post-title Bernd Lohaus | Daniel Marzona | 28.04.–17.06.2017 -verlängert bis 15.07.

Bernd Lohaus | Daniel Marzona | 28.04.–17.06.2017 -verlängert bis 15.07.

Bernd Lohaus | Daniel Marzona | 28.04.–17.06.2017 -verlängert bis 15.07.

Bernd Lohaus | Daniel Marzona | 28.04.–17.06.2017 -verlängert bis 15.07.

bis 15.07. | #1233ARTatBerlin | Daniel Marzona präsentiert ab dem 28. April 2017 die Einzelausstellung des Künstlers Bernd Lohaus.

Daniel Marzona freut sich, die zweite Einzelausstellung mit Arbeiten von Bernd Lohaus in den Galerieräumen in der Friedrichstraße anzukündigen.

Im Werk von Bernd Lohaus wird das Material zur Sprache gebracht. Holz, Seil, später auch Stein und Bronze sind hier seit den späten 60er Jahren die Werkstoffe von elementaren Skulpturen, bei denen sich das Rohe und das Fragile miteinander verbinden, bei denen vorgefundenes Treibgut aus dem Wasser mit wenigen einfachen Eingriffen neues künstlerisches Eigenleben gewinnt.

Neben den meist blockhaften und zudem raumgreifenden Skulpturen stehen reduzierte Papierarbeiten und rohe Leinwandstücke – „coudrages“ – von ähnlicher ausdrucksstarker Simplizität, diese sind als gleichsam bildnerische poetische Ausrufe mit wenigen Worten beschriftet; in anderen Fällen sind sie mit balkenhaften braunen Klebestreifen raumausschneidend beklebt, manchmal mit energischen Farbstrichen akzentuiert.

Der künstlerische Eingriff wird also auf einfache Handlungen reduziert. Die Arbeiten zeichnet auf diese Weise eine höchst sensible Wirkungskraft aus. Entstanden sind die Werke vor dem Hintergrund von Fluxus, Sozialer Plastik, Arte Povera, Minimal Art und Materialkunst und haben in diesem historischen Karree ihren eigenen unverwechselbaren Ort. Im Zentrum des bildhauerischen Werks stehen die Ensembles und Einzelstücke aus schweren Balken, Brettern, Klötzen, Würfeln aus Azobe, härtestem Holz aus Westafrika.

Lohaus‘ Ateliers waren zugleich Lager und Labor, das vorgefundene Holz wurde mit wenigen Veränderungen – wie Einkerbungen oder Beschriftung mit Kreide – gleichsam zum Schwingen, zum Klingen, zum Sprechen gebracht. Ausgediente Holzbalken, Holzbretter, manchmal alte Seile sind Treibgut besonderer Art: Ursprünglich einmal Natur, transportieren sie zugleich auch ein Stück menschlicher Geschichte, das materiell in sie eingewittert ist. Diese Balken und Bretter sind sowohl Objekt wie Subjekt: Sie verkörpern Kraft und sind Kräften ausgesetzt, sie gestalten und erleiden, sie sind Sediment menschlicher Geschichte. Indem das Material über sich hinausweist in den Bereich von Empfindung, Denken, Sprache und zurückverweist auf Geschichte und Natur, ist das bildhauerische Werk von Lohaus somit eine Erweiterung tradierter skulpturaler Ausdrucksformen. Es verbindet das Material mit der Spiritualität.

Die ersten Werke von Bernd Lohaus entstanden direkt in der Klasse Beuys und wurden damals in der Akademie auf dem Rundgang ausgestellt. Seitdem hat sich das Werk in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen im Sinne eines fortschreitenden Dialogs mit sich selbst und mit der Welt weiterentwickelt. Immer wieder wurden große Ensembles auch in die freie Natur gestellt.

Bernd Lohaus wurde 1940 in Düsseldorf geboren und starb 2010 in Antwerpen. Zusammen mit seiner Frau Anny De Decker begründete er 1965 die Antwerpener Wide White Space Gallery (bis 1976). Nach anfänglichen fluxus-haften Happenings gab er sein internationales künstlerisches Debüt 1969 auf Harald Szeemanns Ausstellung „When Attitudes Become Form“ in der Kunsthalle Bern. Daniel Marzona eröffnete im September 2014 seine Berliner Galerie programmatisch mit einer Einzelausstellung des Pionierkünstlers.
Text: Stephan von Wiese

Vernissage: Freitag, 28. April 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr 

Ausstellungsdaten: Freitag, 28. April bis Samstag, 17. Juni 2017 -verlängert bis 15.07.

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Bildunterschrift: Bernd Lohaus, 1997, Vivegnis

Ausstellungen Berliner Galerien: Bernd Lohaus – Daniel Marzona | ART at Berlin

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