post-title Im Grünen. Akt und Landschaft | Salongalerie Die Möwe | 07.05.-05.07.2016

Im Grünen. Akt und Landschaft | Salongalerie Die Möwe | 07.05.-05.07.2016

Im Grünen. Akt und Landschaft | Salongalerie Die Möwe | 07.05.-05.07.2016

Im Grünen. Akt und Landschaft | Salongalerie Die Möwe | 07.05.-05.07.2016

bis 05.07. | #0523ARTatBerlin | Salongalerie „Die Möwe“ zeigt ab dem 7. Mai die Ausstellung IM GRÜNEN. AKT UND LANDSCHAFT mit Werken von 20 Künstler*innen aus den Bereichen Kleinplastik, Malerei und Grafik.

In ihrer neuen Ausstellung widmet sich die Berliner Salongalerie „Die Möwe“ zwei bevorzugten Themen der bildenden Kunst: Akt und Landschaft. Unter dem Motto „Im Grünen“ finden rund 20 Künstler vielfältige Ausdrucksformen für die Harmonie von Mensch und Natur, für die Anmut und Verletzlichkeit des menschlichen Körpers sowie für den Stimmungsgehalt unterschiedlicher Landschaften.

Die Ausstellung vereint überwiegend Arbeiten von Malern und Bildhauern der Verschollenen Generation. Zu diesen aufgrund geschichtlicher Ereignisse weitgehend vergessenen Künstlern der Klassischen Moderne gehört Ilse Fehling (1896-1982), die in der Ausstellung mit der anmutigen Bronzeplastik „Badende“ vertreten ist. Die Künstlerin war – soweit es sich rekonstruieren lässt – die einzige Bildhauerin unter den Frauen am Bauhaus, wo sie 1920 ihr in Berlin begonnenes Kunststudium fortsetzte. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg führten zu tiefen Einschnitten in ihrem Leben und Schaffen: Das NS-Regime belegte Ilse Fehling mit Ausstellungsverbot und bei einem Luftangriff auf Berlin wurde ein großer Teil ihres Werkes vernichtet. Nach 1945 arbeitete sie wieder als Bildhauerin.

Sieben Jahre jünger als Ilse Fehling ist der Maler Georg Frietzsche (1903-1986), dessen Gouache „Aktgruppe im Grünen“ der Ausstellung den Titel gab. Seit den 1980er Jahren tragen Präsentationen, Museumsankäufe und Veröffentlichungen zur wachsenden Bekanntheit des Künstlers bei. Denn auch sein Œuvre war lange Zeit nur Wenigen bekannt, da er sich mit der fast vollständigen Einstellung seiner künstlerischen Arbeit von den Nationalsozialisten distanzierte. Er verlor ebenfalls fast sein gesamtes Werk durch Kriegsumstände.

Nahezu derselbe Jahrgang wie Georg Frietzsche ist der Maler Eduard Bargheer (1901-1979), dessen Kunst 1935 von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert wurde. Anders als Frietzsche konnte sich Bargheer, der seit 1939 auf der italienischen Insel Ischia lebte, der Einberufung zur Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg entziehen. Während seines langjährigen Aufenthalts auf Ischia entstanden lichtvolle Landschaftsbilder von bezaubernder Leichtigkeit. Heute ist der Künstler vor allem für seine mosaikartig gestalteten Aquarelle aus den 1950er Jahren bekannt. Aus dieser Schaffensphase zeigt die Galerie das Aquarell „Das Paradies“ von 1958.

Mit der Ausstellung „Im Grünen“ führt die Salongalerie – getreu ihrem Profil – die Wiederentdeckung weitgehend vergessener Künstler der Klassischen Moderne fort. Damit setzt sie innerhalb der Berliner Galerien einen besonderen Akzent.
Vernissage: Freitag, 6. Mai 2016, 18 bis 21 Uhr. Die Schauspielerin und Autorin Bastienne Voss liest Texte von Alfred Polgar, musikalisch begleitet von „Hans die Geige“

Ausstellungsdaten: Samstag, 7. Mai bis Dienstag, 5. Juli 2016

Zur Salongalerie Die Möwe

 

Bildunterschrift: Georg Frietzsche, Aktgruppe im Gruenen, 1940er

Ausstellung Im Grünen – Salongalerie Die Möwe – Kunst in Berlin ART at Berlin

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