
2013 Wish You Were Here, Polyphonic: 21 versions, Nanjing, Jiangsu, China
2012 Empire Pavilion of Successology, Reading at Night, London, UK
2012 Empire Pavilion of Successology, 8090 Youth, Ningbo, Zhejiang, China
2010 New Post Photography, Chambers Fine Art, Beijing, China

Für eine umfassende Liste von Shows und Performances: www.chenchenchen.net


Work by Chenchenchen

Vernissage: Freitag, 15. Juni 2018, ab 19 Uhr. Der Künstler ist anwesend.

Ausstellungsdaten: Samstag, 16. Juni bis Freitag, 20. Juli 2018

Zu Migrant Birds Space

 

Bildunterschrift: Performance of Mercy of Not Killing 1.0 at MING Museum, 2016 © Images courtesy ccc – MING Museum, Shanghai

Chenchenchen – THE MERCY OF NOT KILLING – Migrant Birds Space | Zeitgenössische Kunst – ART at Berlin

 

 

 

 

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