post-title Guy Tillim | Museum of the Revolution | Kuckei + Kuckei | 23.08.–05.10.2019

Guy Tillim | Museum of the Revolution | Kuckei + Kuckei | 23.08.–05.10.2019

Guy Tillim | Museum of the Revolution | Kuckei + Kuckei | 23.08.–05.10.2019

Guy Tillim | Museum of the Revolution | Kuckei + Kuckei | 23.08.–05.10.2019

bis 05.10. | #2563ARTatBerlin | Kuckei + Kuckei präsentiert aktuell die Ausstellung Museum of the Revolution des Künstlers Guy Tillim.

Diese Photographien sind zwischen 2014 und 2018 auf langen Spaziergängen durch die Straßen der Afrikanischen Städte Johannesburg, Durban, Maputo, Beira, Harare, Nairobi, Kampala, Addis Ababa, Luanda, Libreville, Accra, Abidjan, Dakar und Dar Es Salaam entstanden.

Der Titel der Serie bezieht sich auf das Museum der Revolution (Museum of the Revolution), das sich in der Avenida 24 Julho (Straße des 24. Juli) in Mosambiks Hauptstadt Maputo befindet. Die Straße wurde nach dem Datum der Gründung der portugiesischen Kolonialhauptstadt Lourenço Marques benannt, der frühere Name Maputos. Der 24. Juli 1875 markierte das Ende des Luso-Britischen Konflikts über territoriale Besitzansprüche, der zugunsten Portugals entschieden wurde.

Hundert Jahre später ist der Straßenname derselbe,  doch seine Bedeutung hat sich verändert. Mosambiks Unabhängigkeit von Portugal wurde am 25. Juni 1975 ausgerufen; die Hauptstadt wurde in Maputo umbenannt. Heute ist der 24. Juli Nationalfeiertag, der an die Verstaatlichung des gesamten portugiesischen Eigentums sowie alle beschlagnahmten Gebäude erinnert. Es folgte ein 15 Jahre andauernder Bürgerkrieg, der 1992 endete. Die Volksrepublik Mosambik wurde zur Republik Mosambik, was den Beginn einer neuen Ära markierte.

Im Museum der Revolution befindet sich ein Panorama Gemälde von nordkoreanischen Künstlern, das die Befreiung der Hauptstadt aus der portugiesischen Kolonialherrschaft darstellt. Es veranschaulicht die Rethorik einer Revolution, wie die Anführer und seine Anhänger erhaben und von der Kolonialmacht bestärkt durch die Straßen und Boulevards marschieren. Diese benannten und umgenannten Straßen funktionieren als stille Zeugen der Auf und Abs politischer, wirtschaftlicher und sozialer Machtwechsel wie ein Museum, das die zwei größten Revolutionen Afrikas der vergangenen 65 Jahre ausstellt: den Wandel von einem kolonialen zu einem postkolonialen sozialistisch motivierten Regime und schließlich vom Afrikanischen Nationalismus zu globalen kapitalistischen Staaten.

– Guy Tillim  (Museum of the Revolution, Fondation Henri Cartier-Bresson, Mackbooks 2019

 

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Guy Tillim, „Union Avenue, Harare, Zimbabwe“, 2016, Pigment ink on cotton paper, Diptych (135 x 90 cm each)

In 2017 erhielt Tillim den HCB Award für Museum of the Revolution. Die Fotografien wurden vom 26. Februar bis zum 01. Juni 2019 in der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris gezeigt. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog bei Mackbooks erschienen. Guy Tillim wurde 1962 in Johannesburg geboren und lebt heute in Vermaaklikheid in Südafrika. Er begann 1986 professionell für das Afrapic collective zu fotografieren. Diese Zusammenarbeit dauerte bis 1990 an. In Südafrika arbeitete er als Freelance Fotograf für lokale und ausländische Medien; zwischen 1986 und 1988 für die Agentur Reuter sowie für die Agence France Presse im Jahr 1993 und 1994. Tillim erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen wie den Prix SCAM (Societe Civile des Auteurs Multimedia) Roger Pic in 2002, den Higashikawa Overseas Photographer Award (Japan) in 2003, den Daimler-Chrysler Preis für Südafrikanische Fotografie in 2004, den Leica Oskar Barnack Preis in 2005. In 2006 bekam er das erste Robert Gardner Fotografie-Stipendium des Peabody Museums an der Harvard Universität und nahm 2015 am Künstleraufenthaltsprogramm von Quai Branly teil. Er hatte u.a. Einzelausstellungen am Centre Photographique d’Île-de-France, Paris; im Huis Marseille Fotografiemuseum, Amsterdam; in der Fondation Henri Cartier-Bresson;  im Museu Serralves in Porto; im Peabody Museum in Harvard, Cambridge; im FOAM Fotografiemuseum, Amsterdam; im Museum of Contemporary Photography in Chicago u.v.m. Seine Arbeit wurde während der Documenta 12 in 2007 und im Rahmen der São Paulo Biennial in 2006 gezeigt. Außerdem nahm er an der Wanderausstellung Africa Remix (2004-7) teil, die 2004 im Centre Pompidou eröffnete.

Vernissage: Freitag, 23. August 2019, ab 18:00 Uhr

Ausstellungsdaten:  Freitag, 23. August – Samstag, 5. Oktober 2019

Zu Kuckei + Kuckei

 

Bildunterschrift Titel: Guy Tillim, „Barnes Road, Accra, Ghana“, 2017, Pigment ink on cotton paper, Triptych (135 x 90 cm each)

Ausstellung Guy Tillim – Kuckei + Kuckei  | Contemporary Art – Zeitgenössische Kunst in Berlin – ART at Berlin 

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