post-title Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence | H.M. Klosterfelde Edition | 09.09.-25.11.2017

Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence | H.M. Klosterfelde Edition | 09.09.-25.11.2017

Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence | H.M. Klosterfelde Edition | 09.09.-25.11.2017

Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence | H.M. Klosterfelde Edition | 09.09.-25.11.2017

bis 25.11. | #1615ARTatBerlin | H. M. Klosterfelde Edition präsentiert seit dem 09. September 2017 die Ausstellung “Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence”.

Was ist Zeit? Wie lässt sie sich messen? Solch philosophische Fragestellungen, die hinter vielen von Fiete Stoltes Arbeiten stecken, handelt der Künstler nicht in Worten ab, sondern in Form von ästhetischen Ideen, die den Betrachter komplexe Themen durch Bilder und sinnliche Erfahrungen neu wahrnehmen lassen. In Stoltes aktuellster Arbeit „Vitreous Essay on Permanence“ widmet sich der Künstler der Unendlichkeit.

Die symbolbeladene Sanduhr, die als Sinnbild für ein Verrinnen der Zeit gilt, dient als Ausgangspunkt für Stoltes großformatige Polaroidarbeiten. Die Serie von Unikaten, von denen eine Auswahl in der Ausstellung gezeigt wird, betonen die Einzigartigkeit des Moments, der in seiner jeweiligen Beschaffenheit unwiederholbar ist und machen gleichzeitig den ewigen Fluss der Zeit sichtbar.

Durch einen kleinen Eingriff – die Sanduhr wurde oben und unten aufgesägt – manipuliert Stolte das Gebrauchsobjekt für seine Zwecke: Da der Sand nicht mehr am Boden des Gefäßes, sondern in der Hand des Künstlers aufgefangen wird, entfällt der Akt das Glas umzudrehen. Der normalerweise von der Sanduhr bemessene, festgelegte Zeitraum wird aufgehoben und existiert so nicht mehr. Anstelle begrenzter Intervalle, die im geschlossenen „System Sanduhr“ eine bestimmte Zeiteinheit festlegen, steht nun die lineare Bewegung.

Der Künstler selbst füllt den Sand oben wieder und wieder ein – eine Sisyhphosarbeit. Doch der körperliche Eingriff des Künstlers, der hier durch das Auffangen und Umfüllen der Sandkörner selbst Teil der Maschine/Sanduhr wird, ist noch mehr: Es ist der „poetische Handgriff“, der durch einen präzisen Schnitt den Denkraum zeitlich öffnet und sogar erweitert. So wird auf den mit Blitz aufgenommenen Polaroids nicht nur der Sand- bzw. Zeitstrahl ins Bild gesetzt, sondern der Mensch hinter den Aufnahmen, der in das universale Konzept der Unendlichkeit auf subjektive Weise eingreift.

Für eine ebenfalls neu entstandene Soundinstallation hat der Künstler einen „synthetischen Kanon“ komponiert: Unterschiedliche Aufnahmen vom Aufprall von Sandkörnern auf verschiedenen Oberflächen fügen sich zu einem ganz speziellen Klangkörper, der auf natürliche Weise so gar nicht zu hören wäre. Die innere Erwartungshaltung unterscheidet sich von der realen Klangerfahrung. Auch hier sensibilisiert Fiete Stolte unsere Wahrnehmung für ein abstraktes Konzept und hält dazu an, die Zeit mit allen Sinnen zu erspüren. Text: Chrischa Venus Oswald

Vernissage und BBQ: Freitag 08. September 2017, 18:00 bis 22:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 09. September bis Samstag, 25. November 2017

Zur Helga Maria Klosterfelde Edition

 

Bildunterschrift: Fiete Stolte, Vitreous Essay on Permanence (detail), 2017

Ausstellung: Fiete Stolte’s Vitreous Essay on Permanence – H.M. Klosterfelde Edition | Contemporary Art – Kunst in Berlin – ART at Berlin

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