post-title Manfred Fischer, Tatjana Lee, Eric Massholder | tête-à-tête | Galerie Z22 | 11.11.-23.12.2017

Manfred Fischer, Tatjana Lee, Eric Massholder | tête-à-tête | Galerie Z22 | 11.11.-23.12.2017

Manfred Fischer, Tatjana Lee, Eric Massholder | tête-à-tête | Galerie Z22 | 11.11.-23.12.2017

Manfred Fischer, Tatjana Lee, Eric Massholder | tête-à-tête | Galerie Z22 | 11.11.-23.12.2017

bis 23.12. | #1712ARTatBerlin | Galerie Z22 zeigt ab 11. November 2017 die Ausstellung “Tête-à-Tête” mit Malerei und Skulptur der Künstlerin Tatjana Lee und der Künstler Eric Massholder und Manfred Fischer. Parallel zeigt Artloftandmore “Der Denker”, eine Hommage von Eric Massholder an Auguste Rodin.

ART at Berlin - Kunst Ausstellung - Galerie Z22 - Eric Massholder - Manfred Fischer - Tatjana Lee
Eric Massholder – Manfred Fischer – Tatjana Lee

Manfred Fischer, Tatjana Lee und Eric Massholder kommen aus unterschiedlichen künstlerischen Kontexten und widmen sich in dieser Ausstellung des gemeinsamen Bildthemas des menschlichen Kopfes. Alle drei fasziniert das Motiv aus der Bedeutung heraus, dass der Kopf Sitz innerer Befindlichkeiten, der Gefühle und Ausdruck der menschlichen Identität ist.

MANFRED FISCHER …

malt Köpfe, die sich aus einem Wirrwarr von Flecken, Linien und Rinnsälen von Farben bilden.
Fischer geht es um den Menschen und setzt auf den Kopf, weil hier Erkennen und Fühlen am engsten beieinander liegen.
Seine Abbildungen sind nicht naturalistisch, sondern Ausdruck von inneren Befindlichkeiten.
Mit gestischen Pinselstrichen und einer kräftigen, oft in Blau, Rot oder Schwarz vorherrschenden Farbgebung, übermalt er und legt gleichzeitig frei.
Spontane Expression mischt sich mit dem Figurativen, mit der Darstellung des Kopfs.
Das Ergebnis ist auch nicht glasklar, es hat ja auch so vieles Platz in einem Kopf.
Seine Portraits changieren zwischen Verhüllung und Enthüllung.
Die eher unscharfen Konterfeis umgibt eine geheimnisvolle Aura und werden zu Zeugnissen geistiger und emotionaler Zustände, die in eine Zeitlosigkeit überführt werden.

TATJANA LEE …

eine halbkoreanische Künstlerin, legt den Fokus auf die Identität.
Das Studium der Humanmedizin verschaffte ihr Wissen über die Physiologie und Psychologie des Menschen und warf die Frage auf inwieweit inneres „Sein“ und äußerliche Identität interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.
Am stärksten bewegt Sie jedoch, dass sie in der Rolle als Mutter von drei Kindern Zeuge und Begleiter der Entwicklung einer individuellen Identität wird.
Sie wählt das Gesicht als zentrales Thema ihrer Kunst, da es vielleicht der zentrale Bestandteil der Identität eines Menschen ist. Es ist ein essentielles Medium um sich des eigenen „Ichs“ bewusst zu werden und es nach außen zu transportieren.
Ein durch dieses Medium, der Erscheinung des Gesichts, übermittelte Zusammenspiel unserer äußerlichen und innerlichen „Identität“, wirkt bewusst und unterbewusst auf unsere Mitmenschen, wird von Ihnen gespiegelt und zurückgeworfen. So nimmt es wiederum Einfluss auf unsere Identität, unser Streben nach Individualität und Dazugehörigkeit.
In ihren Bildern löst sie die Erscheinung der Gesichter auf, mal mehr, mal weniger. Der Betrachter wird herausgefordert fehlende oder deformierte Teile des Gesichts zu interpretieren und zu ergänzen. Er wird zum Schöpfer einer eigenen Identität, die auf seiner momentanen Gefühlswelt beruht.

