post-title Andrea Éva Győri | Audience is Getting Frantic – Approaching Vibration | Grimmuseum | 26.03.-06.05.2017

Andrea Éva Győri | Audience is Getting Frantic – Approaching Vibration | Grimmuseum | 26.03.-06.05.2017

Andrea Éva Győri | Audience is Getting Frantic – Approaching Vibration | Grimmuseum | 26.03.-06.05.2017

Andrea Éva Győri | Audience is Getting Frantic – Approaching Vibration | Grimmuseum | 26.03.-06.05.2017

bis 06.05. | #1142ARTatBerlin | Grimmuseum präsentiert ab dem 26. März 2017 die Ausstellung “Audience is Getting Frantic – Approaching Vibration” der Künstlerin Andrea Éva Győri.

Andrea Éva Győris künstlerische Praxis kreist um die Verbindung von Körper und Psyche als Abbild für persönliche und soziale Prozesse, wie Sexualität und Befriedigung als Formen der Selbstfürsorge, oder auch Partnerschaft und darin entstehende Machtverhältnisse. Die ausgestellten Arbeiten – meist Videos und Zeichnungen – sind das Ergebnis von außerordentlich vertrauensvollen Kooperationen mit deren ProtagonistInnen. Die individuellen zwischenmenschlichen und auch humorvollen Begegnungen sind als performative Basis essentiell für Györis Herangehensweise. In ihrem Projekt für die Manifesta 11 in Zürich, bei dem sie mit einer Sexualtherapeutin zusammenarbeitete, setzte sie sich in mehreren Serien von Zeichnungen mit dem weiblichen Orgasmus auseinander. Zum Teil entstanden Studien als Illustration von Übungen aus verhaltenspsychologischen Sitzungen, zum Teil Portraits, bei denen die Künstlerin Frauen bei der Selbstbefriedigung und ihre Fantasien visuell analysierte. In einer Zeit, wo Übersexualisierung angeprangert wird und gleichzeitig omnipräsent ist, stellt Győri der hochauflösenden pornografischen Fotografie mit männlichem Blick ein offensiv subjektives, künstlerisches Portrait weiblicher Nacktheit und Intimität entgegen.

Die neueste, erstmals im Grimmuseum präsentierte Videoarbeit, zeigt die erwähnte Sexualtherapeutin bei der Erläuterung der Zeichnungen Győris in der Züricher Installation. Ihre fachspezifische und lösungsorientierte Herangehensweise steht im Kontrast zur spielerischen, impulsiven Art der Zeichnungen. In der Ausstellung bildet die Arbeit eine Art Gegenstück zu einem früheren Video Győris, was im engsten familiären Nukleus entstanden ist – zwischen Mutter und Tochter. Im Film Mom makes the Bed (2016) ist die Kamera stille Gesprächspartnerin, die der Mutter der Künstlerin zuhört, während sie das morgendliche Bett macht. Während ihrer routinierten und doch sorgfältigen Handgriffe erzählt die Dame mittleren Alters von Grundpfeilern einer ausgewogenen Partnerschaft und von den Dynamiken, die in einem langjährigen Zusammenleben entstehen können. Parallel zur Herstellung der haushaltlichen Ordnung gibt Győris Mutter der Tochter und gleichzeitig jedem (weiblichen) Betrachter des Videos sehr persönliche Ratschläge für ein erfülltes Leben.

Obgleich die Arbeiten Győris sehr unmittelbar sind und auf individuellen Erfahrungen beruhen, knüpfen sie auf eine universelle Art und mit spielerischem Ernst an eine heutige Lebensrealität der BetrachterInnen an. Das persönliche Leben der Künstlerin selbst ist trotz der Intimität in ihrer Arbeitsweise nicht präsent in den finalen Werken. Vielmehr legt sie zur Intimität ihrer Entstehung frei.

Andrea Éva Győri (*1985 in Budapest, HU) lebt und arbeitet in Berlin und Stuttgart. Sie studierte Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart in der Klasse von Christian Jankowski, Mike Bouchet (Video/Performance/Skulptur/Installation) und Felix Ensslin (Ästhetik/Psychoanalytische Kulturwissenschaft). Zudem Studiem der Freien Kunst an der HONGIK Universität; Studien der asiatischen/orientalischen Malerei in Seoul, Korea und Gasthörerin an der Human Anatomy and Autopsy at the Medical University, Budapest.
Ab Mai 2017 wird Andrea Éva Győri am Künstlerresidenz-Programms des Jan Van Eyck Multiform Institute for Fine Art and Reflection, Residency Program and Projects Scholarship, Maastricht, Niederlande, teilnehmen.

Győris Arbeiten wurden in internationalen Institutionen ausgestellt, darunter Haus der Kunst, München (kommend); MANIFESTA 11, Zürich; Victoria Art Center, Bukarest, Rumänien; SeMA NaNJI Exchibition Hall, Seoul Museum of Art, Seoul; Kuandu Museum of Fine Arts, Taipei, Taiwan; /si:n/ Biennial for Videoart and Performance in Palestine, Ramallah; Bundeskunsthalle Bonn; Staatliche Kunsthalle Baden-Baden; Bonner Kunstverein; Videonale15 Parcours Bonn; Kunstverein Familie Montez – Frankfurt / Main; Seoul Art Space-Seogyo, Seoul; 12. Triennalle der Kleinplastik, Fellbach; Württembergischer Kunstverein, Gallery Wiensowski & Harbord, Berlin; Stuttgart; Goethe Institut in Washington, D.C., San Francisco, Chicago, Südafrika Johannesburg, Hermannstadt, Transylvania.

Öffentliche und private Performances fanden statt im Kunstmuseum Bonn; Videonale 15 Bonn; Centre for Contemporary Art Ujazdowski Castle, Warschau; me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht; Kunsthalle Baden-Baden; W139, Amsterdam, Portikus, Frankfurt; Gallery Wiensowski & Harbord, Berlin; Heidelberger Kunstverein; Seoul Museum of Art – SeMA, Seoul: Venedig Biennale / Ungarischer Pavilion, Venedig; Wiels, Contemporary Art Centre, Brüssel; Berliner Tageszeitung, Ute Weingarten-Artpress, Berlin; Akademie Schloss Solitude, Stuttgart; Künstlerhaus Stuttgart, u.a.

Vernissage: Samstag, 25. März 2017, 19:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Sonntag, 26. März bis Samstag, 06. Mai 2017

Zu Grimmuseum

 

Bildunterschrift: Andrea Éva Győri, My menial doesn’t talk

Ausstellungen Berliner Galerien: Andrea Éva Győri – Grimmuseum | ART at Berlin

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