post-title Niina Vatanen | Gravity Experiments and Cyclic Phenomena | Persons Projects | 14.09.-12.11.2022

Niina Vatanen | Gravity Experiments and Cyclic Phenomena | Persons Projects | 14.09.-12.11.2022

Niina Vatanen | Gravity Experiments and Cyclic Phenomena | Persons Projects | 14.09.-12.11.2022

Niina Vatanen | Gravity Experiments and Cyclic Phenomena | Persons Projects | 14.09.-12.11.2022

bis 12.11. | #3631ARTatBerlin | Persons Projects präsentiert ab 14. September 2022 die Ausstellung Gravity Experiments and Cyclic Phenomena die Künstlerin Niina Vatanen.

Persons Projects ist stolz, Niina Vatanens Soloausstellung Gravity Experiments and Cyclic Phenomena zu präsentieren, die sich thematisch an eine vorherige Ausstellung im C/O Berlin anschließt. Im Mittelpunkt steht erneut Vatanens Serie und Publikation Time Atlas (Kehrer Verlag, 2019), die der Komplexität der menschlichen Erfahrung von Zeit gewidmet ist. Durch das Studium der Planetenbewegung und Gravität, verschiedener Omen, Orakel oder religiöser Prophezeiungen, hat der Mensch immer wieder aufs Neue seine Bestimmung und seinen Platz im Universum erforscht und nach Antworten auf existenzielle Fragen gesucht. In dieser Ausstellung tut Vatanen dasselbe – sie hat Bilder aus verschiedenen Archiven miteinander kombiniert und damit einen vielschichtigen visuellen Essay über die Zeit kreiert. Seit den Anfängen ihrer Karriere hat Vatanen das Geheimnis der Zeit erforscht, ‚verführt‘ und herausgefordert – heute ist es das Kernthema ihrer Arbeit. Immer wieder versucht die Künstlerin die komplizierten Abläufe und Prozesse der Zeitwahrnehmung zu entschlüsseln und diese durch das Collagieren, Sammeln, Archivieren, sowie konzeptionelle, ‚gelenkte‘ Erzählen künstlerisch zu interpretieren. Dabei bezieht sie zahlreiche Mythen in ihr Kunstschaffen mit ein, darunter auch den des sogenannten ‚Welteis‘. Dieser alte Mythos ist mit vielen verschiedenen Kulturen verwurzelt und lässt sich unter anderem in der griechischen, ägyptischen und finnischen Mythologie wiederfinden. Die Geschichte selbst, dass die Erde aus einem Ei geschlüpft sei, spiegelt gewissermaßen dieselbe Zielsetzung Vatanens wider – die Suche nach einer Antwort auf unsere verworrene Erfahrung von Zeit. Vatanen stellt Fragen zu unserer Zeitwahrnehmung, zur Verflechtung von Geschichte mit persönlichen Erfahrungen, zur Zeitlichkeit der Existenz und zu ihrer eigenen visuellen Erinnerung. Anstatt den Betrachtenden ihre eigenen Erinnerungen aufzuzwingen, gibt sie ihnen lediglich eine Orientierung, ähnlich einem Kompass ohne Gradzahlen. Dabei be- und hinterfragt sie die Bestimmung von Kunst und Fotgrafie sowie deren Autorität, und nutzt ihre Kunst, um diese Grenzen zu verwischen – sie greift auf zahlreiche Quellen zurück, um ein zusammengesetztes Bild zu schaffen, und lädt die Betrachtenden dazu ein, darüber nachzudenken, wer der Schöpfer des endgültigen Werks ist. Das Archiv, das Vatanen für ihr Kunstschaffen nutzt, hat sie sich über Jahrzehnte hinweg aufgebaut und ist daher stark persönlich eingefärbt. Zunächst begann sie mit ihren eigenen, intimen Erinnerungsstücken, später sammelte sie dann weiter Bilder aus fremden Quellen, die sie miteinander verknüpfte und damit neue Verbindungen erstellte. Ihr Rohmaterial stammt aus alten Enzyklopädien, die sich mit Themen befassen, welche sich auf die Zeit und ihre Messung beziehen:

ART at Berlin Persons Projects Gravity Experiments and Cyclic Phenomena
The World egg, 2022 Chromogenic color print, photo sticker, 129.5 x 105 cm

befassen, welche sich auf die Zeit und ihre Messung beziehen: Mathematik, Religion, Wissenschaft und Philosophie. Darüber hinaus verwendet sie Zeitungen, Handbücher und zeitgenössische Internetbilder, um diese neuen und erfinderischen Verbindungen zwischen verschiedenen, sonst nicht miteinander verwandten Bereichen herzustellen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Vatanens gleichnamige großformatige Stoffarbeiten, die dem Phänomen der Gravität gewidmet sind. Die Schwerkraft ist das, was die Erde auf ihrer Umlaufbahn hält, Gezeiten erzeugt und Objekte auf die Erde fallen lässt – diese hängenden Stoffarbeiten demonstrieren in ähnlicher Weise die Zyklen der Natur und den Verlauf der Zeit. Mühelos verbindet Vatanen in ihren Werken unsere irdische Wahrnehmung des Gewichts der Schwerkraft mit der Weite und Schwerelosigkeit des Weltraums. Die Installation dieser Stoffarbeiten spielt hierbei auf das Gefühl an, durch ein historisches Archiv zu gehen, auf der Suche nach Materialien und den vielen darin verborgenen Wahrheiten. Beim Gang durch Vatanens Ausstellung gibt es daher keinen ‚richtigen oder falschen‘ Weg – wie die Fluidität des japanischen ensō-Kreises nimmt sie die Betrachtenden mit auf eine spielerische Reise durch ihre eigene Wahrnehmung des Zyklus der Zeit und den Platz des Menschen darin.

Niina Vatanen wurde 1977 in Kuopio, Finnland, geboren. Sie lebt und arbeitet in Helsinki. Vatanen machte 2008 ihren Abschluss an der Aalto University School of Arts, Design and Architecture. Zu ihren Ausstellungen gehören Einzelausstellungen wie Beyond the Visible Surface, C/O Berlin (2015), Glimpses of the Unattainable im Finnischen Museum für Fotografie, Helsinki (2014), sowie Gruppenausstellungen wie When the Wind Blows im Kunst Haus Wien (2022), New Perspectives – 25 Years of the Helsinki School in der Taidehalli, Helsinki (2021), Échos système in der Manuel Rivera-Ortiz Foundation, Arles (2021), Festival Circulation(S), Paris (2020), Eating Pineapples on the Moon beim Riga Photomonth (2019), The future’s not ours to see bei der Triennial of Photography Hamburg (2015), Secret Agent im Sunbury House, London (2016), Reframe Memory beim Athens Photo Festival (2015), Touching Dreams im Dänischen Nationalmuseum für Fotografie, Kopenhagen (2011) und Daegu Photo Biennale im Daegu Culture and Arts Center (2010).

Vernissage: Freitag, 16. September 2020, 18 – 21 Uhr

Ausstellungsdaten: Mittwoch, 11. September 2020 – Samstag, 12. November 2022

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Ausstellung Niina Vatanen – Persons Projects | Zeitgenössische Kunst in Berlin | Contemporary Art | Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

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