ERIC MASSHOLDER …

sein gesamtes Ouevre ist nur als fortwährender schöpferischer Prozess zu verstehen. So ist auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Kopf kongruent zu diesem Konzept, denn auch ein Gesicht verändert sich unentwegt.
Für Eric Massholder ist der Kopf in erster Linie das Gefäß für unser Gehirn, der zentrale Ort unseres Denkens, unseres Fühlens, unseres Wesens. Er verortet den Kopf ins Kosmische und unter dieser Annahme transzendiert er den Kopf aus den Weiten des menschlichen Vorstellungsvermögens in eine andere Dimension. Er analysiert, seziert und fragmentiert die Darstellungsmöglichkeiten eines Kopfes und setzt ihn nach einer Reise durch Massholders grenzenlose spirituellen Welten wieder neu zusammen.
Massholder lebt und arbeitet in einem permanenten Zustand zwischen Euphorie (schöpferischer Prozess) und Depression (Produkt).
Seine Köpfe sind Produkte seiner Psyche, die vom Betrachter angeschaut und selbst gefühlt werden sollen.
Massholder verwehrt sich jeglicher intellektuellen Vereinnahmung seines Schaffens und dem Wettbewerb von Künstlern im digitalen Zeitalter um Fanclubs und Instagram-Postings, um ihre Werke zu verbreiten. Ohne je eine Mail geschrieben zu haben und mobil erreichbar zu sein, geht es ihm alleine um das Schaffen, um die Malerei.
Und wenn John Ford sagte: „Ein Auto ist erst fertig, wenn es verkauft ist“, befindet Massholder: „Ein Bild ist erst fertig, wenn es zerstört ist.“

ART at Berlin - Kunst Ausstellung Berlin - Galerie Z22 - ARTLOFTANDMORE - Eric Massholder
“Der Denker” – Eric Massholder

Parallel zu der Ausstellung “TÊTE À TÊTE” in der Galerie Z22, findet nebenan im Showroom der ARTLOFTANDMORE eine weiter HOMMAGE – nach Vincent van Gogh – ERIC MASSHOLDERS an einen großen Künstler statt. Während der Illustration von Dantes „GÖTTLICHE KOMÖDIE“ für die Edition Diane im Jahre 2003, beschäftigte sich Eric Massholder auch mit Rodin, der 37 Jahre lang bis kurz vor seinem Tod an seinem Hauptwerk „HÖLLENTOR“ arbeitete. Der Auftrag dazu stammte vom französischen Staat für ein Bronzeportal (welches das Tor zu Dantes „Inferno“darstellen sollte) für das neue Musée des Arts Décoratifs in Paris. Allerdings gelangte  der Entwurf nie zur ursprünglich geplanten Ausführung. Viele Plastiken wurden aus dem Höllentor isoliert und zu eigenständigen Kunstwerken erklärt. Das bekannteste: Der Denker. Wie bei seinen anderen Werkreihen ( Femme aux lunettes, Monte Vérità, Vincent van Gogh u.a.) variiert Eric Massholder das Thema auch hier mit schwungvollen Pinselstrichen , kräftigen Farben und verschiedensten Materialen auf  unterschiedlichsten Untergründen.
Wie immer analysiert Massholder den Inhalt seiner Werkfolge und sucht für sich Ansätze, die ihn nicht nur interessieren, sondern für ihn auch  aktuelle Bezüge zu unserer Gesellschaft und des menschlichen Seins schlechthin darstellen.

SAVE THE DATE: Donnerstag, 21. Dezember 2017, 19:00
RITA GORENSTEIN mit ihren Liederabend “So lange die Lichter des Balls noch lachen” nach Gedichten  der russischen Schriftstellerin Marina Zwetajewa, die in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag gefeiert hätte. “So lange die Lichter des Balls noch lachen” nennt die Darstellerin Rita Gorenstein ihr poetisch-musikalisches Einpersonenstück nach Gedichten von Marina Zwetajewa. Traum und Wirklichkeit, Fühlen und Denken sollen sich im lyrischen Vortrag vermischen. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/16123172 ©2017

Vernissage: Samstag, 11. November 2017, 19:00 – 21:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Samstag, 11. November bis Samstag, 23. Dezember 2017

Liederabend im Rahmen der Ausstellung: Donnerstag, 21. Dezember 2017,  19:00

Zur Galerie Z22

 

Bildunterschrift Titelbild: Eric Massholder | Öl / Lw, 80 x 100 cm, 2017 | Manfred Fischer | Öl/Lw, 110 x 160 cm, 2015 | Tatjana Lee | Acryl/Lw, 120 x 160 cm

Ausstellung: Eric Massholder – Manfred Fischer – Tatjana Lee – Galerie Z22 | Contemporary Art – Kunst in Berlin – ART at Berlin

 

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