post-title Lillian Bassman | CAMERA WORK | 21.01.-25.03.2017

Lillian Bassman | CAMERA WORK | 21.01.-25.03.2017

Lillian Bassman | CAMERA WORK | 21.01.-25.03.2017

Lillian Bassman | CAMERA WORK | 21.01.-25.03.2017

bis 25.03. | #0956ARTatBerlin | CAMERA WORK präsentiert ab dem 21. Januar 2017 eine Ausstellung der verstorbenen Malerin und Fotografin Lillian Bassman.

Die Galerie CAMERA WORK präsentiert ab dem 21. Januar 2017 eine Ausstellung von Lillian Bassma. Die mehr als 50 Arbeiten umfassende Ausstellung ist die erste Galerieausstellung zum Schaffenswerk von Lillian Bassman nach ihrem Tod im Jahr 2012.

Lillian Bassman zählt zu den prägenden Fotokünstlerinnen im Bereich der Modefotografie. Von 1945 bis 1949 erschuf sie als Art Director das kreative Bild der Zeitschrift »JuniorBazaar«, dem Ableger von »Harper’sBazaar«. Bei ihrer Arbeit lernte sie unter anderem die Fotografen Richard Avedon, Robert Frank, Louis Faurer und Arnold Newman kennen. Im Jahr 1946 begann Lillian Bassman, praktisch mit der Kamera zu arbeiten, woraus sich eine starke Leidenschaft für die Modefotografie entwickelte.

Was Lillian Bassman macht, hat eine geradezu magische Kraft. In der Geschichte der Fotografie ist es niemand anderem gelungen, diesen atemberaubenden Moment zwischen der Erscheinung der Dinge und ihrem Verschwinden sichtbar zu machen.

Richard Avedon

Bereits 1947 wurden ihre ersten Arbeiten in »Harper’s Bazaar« veröffentlicht. Als Modefotografin, unterstützt  von  dem  bekannten  Art  Director  Alexei  Brodovitsch,  entwickelte sie eine außergewöhnliche  und  eindrückliche  Ästhetik. Lillian  Bassmans  Werke  haben  eine  besondere malerische Anmutung  inne. Die Inszenierungen besitzen eine außerordentliche körperliche Ausdruckskraft, die sich dank ungewöhnlicher Kompositionen vergrößert. Durch ihre experimentelle Ästhetik entstanden atmosphärische  Arbeiten  voller Eleganz und Anmut. Sie zeichnen sich oftmals durch eine Unschärfe aus und bewegen sich mit nebulösen Silhouetten am Rande des physisch Erkennbaren. Inspiriert von Malern wie  Hans Memling und El Greco fokussierte sich Lillian Bassman in ihren Arbeiten verstärkt auf die Aura der imposanten Kleider und die Intensität der Ausdruckskraft der Models.

Zwischen 1950 und 1965 wurden Lillian Bassmans Werke regelmäßig in der »Harper’s Bazaar« undanderen  führenden  Zeitschriften  veröffentlicht.  Mit  der  Ablehnung  einer  verstärkten Kommerzialisierung  im  Bereich  der  künstlerischen  Fotografie  seit  Beginn  der  1970erIJahreentschied  sich  Lillian  Bassman,  ihre  Karriere  vorerst  zu  beenden. Im  Zuge  dieser  Entscheidung vernichtete  Lillian  Bassman  viele Negative  ihrer  Arbeiten,  um  sich  folglich  dem Modedesign  zu widmen und an der Parsons The New School for Design in New York zu lehren. Mehr als 20 Jahrespäter  –  Mitte  der  1990erIJahre  –  entdeckte  Lillian  Bassman eine  Kiste  mit  unzerstörten Negativen. Inspiriert von einem  weiterentwickelten künstlerischen  Ansatz und neuen Medien,begann sie, ihre eigenen Werke zu reinterpretieren. In der Dunkelkammer sowie mit dem Einsatz moderner Computertechnik veränderte sie die  Gestaltung  ihrer Werke. Im  Fokus standen nun unter anderem die drastische  Akzentuierung  des  Kontrast  in den Werken sowie die Herausarbeitung mehrerer Bildebenen, die dank einer starken Verschwommenheit im Hintergrund entstehen. Die »neu« entstandenen Arbeiten wurden von Kuratoren und Kunstsammlern sowie in Fachkreisen hoch gelobt. Ihre Werke fanden sich bald darauf in namhaften Sammlungen wieder. In den Folgejahren widmete sich Lillian Bassman wieder verstärkt der Entstehung neuer Werke und arbeitete mit der »Vogue«, »The New York Times« und John Galliano zusammen.

 

Über Lillian Bassman

Lillian Bassman (1917–2012) war eine USIamerikanische Fotografin und Malerin. Sie zählt zu den prägenden Fotografinnen im Genre der  Modefotografie. Lillian Bassmans Eltern stammen aus Russland und waren jüdische Intellektuelle, die 1905 als Einwanderer in die USA  kamen. Aufgewachsen in Brooklyn und Greenwich Village in New York, beendete sie 1933 ihr Grafikdesignstudium an der Textile High School in Manhattan. Bereits mit sechs Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann Paul Himmel kennen, mit dem sie schon im Alter von 15 Jahren zusammenzog. Im Jahr 1935 heirateten Lillian Bassman und Paul Himmel und avancierten schon bald zu einem glamourösen New Yorker Künstlerpaar –  für beide war die  Fotografie  ihre künstlerische Ausdrucksform. Die künstlerische Ebene zwischen beiden zeichnete sich durch kreative Spannungen aus, die beide  auf höchster Ebene inspirierte, ein herausragendes fotografisches Oeuvre zu erschaffen, welches zeitlos und modern zugleich ist. Lillian Bassman und Paul Himmel waren 77 Jahre lang verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Paul Himmel verstarb im Jahr 2009, Lillian Bassman drei Jahre später in New York.

Ausstellungsdaten: Samstag, 21. Januar 2016 bis Samstag, 25. März 2017

Zu Camera Work

 

Bildunterschrift: LILLIAN BASSMAN, LOOKING BACKWARD, THE EVENINGS AHEAD
BETTY BIEHN, 1956

Ausstellung Lillian Bassman – CAMERA WORK – Kunst in Berlin ART in Berlin

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