post-title kajetan presents … | Group Show | Galerie kajetan Berlin | 26.02.-17.04.2021 – verlängert bis 25.04.2021

kajetan presents … | Group Show | Galerie kajetan Berlin | 26.02.-17.04.2021 – verlängert bis 25.04.2021

kajetan presents … | Group Show | Galerie kajetan Berlin | 26.02.-17.04.2021 – verlängert bis 25.04.2021

kajetan presents … | Group Show | Galerie kajetan Berlin | 26.02.-17.04.2021 – verlängert bis 25.04.2021

bis 25.04. | #2963ARTatBerlin | Galerie kajetan Berlin zeigt ab 26. Februar 2021 die Gruppenausstellung kajetan presents mit ausgewählten Arbeiten von sieben Künstler*innen der Galerie und zwei Gastkünstlerinnen.

Aufgrund der anhaltenden pandemischen Lage und der damit verbundenen Einschränkungen hat sich die Galerie kajetan Berlin entschlossen, die für Februar 2021 geplante Ausstellung „Erich has just the building. In Erinnerung an Erich Reusch“ in den kommenden Herbst zu verschieben. Sie wird dann von September bis November 2021 zu sehen sein.

Um dennoch ein visuelles Angebot machen zu können, das dieser Zeit gerecht wird, hat sich die Galerie kajetan Berlin stattdessen entschieden, eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von durch die Galerie vertretenen Künstlerinnen und Künstlern zu organisieren und die Künstlerinnen Shila Khatami und Ingrid Lønningdal, deren Positionierung der Galerist Tobias Posselt in diesem Kontext für sehr anregend hält, ebenfalls dazu einzuladen.

Gezeigt werden:

Bettina Blohm, Carla Guagliardi, Shila Khatami, Ingrid Lønningdal, Marc Nagtzaam, Erich Reusch, Elisabeth Vary, Claude Viallat und Jan Wawrzyniak.

Die Ausstellung vereint sehr unterschiedliche Beiträge nah an der Grenze zur Ungegenständlichkeit, anhand derer sich Formen des Umgangs mit künstlerischen Abstraktionsprozessen ausgezeichnet herausarbeiten lassen. Ausgehend von der Relevanz der Einzelwerke, haben wir versucht, Korrespondenzen, Verbindungen oder Gegensätze zu verdeutlichen, die sich zu einer kraftvollen und gleichzeitig sensiblen Gesamtheit formen, ohne jedoch das einzelne Werk zu diskreditieren. kajetan Berlin lädt Sie sehr herzlich dazu ein, das Ergebnis vor Ort zu sehen und zu reflektieren.


kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Claude Viallat, Shila Khatami, Carla Guagliardi, Elisabeth Vary,
Erich Reusch, Bettina Blohm, Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Während eine der kleinformatigen Kreidezeichnungen der Künstlerin Bettina Blohm (*1961), die sie regelmäßig en plein air auf einem Berliner Friedhof zeichnet, im Ungefähren zwischen realem Landschaftsbezug, freier Form und intimer Linie mäandert, ist die architektonische Referenz in der Arbeit Edges (Haus Feininger II) der norwegischen Künstlerin Ingrid Lønningdal (*1981) beinahe nur noch koloristisch zu erahnen. Lønningdal malt die entlehnten Formen auf einen gewebten Wandteppich, der sich nach unten hin auflöst, wobei ihre künstlerische Praxis selbst mit den verbindenden Ideen des Dessauer Bauhauses zu korrespondieren scheint.

kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Shila Khatami, Elisabeth Vary, Carla Guagliardi, Ingrid Lønningdal,
Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Einen anderen Ansatz verfolgen die konzeptuell angelegten Zeichnungen des niederländischen Künstlers Marc Nagtzaam (*1968), von dem wir die Arbeit Performing a collection – Variation 2020 zeigen, die sich aus seiner Sammlung von Vorlagen von Buchcovern, Postern oder Bildern herleiten, diese aber bis zur Unkenntlichkeit reduzieren und sich zu eigenständigen, graphisch strukturierten Neuentwürfen zusammenziehen, die Nagtzaam in einem zirkelschlagenden Arbeitsprozess immer wieder reflektiert.


kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Ingrid Lønningdal, Marc Nagtzaam,
Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Im Zentrum der Ausstellung zeigen wir eine Arbeit des französischen Altmeisters Claude Viallat (*1936). Einen – von der Galeriedecke abgehängten – übrig gebliebenen Bezug einer ehemaligen Strohmatratze (1987/105): einerseits entleert und trivialisiert, andererseits angereichert und aufgeladen durch seine virtuose Malerei, die sich selbst Stoff genug ist.

kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Erich Reusch, Bettina Blohm, Elisabeth Vary, Jan Wawrzyniak, Claude Viallat,
Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Das gegenüber platzierte, späte Gemälde von Erich Reusch (1925–2019) lässt dagegen auf geradezu exemplarische Weise seine frühen revolutionären Ideen der dezentralen Skulptur und des Raumes als existenzielle Größe erkennen. Als Landschaft konzipiert, spannt Reusch den (weißen) Raum zwischen zwei (schwarzen) Markierungen gestisch auf.


Shila Khatami, Slash slash, 2018, Acryl, Industrypainter, Lack auf Leinwand, 180 x 114 cm,
Ausstellungsansicht 2021, Courtesy the artist & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Die Berliner Künstlerin Shila Khatami (*1976) ist mit zwei Bildern in der Ausstellung vertreten: zum einen mit dem im Entrée gezeigten Werk Slash Slash aus dem Jahr 2018, in dem die dominante Entität des doppelten Schrägstrichs die malerische Gestik ebenso betont wie aushebelt; zum anderen mit der Arbeit ausradiert von 2017, in der die Löschfunktion nicht nur Mittel, sondern eigentlicher Inhalt der bildnerischen Auseinandersetzung ist.


kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Erich Reusch, Bettina Blohm, Elisabeth Vary, Jan Wawrzyniak,
Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Entleert ist auch das großformatige, farblose Interieur (21002) des Künstlers Jan Wawrzyniak (*1971), das – leicht aus der Form – räumliche Tiefe suggeriert, indem es die Perspektiven eines Raumes flächig andeutet, diese aber gleichzeitig paradoxiert und wieder aufhebt, so dass sich eine Erfahrung der Unverfügbarkeit einstellt: Die Blickbahn als visuelle Sackgasse.

Wir haben diese Arbeit mit einem der beiden kleinformatigen Bildobjekte Ohne Titel der Künstlerin Elisabeth Vary (*1940) kontrastiert, deren malerische, farbliche und räumliche Präsenz ihresgleichen suchen. Form, Farben, Fläche, Körper, materielle Qualität, Bearbeitungsspuren – Malerei und Skulptur kulminieren in jedem einzelnen Werk.


kajetan presents, Ausstellungsansicht 2021, Von links nach rechts: Elisabeth Vary, Ingrid Lønningdal, Marc Nagtzaam, Erich Reusch,
Courtesy the artists & kajetan Berlin, Photo: Marcus Schneider

Last but not least haben wir die brasilianische Künstlerin Carla Guagliardi (*1956) um eine Neuauflage ihrer Skulptur Gaspar (2007/2021) gebeten. Im Portugiesischen heißt Gaspar „zwei Gase“ und der weiße Doppelballon, den die Künstlerin verfügbar gemacht hat, wird wie ein Geist durch die Ausstellung schweben und auch dann über sie wachen, wenn niemand kommt.

Anfragen richten Sie bitte an: info@kajetan.berlin. Unter +49 (0)176 57792651 können Sie kajetan Berlin telefonisch erreichen. Die Galerie freut sich, Sie bald wieder begrüßen zu können.

Ausstellungsbeginn: Freitag, 26. Februar 2021, kajetan Berlin ist für Sie zu den Öffnungszeiten telefonisch und per Mail im Büro erreichbar

Ausstellungsdaten: Freitag, 26. Februar 2021 – Samstag, 17. April 2021 – ACHTUNG: verlängert bis Sonntag, 25. April 2021

Zur Galerie

 

 

Ausstellung kajetan presents –  Galerie kajetan Berlin | Zeitgenössische Kunst – Contemporary Art – Ausstellungen Berlin Galerien | ART at Berlin

 

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